Logo von Developer

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Julia Schmidt 6

Docker versus Moby: Wie geht es mit Docker weiter?

Docker vs Moby: Wie geht es mit Docker weiter?

Nachdem die Vorstellung des Moby-Projekts Fragen zur Zukunft von Docker aufgeworfen hatte, wurde das Verhältnis der beiden Projekte zueinander jetzt noch einmal klarer formuliert.

Um eventuelle Verwirrung um die Zukunft von Docker bei dessen Nutzern aufzulösen, haben Solomon Hykes, Schöpfer der Anwendungs-Containertechnik, und seine Kollgen die räumliche Nähe auf der bis gestern gehenden DockerCon genutzt und gemeinsam die Moby-Website um eine Erklärung zum Verhältnis der beiden Projekte ergänzt. Demnach arbeite man schon eine Weile daran, die Docker-Codebasis in Komponenten wie das nun von der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) verwaltete containerd aufzuspalten. Ziel sei es, das monolithische Docker-Repository abzuschaffen und das Produkt Docker stattdessen aus den Komponenten zusammenzusetzen.

Wofür Moby gedacht ist?

An dieser Stelle kommt das Moby-Projekt ins Spiel, das neben Komponenten mit moby ein Kommandozeilenwerkzeug für eben solche Zwecke enthält. Bisher komme es lediglich zum Erstellen bootfähiger OS-Images zum Einsatz, zukünftig soll es aber auch das Docker-Projekt zusammenbauen. Für Nutzer der Software soll sich dadurch allerdings nichts ändern, da das Produkt weiterhin Open Source bleiben und über die Docker-Website zu beziehen sein soll.

Docker will Open-Source-Kollaborationen langsam nach Moby verschieben, wobei die Arbeiten normal weiterlaufen sollen, bis der Prozess abgeschlossen ist. Dafür schlägt das Unternehmen hinter dem Projekt vor, die Docker-Engine weiter in Komponenten aufzuspalten und die Docker UI sowie das SDK und Ähnliches zu entfernen. Letztere sollen dann bei der Organisation verbleiben. Tools und Komponenten, die derzeit zum Zusammenbau des Docker-Produkts dienen, aber für die Open-Source-Community von Interesse sein könnten, plant das Unternehmen als quelloffene Projekte freizugeben. Zur Verwaltung des Projekts soll eine von Fedora inspirierte, an der Community ausgerichtete Führung installiert werden, die sich darum kümmern soll, Wünsche der Community mit den Bedürfnissen kommerzieller Sponsoren ins Gleichgewicht zu bringen.

Beim Aufspalten von Docker entstehende Komponenten sollen bei Moby zumindest so lange unterkommen, bis ein passenderes Zuhause für sie gefunden ist. Moby wurde zu Beginn der DockerCon als "Lego-Set" für Systembauer vorgestellt, dass dem Zusammenstellen eigener Containersysteme dienen und somit die Verbreitung von Containerisierungstechniken vorantreiben soll.

Siehe dazu auf heise Developer:

(jul)

6 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. DockerCon: Docker besinnt sich mit LinuxKit seiner Wurzeln

    DockerCon: Docker besinnt sich mit LinuxKit seiner Wurzeln

    Nachdem im vorigen Jahr der Schwerpukt auf anderen Plattformen lag, gibt Docker nun mit LinuxKit eine Open-Source-Werkzeugsammlung zum Erstellen individueller, sicherer Linux-Subsysteme frei.

  2. DockerCon: Docker stellt "Lego-Set" Moby für Systembauer vor

    DockerCon: Docker stellt "Lego-Set" Moby für Systembauer vor

    Um die Verbreitung von Containerisierungstechniken voranzubringen, soll das Containerökosystem nicht nur gemeinsam an Komponenten arbeiten, sondern auch dabei helfen, sie zu Systemen zusammenzusetzen.

  3. Container: Docker macht HyperKit, VPNKit und DataKit Open Source

    Container: Docker macht HyperKit, VPNKit und DataKit Open Source

    Die nun freigegebenen Komponenten entstanden im Kontext der Entwicklung von Docker für OS X und Windows und sollen nun auch anderen Projekten bei Aufgaben wie der Integration virtueller Hardware helfen.

  4. Docker stellt Enterprise Edition und Zertifizierungsprogramm vor

    Docker stellt Enterprise Edition und Zertifizierungsprogramm vor

    Unternehmen sollen durch die nun vorgestellte Enterprise Edition mehr Unterstützung und Sicherheit erhalten. Nutzer der Community Edition sollen derweil von kürzeren Release-Zyklen und längerem Support profitieren.

  1. Eine UI für Docker

    Prinzipiell lassen sich alle Aufgaben, die im Zusammenhang mit Docker anfallen, über dessen Kommandozeilenwerkzeug erledigen. Für einen schnellen Überblick wäre eine grafische Benutzeroberfläche allerdings gelegentlich praktisch. Portainer schafft Abhilfe.

  2. Docker für Java-EE-Entwickler

    Impressionen vom Docker HOL auf der JavaOne

    Docker ist dieser Tage in aller Munde. Und zunehmend mehr Beispiele sind im Netz verfügbar. Ganze Open-Source-Projekte stellen seit Neuestem nicht nur einen einfachen ZIP-Download zur Verfügung, sondern bieten ein vorkonfiguriertes Docker Image an. Erfahrungen eines Java-EE-Entwicklers.

  3. Windows- und Linux-basierte Docker-Container auf Windows nutzen (Teil 1 von 2)

    Windows- und Linux-basierte Docker-Container auf Windows nutzen (Teil 1 von 2)

    Microsoft hat mittlerweile nicht nur in Windows 10 und Windows Server 2016, sondern auch in Visual Studio eine Unterstützung für Docker-Container eingebaut. Wie sie zu installieren und einzusetzen ist, soll ein Zweiteiler zeigen.

  1. Quellcode aus dem Herz von Windows 10 geleakt?

    Sicherheit

    Tagelang war auf betaarchive.com das Shared Source Kit für Windows verfügbar. Das Portal bestreitet, dass es sich hierbei um Quelltext für zentrale Funktionen von Windows 10 handelt, hat die Dateien inzwischen aber von seinen FTP-Servern entfernt.

  2. Schwimmbad als Handy-freie Zone?

    Fotoverbot im Schwimmbad

    Sollen Handys in Schwimmbäder generell verboten werden? Das fordern die sächsischen Datenschützer. Dem Verband für das Badewesen geht ein allgemeines Verbot allerdings zu weit.

  3. SSD-Langzeittest beendet: Exitus bei 9,1 Petabyte

    SSD-Langzeittest beendet: Exitus bei 9,3 PByte

    Am 23. Juni 2016 starteten wir einen SSD-Langzeittest, um zu ermitteln, wie lange die schnellen Flash-Laufwerke wirklich halten. Fast auf den Tag genau ein Jahr später hat sich das letzte Laufwerk verabschiedet – nach 9,1 PByte an geschriebenen Daten.

  4. Obama genehmigte offenbar geheime Cyber-Attacke auf Russland

    Bericht: Obama genehmigte geheime Cyber-Attacke auf Russland

    Laut einem Bericht erhielt Barack Obama im August 2016 Hinweise, dass sich Russland mit Hacking-Angriffen in den US-Wahlkampf einmischen wollte - und ordnete wohl in den letzten Tagen seiner Amtszeit Cyber-Operationen gegen Russland an.

Anzeige