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Juristen-Werbung

pb823

Ich zitiere mal den Blödsinn aus diesem Beitrag:

Wer glaubt, das sei alles weit weg, der irrt: "Die EU spricht zwar von Unternehmen, aber kleine Privatvermieter kommen da auch nicht raus", betont Inka-Marie Storm, Chefjustiziarin des Eigentümerverbands Haus & Grund Deutschland.

[..]sondern auch zu dokumentieren, was mit den Angaben passiert und wer Zugriff hat.
[..]
Die Dokumentation brauchen Vermieter, damit sie ihre Mieter informieren können, "was erhoben wurde und wem gegenüber sie offengelegt werden"

Bin ich der Einzige, der da einen Widerspruch zum DSGVO sieht? Siehe nachfolgendes Zitat:

Um der besonderen Situation der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen Rechnung zu tragen, enthält diese Verordnung eine abweichende Regelung hinsichtlich des Führens eines Verzeichnisses für Einrichtungen, die weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen. Außerdem werden die Organe und Einrichtungen der Union sowie die Mitgliedstaaten und deren Aufsichtsbehörden dazu angehalten, bei der Anwendung dieser Verordnung die besonderen Bedürfnisse von Kleinstunternehmen sowie von kleinen und mittleren Unternehmen zu berücksichtigen

Wenn ich also ein "kleiner" Vermieter mit einer handvoll Wohneinheiten bin, dann muss ich ja eben nicht diese Dokumentation erstellen.

Zumal kleine Vermieter mit Sicherheit die paar Handwerker anhand der Rechnungen auch mal in einer halben Stunde Arbeit, welche dem Anfragenden in Rechnung gestellt werden darf, zusammen bekommen.

Da klingt doch dann der abschließende Absatz mit den Aussagen der Frau Heilmann doch sehr nach der üblichen Juristen-Angstmache als Werbung für eigene Dienstleistungen.

Besonders, weil der Tenor ist:
Achtung fette Strafen, aber keine Sorge, wir helfen dir und dein dummer Mieter muss es ja zahlen.

Den mit der DSGVO verbunden Aufwand nennt Beate Heilmann "einen Wahnsinn". Die Anwältin erwartet, dass Eigentümer die ihnen entstehenden Mehrkosten auf die Miete aufschlagen.
Die Vorschrift einfach ignorieren, geht kaum. Bei Verstößen droht die EU horrende Geldstrafen an: bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens.

@Heise:
Ich empfinde euren Beitrag als reine Panik-Mache.
Eine Differenzierung, indem der deutlich geringere Aufwand für Kleinunternehmen herausgestellt wird, hätte der Glaubwürdigkeit gut getan.

  1. Juristen-Werbung

    pb823
    1. Re: Juristen-Werbung

      HaaMi
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