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Matthias Parbel

Java EE: Entwurf für die Gründung der EE.next Working Group vorgelegt

Java-EE-Nachfolger: EE4J nimmt Gestalt an

Während der Name für den Open-Source-Nachfolger von Java EE noch offen ist, sammelt die Eclipse Foundation in der Community Feedback zur Charta für die EE.next Working Group.

In der Nachfolge des Java Community Process (JCP) soll sich unter dem Dach der Eclipse Foundation künftig die EE.next Working Group um die Weiterentwicklung der Enterprise-Java-Technik kümmern, wie Mike Milinkovich, Geschäftsführer der Eclipse Foundation, in einem Blogbeitrag erläutert. EE.next steht dabei stellvertretend für den – wie von Oracle gefordert – noch zu bestimmenden neuen Namen des Java-EE-Nachfolgers. Als Top-Favoriten in dem noch laufenden Prozess stehen bis 23. Februar 2018 "Jakarta EE" und "Enterprise Profile" zur Wahl.

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Nachdem Oracle Java EE offiziell in die Verantwortung der Eclipse Foundation übergeben hat, wird die EE.next Working Group die bisherigen Aufgaben des JCP übernehmen. Die Community hat mindestens bis Anfang März Zeit, den vorgelegten Entwurf für die Charta der Working Group zu kommentieren und Feedback für zur Ausgestaltung der Tätigkeiten der Arbeitsgruppe abzugeben. Eine Beteiligung an der Diskussion ist beispielsweise über die betreffende Mailingliste möglich. Ergänzend zu den eher technischen Aufgaben des Project Management Committee (PMC) für Top-Level-Projekte der Eclipse Foundation kümmern sich die Working Group und das zugehörige Steering Committee primär um das Marketing für ein Projekt – darunter fallen vor allem Aktivitäten zur Steigerung der Marktpräsenz und dem Einsatz der Technik.

Während mit Sun und Oracle in der Vergangenheit kommerziell orientierte Unternehmen über den JCP Einfluss auf Java EE genommen und die Intellectual Property-Rechte überwacht haben, verspricht Milinkovich eine herstellerneutrale Ausrichtung der EE.next Working Group. Außerdem soll die neue Arbeitsgruppe deutlich agiler werden als dies in den zurückliegenden 15 Jahren unter der Kontrolle des JCP gelungen ist.

Eine der zentralen Aufgaben der EE.next Working Group wird die Gestaltung und das Management des Spezifizierungsprozesses sein. Die Mitglieder werden zudem den Review der Spezifikationen wie auch die Verabschiedung überwachen. Zur aktiven Teilnahme an der Arbeitsgruppe und deren vier Komitees (Steering, Specification, Marketing sowie Enterprise Requirements) sind grundsätzlich vier verschiedene Typen von Mitgliedern zugelassen: Strategic Members, Influencer, Participants und Committer.

Strategische Mitglieder sind typischerweise Anbieter von Java-EE-Implementierungen und machen den größten Teil der Arbeitsgruppenmitglieder aus. Zu den Influencern zählen vor allem größere Firmen, die Java EE in unternehmenskritischen Anwendungen einsetzen und daher ein strategisches Interesse an der Entwicklung der Plattform haben. Participants sind in der Regel Anbieter komplementärer Produkte und Services auf Basis von Java EE. Wie in der Governance-Struktur der Eclipse Foundation selbst, sind Committer in der Regel aktiv in den verschiedenen EE4J-Projekten tätig – häufig als Mitarbeiter von strategischen Mitgliedern.

Die konkreten Aufgaben und Pflichten der einzelnen Arbeitsgruppenmitglieder sind in der Charta genau definiert. Weitergehende Informationen zur EE.next Working Group finden sich im Blog von Mike Milinkovich.

Siehe dazu auf heise Developer:

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