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Android Studio 3.0 hat Kotlin an Bord

Android Studio 3.0 hat Kotlin an Bord

Gut 20 neue Features bringt die kommende Version der auf IntelliJ IDEA aufbauenden IDE für Android. Neben Jetbrains JVM-Sprache Kotlin gehören die Java-8-Features, einige Design-Tools und neue Emulator-Funktionen zu den Highlights.

Google hat auf der I/O-Konferenz im Rahmen der Android-O-Vorstellung die kommende Version 3.0 von Android Studio angekündigt. Der Android-Developer-Blog gibt einen tieferen Einblick in das, was Entwickler von der kommenden Hauptversion erwarten dürfen, die übrigens als Android Studio 2.4 gestartet ist, das bereits seit geraumer Zeit als Preview verfügbar ist. Aufgrund der zahlreichen neuen Features habe man sich laut dem Blogbeitrag jedoch entschlossen, einen Versionssprung auf 3.0 zu vollziehen.

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Die ersten als 2.4 verfügbaren Releases waren bereits auf Android O vorbereitet, und Entwickler dürfen erwarten dass Google neue Features der kommenden Android-Version schnell in Preview-Releases von Android Studio integrieren wird. Zu den spannenden Neuerungen, die Google auf der I/O für Android Studio angekündigt hat, gehört vor allem, dass Entwickler künftig in der IDE ihre Anwendungen in der JVM-Sprache Kotlin schreiben können.

Google
Android Studio enthält eine Funktion zum Umwandeln von Java- in Kotlin-Code. Bild:Google

Eine große Überraschung ist die Integration jedoch nicht, da Kotlin ebenso vom Toolhersteller JetBrains stammt wie die Entwicklungsumgebung IntelliJ IDEA, die wiederum die Basis von Android Studio ist. Zudem stößt Kotlin als Sprache für Android-Apps bei Entwicklern auf ein wachsendes Interesse. Unter anderem bietet sie fortschrittliche Sprachfeatures, bleibt aber gleichzeitig bei Java-6-Bytecode und damit zu allen Android-Versionen kompatibel.

Auch die weitere Anpassung an die Sprachfeatures von Java 8 ist keine Überraschung, obschon es kürzlich einige Hürden gab, die letztlich dazu führten, dass sich Google von der Jack-Toolchain verabschiedet hat. Letztere war ursprünglich dazu gedacht, die Integration der Java-8-Features in Android zu vereinfachen, führte aber zu zahlreichen Problemen mit Tools von Drittanbietern, sodass Google die Notbremse gezogen und beschlossen hat, den javac-Compiler an Java 8 anzupassen. Einige Java-8-Funktionen erbt Android Studio von IntelliJ IDEA 2017.1, darunter das Java 8 Language Refactoring.

Für das Oberflächen-Design bringt Android Studio 3.0 einen erweiterten Layout-Editor mit, der unter anderem ein weiteres Update zum ConstraintLayout enthält, das Android Studio seit Version 2.2 unterstützt. Außerdem kennt die IDE neuerdings die sogenannten Adaptive Launcher Icons, die sich auf verschiedenen Android-Endgeräten in unterschiedlicher Form und Darstellung präsentieren. Android O ermöglicht die Einbindung individueller Zeichensätze, und Android Studio will Entwickler mit der XML Font Preview und einem Tool zur Auswahl des Zeichensatzes bei der Integration unterstützen.

Google
Das Erstellen verschiedener Icons für diverse Systeme ist umständlich genug, aber Android Studio hilft zumindest bei der Verwaltung der Symbole. Bild:Google

Auch der Emulator bringt zahlreiche neue Funktionen. So bietet er zumindest in der Linux- und Windows-Version OpenGL ES 3.0, für macOS soll die Unterstützung für die embedded Variante von OpenGL in Kürze folgen. Außerdem bietet der Emulator ein Tool zum Erstellen von Bugreports während der Tests über Tool Bar | Extended Controls | Help | Emulator Help | File a Bug. Für Android-Wear-2.0-Apps gibt es eine virtuelle Krone, die das Drehen am Rotary Input emuliert.

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Schließlich ist die Entwicklungsumgebung auf die IoT-Variante (Internet of Things) des Betriebssystems mit dem Namen Android Things vorbereitet und hat dafür einige Vorlagen im Assistenten für neue Projekte und neue Module an Bord. Weitere Details wie die erweiterten Build-Features und die Option, beliebige APKs zu Debuggen, lassen sich dem Blogbeitrag entnehmen. Android Studio 3.0 steht über den Canary-Channel zum Herunterladen bereit.

Siehe dazu auf heise Developer:

(rme)

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