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Martin Franz 39

Vorstellung: Mercedes A-Klasse 2018

Jugendpflege 2.0

Die ersten beiden Generationen der A-Klasse wurden oft als Rentnermobile verspottet, wurde jedoch für ihr Verhältnis von äußeren Abmessungen und Platzangebot im Innenraum vielfach gelobt. Hinzu kamen eine einfache Bedienung und eine Rundumsicht, die es heute fast nirgendwo mehr gibt. All das wurde bekanntermaßen mit Verve entsorgt, und der Erfolg der dritten Auflage muss die Verantwortlichen ermutigt haben, noch einen Schritt weiterzugehen. Denn auch wer sich diesseits der Silversurfer-Generation der vierten Auflage in Vollausstattung nähert, sollte sich bewusst sein, auf was er sich da einlässt.

Versprechen: Mehr Komfort

Die erste Ausfahrt mit den nur noch schwach getarnten Prototypen hat gezeigt, dass Mercedes beim Platzangebot etwas nachgebessert hat, ohne freilich auch nur ansatzweise an alte Größe heranzureichen. Zugleich hat Mercedes an Geräuschdämmung und einer feineren Fahrwerksabstimmung gearbeitet – auch hier sind große Fortschritte zu erwarten. Optisch bleibt sich die A-Klasse dagegen treu: Obwohl, so betont Mercedes, kein Blechteil von der alten A-Klasse übernommen wurde, ist die neue als solche sofort zu erkennen.

Neue Helfer

Im Kern soll die A-Klasse in zwei Bereichen bisherige und neue Kunden überzeugen. Einer davon ist eine Reihe von Assistenten. Einen Abstandstempomaten gab es schon bisher. Nun ist er mit dem Navigationssystem verbunden und passt das Tempo an Kreuzungen und Kurven an. Die Warnung vor Objekten im toten Winkel meldet nun auch Fahrradfahrer. Das hätte sich vermutlich manch ein Fahrer der dritten A-Klasse schon gewünscht, denn die Rundumsicht war so ziemlich die übelste, die man in dieser Klasse erwerben konnte. Der Neue scheint hier etwas besser zu sein, bleibt aber natürlich von dem, was in diesem Segment einst üblich war, weiterhin meilenweit entfernt.

LED-Scheinwerfer sind in dieser Klasse keine Besonderheit mehr – Mercedes bot schon bisher diese Technik an. Neu hinzu dürfte aber eine Matrix-Funktion kommen. Sie richtet das Licht so aus, dass das Fernlicht an bleiben kann, während die erfassten Verkehrsteilnehmer im Schatten bleiben. Wer damit in einem Auto, in dem das gut funktioniert, nachts mal auf der Landstraße unterwegs war, möchte es nicht mehr missen.

Bedienung für Fortgeschrittene

Der zweite Bereich, der die neue A-Klasse von der Konkurrenz abgrenzen soll, betrifft das Infotainmentsystem. Wer hier kräftig investiert, bekommt optisch ein ähnliches Konzept geboten wie in S- und E-Klasse. Dabei gibt es feine Unterschiede, und damit ist nicht nur der Mini-Blendschutz über dem Display gemeint, der hier entfällt. Anders als in den großen Modellen setzt Mercedes in der vierten A-Klasse nicht nur auf einen Controller samt kleinem Touchpad, sondern zusätzlich auch einen Touchscreen und eine stark ausgeweitete Sprachsteuerung. Gerade letzteres soll neue Maßstäbe setzen. So versteht das System auch Befehle wie „mir ist kalt“ und erhöht dann die Temperatur im Innenraum.

Darauf muss man sich einlassen wollen, wobei Mercedes vorerst keinen zwingt: Die geballte Ladung dieser Vernetzung bekommt nur, wer zuzahlt. All das von Vornherein zu verteufeln, wäre nicht nur vorschnell, sondern zu einen gewissen Grad auch ungerecht: Eine zahlungswillige Klientel wünscht sich offenbar einen ständig wachsenden Funktionsumfang. Da diese Zielgruppe bereit ist, zum Teil horrende Aufpreise zu akzeptieren, wird sie bedient. Das mit einem Dreh-Drücksteller beherrschen zu wollen, ist freilich schon mittelfristig absolut illusorisch.

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