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Alexander Spier 1

Root-Zugriff und Custom-ROMs mit Android

Android ist für den Nutzer wie ein goldener Käfig. Der sieht schön aus, ist ziemlich bequem und wird von Google sauber gehalten. Doch viele wünschenswerte Dinge verwehrt Google den Anwendern.

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Es gibt gute Gründe fürs Rooten: Nur damit lassen sich zum Beispiel unerwünschte Hersteller-Apps entfernen und andere auf die SD-Karte auslagern. Es ist unter Android der einzige Weg, ein vollständiges Backup des Systems anzulegen. Auch lässt sich nur mit Root-Rechten so manches neugierige Programm wirklich nachhaltig in die Schranken weisen und nervige Werbung in Apps blockieren. Wem die Oberfläche des Geräteherstellers oder die von Google nicht zusagt, kann sie mit Root-Rechten fast beliebig umbauen. Erst auf einem gerooteten Gerät kann man das Optimum aus Android herausholen und die volle Kontrolle darüber gewinnen.

Video: Nachgehakt

Doch diese Allmacht hat auch ihre Schattenseiten, denn mit Root-Zugriff hebelt man wichtige Teile von Androids Sicherheitskonzept aus und macht sich angreifbarer für Schadsoftware und Spione. Anders als in der Vergangenheit drückt Aufpasser Google beim Rooten deshalb nicht mehr beide Augen zu und überlässt die Kontrolle nicht allein den Geräteherstellern.

Google gibt App-Entwicklern Möglichkeiten an die Hand, ein gerootetes Gerät zu erkennen und es auszuschließen. So will Pokémon Go das Cheaten mit gefälschten GPS-Standorten verhindern und Snapchat das Mitschneiden von Inhalten unterbinden. Zudem reagiert Googles DRM-System Widevine allergisch auf unautorisierte Änderungen am System. Dieses DRM nutzen diverse Streaming-Dienste, darunter auch Netflix. Root-Zugriff schränkt also die Alltagstauglichkeit des Smartphones sogar mitunter ein.

Einige gute Gründe fürs Rooten von Android sind inzwischen auch einfach entfallen: Es gibt ein brauchbares Rechtesystem, Stromverbrauch und Ressourcenhunger gehen dank Doze-Modus und strengeren Richtlinien für Entwickler zurück. Sogar die Updates versucht Google endlich einfacher zu machen.

Lohnt sich da Rooten überhaupt noch und wofür benötigt man es weiterhin unbedingt? Was ist eigentlich mit den Custom-ROMs, die oft in die Update-Bresche sprangen, wenn Hersteller versagten? Die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten wägt der Artikel ab. Entscheidet man sich fürs Rooten oder den Einsatz eines Custom-ROMs, gibt es am Ende noch Hinweise, worauf man dabei achten sollte und wo Fallstricke lauern. Auf eine exakte Anleitung haben wir aufgrund der unüberschaubaren Zahl an Smartphones jedoch verzichtet. ...

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Links zu diesem Artikel

  1. Notwendige Werkzeuge zum Flashen
    In diesem Paket von der Android-Entwicklerseite gibt ADB und Fastboot.
  2. Samsung Odin
    Hier gibt es zahlreiche Versionen von Odin zum Download. Mitunter muss man eine ältere Version nehmen, damit das Flashen funktioniert.
  3. Magisk
    Systemless Root, SU-Software und mehr. Kann auch den Root vor ausgewählten Apps verstecken und originale Images selber patchen.
  4. SuperSU
    Eine SU-Alternative zu Magisk, die auf zahlreichen Geräten läuft, sich aber nicht so gut verstecken lässt.
  5. TWRP Custom Recovery
    Mit TWRP lassen sich Android-Images und die Root-Software flashen.

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