Logo von Developer

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.527.223 Produkten

Alexander Neumann 147

Googles Programmiersprache Go in Version 1.0 veröffentlicht

Google hat rund zweieinhalb Jahre nach der ersten Präsentation die Version 1 der Programmiersprache Go veröffentlicht. Go ist eine sich von C ableitende und vor allem für die Systemprogrammierung gedachte Sprache. Maßgeblich an der Entwicklung des Sprachkerns beteiligt waren die bekannten Entwickler Rob "Commander" Pike und Ken Thompson, die gemeinsam mit Robert Griesemer seit 2007 an der Sprache werkelten. Die drei waren von den Programmiersprachen für die Systemprogrammierung frustriert und wünschten sich eine Sprache, die mit Multi-Core-Architekturen zurechtkommt und sich schnell ausführen und kompilieren lässt.

Den von Anfang an ziemlich stabilen Sprachkern ergänzten die Go-Entwickler nach der ersten Präsentation kontinuierlich um weitere Pakete der Standardbibliothek und zusätzliche Werkzeuge. So besteht die Go-Infrastruktur derzeit unter anderem aus Compiler, Garbage Collector und Tools für die Installation externer Bibliotheken.

Die nun stabile Version 1 stellt der Ankündigung zufolge den Status quo der Sprache dar, wie sie tatsächlich verwendet wird. Anwender haben mit dem neuen Release kein Redesign der Sprache zu erwarten, vielmehr dürften die Codebeispiele der Literatur zu Go 1 und früheren Versionen auch noch in einigen Jahren hilfreich für ihre Leser sein werden, wenn auch die Entwicklung an Go weitergeht.

Als auffällige Neuerungen hervorzuheben sind das Programm "go command" und das "go fix"-Tool. Ersteres liest die für den Kompilierprozess benötigten Informationen aus dem Sourcecode, ohne dass es dafür Makefiles benötigt. Das zweite Werkzeug hilft automatisiert beim Versuch, die Go-Programme auf den Status der neuen Version zu bringen. Hinzugekommen sind darüber hinaus neue Typen für Unicode-Zeichen, Erweiterungen der Standardbibliotheken, Umbenennungen diverser Packages und etliche Bugfixes. Wer mehr zu den Neuerungen erfahren will, sollte sich die Release Notes zu Gemüte führen.

Als Plattformen werden nach Linux und Mac OS X auf x86-Basis inzwischen auch FreeBSD, OpenBSD, Linux auf ARM-Basis und Windows unterstützt, erstmals jetzt auch in Binärpaketen. Go ist seit Mai 2011 in einem experimentellen Status für Googles App Engine verfügbar. Mit der nun erschienenen Version 1 soll schon bald offizieller Produktivstatus folgen. Außerdem unterstützt die GNU Compiler Collection (GCC) die Sprache seit letztem Jahr. Go steht unter der BSD-Lizenz quelloffen zur Verfügung. Mittlerweile zählen die Projektverantwortlichen über 200 Entwickler, die nicht für Google arbeiten.

Siehe dazu auch:

(ane)

147 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Googles Programmiersprache Go 1.7 bringt einige Weiterentwicklungen

    Programmiersprrache: Go 1.7 erschienen

    Die von Google ursprünglich als C-Alternative positionierte Programmiersprache Go bringt in Version 1.7 wenig Änderungen an der Sprache selbst. Viele Neuerungen stecken dagegen in den Tools und Bibliotheken.

  2. Programmiersprache: Go 1.7 erschienen

    Programmiersprrache: Go 1.7 erschienen

    Bei der nun freigegebenen Version 1.7 steckt viel Arbeit in der Weiterentwicklung von Tools und Bibliotheken, dafür gibt es wenig Änderungen an der Sprache selbst.

  3. Beta von Go 1.7 erschienen: Was sich ändert

    Beta von Go 1.7 erschienen: Was sich ändert

    Bei dem für August 2016 geplanten Go 1.7 gibt es wenig Änderungen an der Sprache selbst, dafür steckt umso mehr Arbeit in die Weiterentwicklung von Tools und Bibliotheken.

  4. C-Alternative: Programmiersprache Go 1.6 mit HTTP/2-Support veröffentlicht

    Go 1.6

    Googles als C-Alternative vorangetriebene Sprache setzt in der aktuellen Version auf HTTP/2 und soll die Zusammenarbeit von Go- und C-Code verbessern.

  1. Zielgerade für .NET Core: Release Candidate 2 veröffentlicht

    Die RC2-Versionen von .NET Core 1.0, ASP.NET Core 1.0 und Entity Framework Core 1.0 sind verfügbar.

  2. Rust: Junger C/C++-Herausforderer mit abwechslungsreicher Geschichte

    Rust ist eine noch junge systemnahe Programmiersprache, entwickelt und finanziert von Mozilla. Nach etwas mehr als fünf Jahren Entwicklung erscheint das Geisteskind von Graydon Hoare endlich in Version 1.0.0.

  3. Aus der Werkzeugkiste, Teil 2: Golo Roden

    Aus der Werkzeugkiste, Teil 2: Golo Roden

    Golo Roden ist ein passionierter JavaScript-Entwickler, der Einfachheit und Effizienz schätzt. Welche Werkzeuge zu dieser Einstellung passen, erzählt er im zweiten Teil unserer Tool-Interview-Reihe.

  1. Klartext: Zweckehen im australischen Busch

    Klartext

    Beziehungen funktionieren manchmal nicht von Anfang an, sondern weil man daran arbeitet, mit sich Arrangieren und gemeinsamen Erlebnissen. Das funktioniert manchmal sogar bei Beziehungen aus Hass. Wie beim Renault Koleos

  2. Falsche Frequenz: Rauchmelder wecken Kinder nicht

    Dundee University: Rauchmelder wecken Kinder nicht

    27 von 34 Kindern sind in einem Test der Dundee University nicht aufgewacht, als der Rauchmelder vor einem Brand warnte. Jetzt möchte die Universität eine neue Entwicklung testen.

  3. Todesstoß: Forscher zerschmettern SHA-1

    Forscher zerschmettern SHA-1

    Totgesagte sterben manchmal auch schneller. In einer Kooperation zwischen der CWI Amsterdam und Google gelang es, dem bereits angeschlagenen Hash-Verfahren SHA-1 mit einer echten Kollision den praktischen Todesstoß zu versetzen.

  4. Erster HFR-Film auf Ultra HD Blu-ray: Ang Lees irre Videotour

    Erster HFR-Film auf Ultra HD Blu-ray: Ang Lees irre Videotour

    In den USA hat Sony Pictures den ersten Spielfilm mit erhöhter Bildwiederholrate (High Frame Rate, HFR) auf UHD Blu-ray veröffentlicht. Wir haben uns "Billy Lynn’s Long Halftime Walk" angeschaut.

Anzeige