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Rainald Menge-Sonnentag 21

Datenbanken: Erste Beta von PostgreSQL 10 erschienen

Datenbanken: Erste Beta von PostgreSQL 10 erschienen

Die kommende Hauptversion bringt einige Funktionen, die für Skalierbarkeit sorgen sollen. So erlaubt die native Partitionierung das Ausgliedern einzelner Bereiche als Datenbankobjekte, und parallele Queries sind unter anderem für Merge Joins möglich.

Das Team hinter der Open-Source-Datenbank hat die erste Beta von PostgreSQL 10 freigegeben. Die Neuerungen konzentrieren sich vor allem auf eine bessere Skalierung und Performance. Bereits im April hatte der am Projekt Beteiligte Robert Haas in einem Blogbeitrag eine Vorschau auf die Funktionen gegeben, die Interessierte mit der nun veröffentlichten Beta ausprobieren können.

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Zu den Neuerungen gehört unter anderem die sogenannte logische Replikation (Logical Replication). Im Gegensatz zur physischen Replikation überträgt das System dabei nicht die Daten Byte-weise, sondern verwendet ein Publish-Subscribe-Modell, bei dem ein oder mehrere Subscriber die Daten von einem Publisher-Knoten übernehmen. Auch eine kaskadierende Replikation, bei denen die Empfänger wiederum zu Publishern werden, ist möglich. Mit dem Ansatz sollen sich inkrementelle Änderungen besser übertragen lassen, und das System verschickt Änderungen zum Zeitpunkt ihres Auftretens. Auch die Interoperabilität unterschiedlicher PostgreSQL-Versionen lässt sich mit der logischen Replikation gut umsetzen, da sie unabhängig vom Speicherformat funktioniert.

Neu ist auch die Möglichkeit einer Berichs- und Listenpartitionierung als native Datenbankobjekte: Der Befehl PARTITION OF parent_table FOR VALUES partition_bound_spec erzeugt Tabellen als Partition der Elterntabelle. Somit müssen Entwickler für die Partitionierung nicht länger auf Vererbung zurückgreifen.

Mit der im Herbst 2016 erschienenen Version 9.6 hat PostgreSQL parallele Queries eingeführt. PostgreSQL 10 erweitert die Funktionalität nun auf Index- und Bitmap-Scans sowie Merge Joins. Außerdem können nicht-korrelierende Sub-Queries parallel ablaufen, und das Team hat den Einsatz der der parallelen Abfragen bei den prozeduralen Funktionen erweitert.

Schließlich bringt PostgreSQL erweiterte Sicherheitsfeatures wie die SCRAM-Authentifizierung (Salted Challenge Response Authentication Mechanism), konkret über SCRAM-SHA-256. Weitere Neuerungen sollen vor allem die Datenintegrität sicherstellen und verhindern, dass beim Schreiben Widersprüche entstehen. Und ein Failover-Konzept sorgt dafür dass Clients über libpq mit einer Reihe Hosts eine Verbindung versuchen und zum ersten verfügbaren aufbauen können.

Die vollständige Liste der Neuerungen lässt sich den Release Notes entnehmen. PostgreSQL bringt einige Änderungen mit, die inkompatibel mit vorherigen Hauptversionen sind, so haben die Macher beispielsweise für Write-ahead Logs xlog in wal umbenannt, um Missverständnisse zu vermeiden. Das Team hat eine Seite mit Informationen für Entwickler veröffentlicht, die die Beta ausprobieren möchten. Der Quellcode von PostgreSQL 10 ist über die Download-Seite verfügbar. (rme)

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