Logo von Developer

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Robert Lippert 1

Twitter sägt am Hashbang

Hashbangs werden gerne an URLs angehängt, um clientseitig durch dynamische Seiteninhalte navigieren zu können oder diese in einer für Suchmaschinen lesbaren Form aufzubereiten. Das verspricht Flexibilität für interaktive Anwendungen, Performance und wichtige Sichtbarkeit im Web. Die Technik ist jedoch nicht unumstritten – selbst die Ingenieure populärer Anwendungen wie des Kurznachrichtendienstes Twitter räumen ein, dass Hashbangs nicht schön seien. Zumindest Twitter scheint den Hashbang an seinen URLs nun abschaffen zu wollen. Dan Webb, Entwickler in Twitters Platform-Team, räumt ein, er werde vom Hashbang bald Abstand nehmen.

Anzeige

Das Problem von Hashbangs beginnt bereits mit dem Hash (#), da die Technik die eigentlichen Seiteninhalte im Grunde genommen versteckt. Die Angaben nach dem Hash (der eigentliche Hashbang, genauer: der Fragment Identifier) werden für die Abfrage eines URLs nicht mehr an den Server übergeben. Vielmehr liefert dieser JavaScript-Code zurück, der clientseitig die nötigen Parameter auswertet und dann die gewünschten Inhalte ausliefert. Vorausgesetzt, der Client ist in der Lage, den Code auch zu verarbeiten. Tim Bray liefert eine ausführliche Erklärung hierzu.

Bei Twitter werde man nach Angaben von Dan Webb wohl auf das HTML5-Feature pushState (Teil der HTML5 Session History) zurückgreifen, das eine Manipulation des URLs über JavaScript erlaubt. Die mit Hashes gewonnene Flexibilität bliebe so erhalten, gleichzeitig könne man weiter mit ganzen URLs arbeiten. Wie Dan Webb jedoch auch feststellt, gibt es keinen Weg zurück, wenn man die Technik erst einmal eingeführt hat (sofern man bestehende Links mit angehängten Hashbangs nicht ungültig machen will). Ob mit Hash oder nicht, Twitter werde nicht mehr ohne zusätzliches JavaScript für die Hauptseite seiner Domain auskommen können.

(Update vom 22. Februar 2012: Inhaltliche Ergänzungen) (rl)

1 Kommentar

Anzeige
  1. "GIF it to me, Baby!" – 30 Jahre Graphics Interchange Format

    "GIF it to me, Baby!" – Das GIF wird 30 Jahre alt

    Als kompakte Alternative zu den damaligen Bildformaten erblickte das Bildformat GIF 1987 das Licht der Welt. Es waren 30 bewegte Jahre, geprägt von Patentstreitigkeiten, gescheiterten Alternativen und einer kulturellen Revolution.

  2. Continuous Lifecycle London: Jetzt noch Vorschläge einreichen

    Continuous Lifecycle London: Jetzt noch Vorschläge einreichen

    Bis zum 30. November haben Interessierte noch die Chance, sich mit Workshops und Vorträgen für die zweite Auflage der englischen Konferenz rund um Continuous Delivery, DevOps und Container zu bewerben.

  3. Herbstcampus 2016: Nur noch zwei Wochen Frühbucherrabatt für Java-/.NET-Konferenz

    Herbstcampus 2016: Nur noch zwei Wochen Frühbucherrabatt für Java-/.NET-Konferenz

    Sechs Tutorien und rund 45 Sessions werden bei der neunten Auflage des Herbstcampus geboten. Frühbucherrabatte gibt es noch diese und nächste Woche.

  4. Twitter: Nicht angezeigte Tweets zu Trump sind keine Zensur

    Twitter & Trump: Nicht zugeordnete Antworten keine Zensur, sondern technisches Problem

    Der Kurznachrichtendienst zeigt Antworten anderer Nutzer auf Tweets des US-Präsidenten gelegentlich nicht korrekt an. Es handele sich um ein technisches Problem, das seit längerem bekannt ist, so Twitter. Man arbeite an einem Fix.

  1. LocationStrategy für den Angular 2 Router ändern

    In Single Page Applications in Opera Mini und einigen älteren Browser löst die Standardstrategie der URL-Bildung von Angular einen unerwünschten Rundgang zum Server aus. Die Umstellung auf die HashLocationStrategy ist die Lösung.

  2. HTML5: Wegbereiter des nativen Web

    HTML5-Logo

    Eine Schlüsseltechnologie im Web ist HTML5 – eine Auszeichnungssprache mit einem technologischen Umfeld, das den alten Java-Traum "Write once, run anywhere" erstmals Realität werden lässt.

  3. App-Entwicklung mit JavaScript, Teil 4: Eine universelle Sprache

    Cross-Plattform-JavaScript: Läuft im Browser und auf dem Server

    Spätestens mit der Veröffentlichung von Node.js 2009 hat JavaScript den Browser verlassen. Da sich ein- und dieselbe Sprache nun sowohl auf dem Client als auch dem Server ausführen lässt, ergeben sich spannende Möglichkeiten. Nur ob man JavaScript deswegen nun als universell oder isomorph bezeichnen soll, daran scheiden sich die Geister.

  1. "7 E-Books in 0,1 Sekunden": Vodafone startet 0,5 GBit/s-Anschlüsse in 100 deutschen Städten

    7 E-Books in 0,1 Sekunden: Vodafone startet 0,5 GBit/s-Anschlüsse in 100 deutschen Städten

    Rund 2,5 Millionen Kabel-Kunden können Vodafone-Internetanschlüsse mit bis zu 0,5 GBit/s buchen. Auch in Berlin startet der Ausbau.

  2. Gefährliche Hobby-Drohnen: Deutsche Flugsicherung bringt Wegweiser für Drohnen-Piloten

    Drohne und Flugzeug

    Private Drohnen können zur Gefahr für Flugzeuge werden. Mit einer App will die Deutsche Flugsicherung Hobbypiloten nun Orientierung bieten. Sie reagiert auf eine wachsende Zahl bedrohlicher Begegnungen.

  3. photokina: Neustart bei der weltgrößten Fotomesse

    Interview mit photokina-Manager Christoph Menke: Neustart bei der weltgrößten Fotomesse

    Die photokina wird modernisiert: U.a. soll die Fachmesse mit neuem Termin im Frühling, weniger Messetagen und jährlichem Turnus attraktiver werden. Für den Veranstalter steht viel auf dem Spiel. Ein Interview mit photokina-Manager Christoph Menke.

  4. 18-Jähriger meldet Fehler in Budapester E-Ticketing-System – und wird festgenommen

    18-Jähriger meldet Fehler in Budapester E-Ticketing-System – und wird festgenommen

    Das neue E-Ticketing-System für den Budapester ÖPNV war offenbar mit allzu heißer Nadel gestrickt. Ein 18-Jähriger Nutzer, der einen der Fehler entdeckte und dem Budapester Verkehrsunternehmen meldete, bekam daraufhin Besuch von der Polizei.

Anzeige