Logo von Developer

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.682.592 Produkten

Rainald Menge-Sonnentag 1

re:Invent 2017: Amazon stellt Cloud-IDE AWS Cloud9 vor

re:Invent 2017: Amazon stellt Cloud-IDE AWS Cloud 9 vor

Die aus der Übernahme von Cloud9 hervorgegangene Entwicklungsumgebung zielt vor allem auf Teamfunktionen und die Anbindung an die Dienste von Amazon Web Services.

Nach zahlreichen Cloud-Ankündigungen auf der ersten Keynote der re:Invent 2017 in Las Vegas hat Amazon Web Services (AWS) eine interessante und fast überfällige Neuerung für Softwareentwickler angekündigt: AWS Cloud9 geht auf die Übernahme des Unternehmens Cloud9 als Hersteller einer der wichtigen Cloud-basierten Entwicklungsumgebungen zurück. Damit ist die Integration der Plattform in AWS abgeschlossen, nachdem es in den eineinhalb Jahren seit der Übernahme recht still um die Plattform war. Inzwischen hat sich Mitbewerber Nitrous komplett aus dem Geschäft zurückgezogen, und Eclipse Che geht mit seinem Workspace-Konzept weit über eine Cloud-IDE hinaus.

Anzeige

Im Zuge der Integration von Cloud9 in AWS haben die Macher das Backend auf Amazons Infrastruktur umgestellt, konkret auf Amazon EC2, AWS CloudFormation und AWS Identity and Access Management (IAM). Entwickler können ihre Cloud9-Instanzen direkt auf EC2-Instanzen laufen lassen. Der Dienst ist in den vergangenen Monaten für Bestandskunden von Cloud9 wohl wie gewohnt weiter gelaufen.

Das nun vorgestellte AWS Cloud9 setzt sich aus den Komponenten Editor, AWS-Integration und Collaboration-Tools zusammen. Die erste Komponente ist der quelloffene Editor Ace. Der Name, der als Akronym für Ajax.org Cloud9 Editor steht, deutet auf die Nähe zu Cloud9 hin. Er war bereits vor der Übernahme durch AWS der bevorzugte Editor für die Cloud9-IDE und ist der Nachfolger des Mozilla-Skywriter-Projekts. Der Editor bietet die üblichen, für Softwareentwickler wichtigen Funktionen wie farbliche Texthervorhebung, Autovervollständigung und Anbindung an Versionskontrollsysteme.

Der Editor bietet direkten Zugriff auf die Kommandozeile von AWS.
Der Editor bietet direkten Zugriff auf die Kommandozeile von AWS. (Bild: Amazon)

Ace bietet von Haus aus gut vierzig Modi für unterschiedliche Programmiersprachen, darunter JavaScript, Python, PHP, Ruby, Go und C++. Außerdem lässt er sich auch im Vim- oder Emacs-Mode mit den jeweils gewohnten Tastenkürzeln betreiben. Entwickler können die Tastaturbelegung freilich individuell anpassen. Neu in der AWS-Variante ist, dass Ace einen direkten Zugriff auf die AWS CLI, also die Kommandozeile für die Cloud-Dienste ermöglicht. Der Editor bietet zudem Anbindung an Debugging-Tools für zahlreiche Programmiersprachen, und weitere Tools zur Fehlersuche und Analyse lassen sich über Run Configurations hinzufügen.

Der Editor bietet eine Teamanbindung, die wohl ähnlich funktioniert, wie die vor kurzem vorgestellten Collaboration-Erweiterungen für GitHub Atom und Microsofts Visual Studio und Visual Studio Code. Entwickler laden andere in ihre Arbeitsumgebung ein und teilen sich danach mit ihnen das Codefenster, in dem jeder einen eigenen Cursor in einer individuellen Farbe hat. Neben dem Code lässt sich ein Fenster für den Gruppen-Chat einblenden.

Der Collaboration-Modus kombiniert Sourcecode und Chat.
Der Collaboration-Modus kombiniert Sourcecode und Chat. (Bild: Amazon)

Wenig verwunderlich hat Amazon Cloud9 um zahlreiche Funktionen erweitert, die eine Anbindung an die Cloud-Infrastruktur von AWS bieten. Die IDE hilft beim Einrichten der passenden EC2-Instanzen. Außerdem lassen sich Funktionen für AWS Lambda direkt aus der Entwicklungsumgebung heraus verteilen und verwalten. Die IDE hat zudem SAM local an Bord, um Serverless Applikationen lokal zu testen. Über AWS Codestar lassen sich zudem Builds, Tests und das Deployment automatisieren.

Anzeige

Weitere Details lassen sich dem AWS-Blog und der AWS-Cloud9-FAQ entnehmen. Anwender zahlen für die genutzten AWS-Dienste, zusätzliche Kosten für Cloud9 fallen nicht an. Bestandskunden von Cloud9 können weiterhin den Dienst über c9.io nutzen, aber Amazon plant mittelfristig, Wege zur Migration auf AWS Cloud9 anzubieten. (rme)

1 Kommentar

Themen:

Anzeige
  1. Amazon öffnet GameLift für Unity, Unreal und andere Spiele-Engines

    Amazon öffnet GameLift für andere Engines

    Das Cloud-Angebot war bisher auf Amazons Lumberyard ausgelegt. Nun können Entwickler beliebige Engines verwenden, die eine Anbindung über C++ oder C# ermöglichen.

  2. AWS CodeStar bietet Vorlagen für die Anwendungsentwicklung in der Cloud

    AWS CodeStar bietet Vorlagen für die Anwendungsentwicklung in der Cloud

    Amazons neuer Cloud-Service bietet Vorlagen, um die Bereitstellung, das Sicherheitsmanagement und die kontinuierliche Auslieferung von Anwendungen zu vereinfachen.

  3. Developer Snapshots: Programmierer-News in ein, zwei Sätzen

    Developer Snapshots: Programmierer-News in ein, zwei Sätzen

    heise Developer fasst jede Woche bisher vernachlässigte, aber doch wichtige Nachrichten zu Tools, Spezifikationen oder anderem zusammen – dieses Mal u.a. mit Eclipse Che, Visual Studio Code, Flutter, Next.js und Cutelyst.

  4. AWS re:Invent: Amazon präsentiert neue Dienste und Funktionen für Entwickler

    AWS re:Invent: Amazon lockt Entwickler mit Cloud-Offensive

    Amazon Web Services (AWS) hat auch gestern auf seiner Konferenz AWS re:Invent in Las Vegas eine Reihe neuer Services vorgestellt. Dieses Mal standen die Produkte für Entwickler im Fokus.

  1. Eclipse Che – die IDE der Zukunft?

    Eclipse Che – die IDE der Zukunft?

    Nach etwa zwei Jahren Entwicklung hat die Browser-IDE Eclipse Che Anfang 2016 die Beta-Phase verlassen. Ein guter Zeitpunkt, sich die Unterschiede zum traditionellen Eclipse und die Features von Che anzuschauen.

  2. Die Neuerungen von Linux 4.9

    Linux-Kernel 4.9

    Das XFS-Dateisystem kann jetzt doppelt gespeicherte Daten zusammenführen und große Dateien in Sekundenbruchteilen kopieren. Linux 4.9 verbessert zudem die Sicherheit. Neue Möglichkeiten zur Performance-Analyse erleichtern System- und Programmoptimierung.

  3. Arduino-Web-Editor ausprobiert

    Mit dem neuen Web-Editor lassen sich Arduinos direkt aus dem Browser programmieren. Vorteil und Nachteil: der eigene Quellcode wandert von der Festplatte ins Netz.

  1. Silicon Valley: Apples Shuttle-Busse angegriffen

    Neuer Apple Campus

    Der iPhone-Konzern betreibt wie andere IT-Konzerne auch ein eigenes Nahverkehrssystem, das Mitarbeiter von San Francisco in sein Hauptquartier bringt. Mehrere Fahrzeuge wurden nun attackiert – womöglich von Aktivisten.

  2. Fritzbox-Updates: Kommendes FritzOS 7 könnte zwei Router per Mesh-WLAN koppeln

    Fritzbox-Updates: FritzOS 7 könnte zwei Fritzboxen per Mesh-WLAN koppeln

    Der Routerhersteller AVM erwägt, die Mesh-Funktionen im erwarteten FritzOS 7 weiter auszubauen, um entfernte Geräte via Mesh anzukoppeln. Das erklärte die Firma im Rahmen einer Stellungnahme zu einem missverständlichen Facebook-Posting.

  3. Die Neuerungen von Linux 4.15

    Linux-Kernel 4.15

    Das noch diesen Monat erwartete Linux 4.15 schützt vor den Auswirkungen der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre. Ohne Performance-Verlust geht das aber auch bei Linux nicht. An weiteren Gegenmaßnahmen schrauben die Kernel-Entwickler bereits.

  4. Regulierer: Internet häufig langsamer als vertraglich vereinbart

    Deutsche Telekom

    Die Auswertung von rund 700.000 Bandbreitenmessungen bei der Bundesnetzagentur stellt den deutschen Zugangsanbietern kein besonders gutes Zeugnis aus: Viele Nutzer erhalten nicht einmal die Hälfte der versprochenen Bandbreite.

Anzeige