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Holger Schwichtenberg

Visual Studio 15.5 ist erschienen

Visual Studio 15.5 ist erschienen

Das fünfte Update von Microsofts Entwicklungsumgebung bringt Verbesserungen an der Performance und eine Reihe neuer Funktionen für .NET-, Xamarin- und Webentwickler.

In dem fünften Update von Visual Studio hat Microsoft einen Fokus auf der Verbesserung der Geschwindigkeit in einigen Bereichen gelegt, in denen die Entwicklungsumgebung sich bisher als träge erwiesen hat. Laut dem Blog-Beitrag zur Ankündigung hat sich die Leistung beim Laden großer C#- und Visual-Basic-.NET-Projekte, beim Erstellen neuer Projekte sowie beim Hinzufügen, Löschen und Umbenennen von Dateien in .NET-Core-Projekten verbessert.

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Für JavaScript- und TypeScript-Projekte ist eine Beschleunigung nun durch die Option only analyze projects which contain files opened in the editor möglich. Der Entwickler sieht dann aber in der Fehlerliste nur noch Probleme in den tatsächlich geöffneten Dateien. Webentwickler, die Angular (Version 2 oder höher) verwenden, erhalten nun Eingabeunterstützung in den Template-Dateien, wenn diese mit der Dateinamenserweiterung .ngml benannt sind. Für die serverseitige Webentwicklung mit der ASP.NET-Razor-Syntax bietet der Webeditor nun eine bessere Formatierung.

C#-Entwickler können in Visual Studio 15.5 die Syntax von C# 7.2 verwenden, .NET-Core-Entwickler nun Webservice-Proxies mit Add Service Reference anlegen, ohne dafür noch ein Zusatzwerkzeug installieren zu müssen. Für .NET Core ist jetzt die Entwicklung auch mit der funktionalen Sprache F# möglich.

Der Visual-Studio-Debugger kann in Verbindung mit der IntelliTrace-Funktion nun auch zu vorhergehenden Haltepunkten zurückkehren ("Historical Debugging"). Die Entwicklungsumgebung merkt sich an Haltepunkten den Zustand von Variablen und des Call Stack. Frühere Haltepunkte können Entwickler über das neue "Step Backward"-Symbol in der Symbolleiste oder in der Liste im Fenster Diagnostics Tools anspringen.

Historial Debugger in Visual Studio 15.5 (Bild: https://docs.microsoft.com/en-us/virtualization/windowscontainers/deploy-containers/version-compatibility)

Die Docker-Funktionen in Visual Studio unterstützen jetzt auch Multi-Stage-Builds in Docker-Dateien. Entwickler können über die neue Option Automatically start containers in background bewirken, dass Visual Studio schon im Hintergrund mit dem Laden von Images und dem Erstellen von Containern beginnt, wenn man ein Projekt mit Debugger-Unterstützung öffnet. Bei neuen Docker-Projekten mit Windows Containern verwendet Visual Studio automatisch das deutlich kompaktere Basis-Image von Windows Server 1709 – allerdings nur beim Betrieb von Visual Studio auf Windows 10 Version 1709 (siehe auch Windows Container Version Compatibility).

C++-Entwickler können jetzt Unit-Tests auch mit Google Test und Boost.test ausführen. Bei der Quellcodeverwaltung mit Git unterstützt der Team Explorer in Visual Studio nun auch die Funktionen Fetch Prune und Pull Rebase. Ebenso werden nun Submodule und Worktrees unterstützt.

Xamarin-Nutzer können nun schon beim Anlegen eines Projekts bei der Code-Sharing-Strategie ".NET Standard" wählen. Diese Option ersetzt die bisherige Möglichkeit, die Portable Class Libraries zu nutzen, die seit der Einführung von .NET Standard 2.0 im August als veraltet gelten. Bei der Entwicklung mit Xamarin.Forms kann man ab sofort den sogenannten Live Player nutzen, der eine Vorschau der Benutzeroberfläche im Android- und im iOS Simulator schon während der Eingabe des XAML-Codes zeigt. Dazu passend ist der iOS Simulator ab jetzt in jeder Version von Visual Studio enthalten, auch in der kostenfreien Community Edition. Weiterhin brauchen Entwickler dafür aber einen macOS-Rechner im Netzwerk, den sie aber nicht aktiv bedienen müssen. Den Dialog für den Verbindungsaufbau zu einem macOS-Rechner hat Microsoft durch mehr Statusanzeigen verbessert.

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Xamarin Live Player (Bild: https://blog.xamarin.com/whats-new-visual-studio-2017-version-15-5/)

Das Visual Studio-Update können Entwickler wie immer direkt aus der Entwicklungsumgebung heraus über Tools/Extensions and Update/Product Updates installieren. Falls das Update dort noch nicht angezeigt wird, kann man das Programm "Visual Studio Installer" separat starten und dort "Aktualisieren" wählen. Bei Installationsproblemen bekommen Nutzer nun als Hilfe direkt einige Links angezeigt. (Holger Schwichtenberg) / (bbo)

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