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Martin Franz 60

Vorstellung: Ford Focus

Weltmeisterschaft 4.0?

Es ist eine sehr deutsche Sicht, die den kompakten Ford stets als dritte Kraft wahrnimmt. Global war der Focus in der Vergangenheit des Öfteren das am häufigsten hergestellte Auto der Welt. Nun stellt Ford die vierte Generation des Focus vor – und preist sie mit markigen Worten an: Man habe das beste Auto auf die Räder gestellt, das es in der kompakten Mittelklasse derzeit gebe. Das erscheint kühn und weckt Erwartungen.

Im Stil der Zeit

Optisch gibt sich der vierte Focus betont unauffällig und ganz im Stil der Zeit. Wer es nicht glaubt, entferne gedanklich einmal die Typenschilder von Mercedes A-Klasse, Hyundai i30 oder Kia Ceed – eine Markenzuordnung dürfte wenig auto-affinen Menschen ziemlich schwerfallen. Das muss kein Nachteil sein, denn ein allzu polarisierendes Design dürfte es global schwer haben. Und Ford wird den weltweiten Erfolg nicht gefährden wollen. Ein Nachteil der Gestaltung lässt sich beim Kombi allerdings schon ausmachen: Das hintere Seitenfenster ist derart klein, dass die Rundumsicht erheblich schlechter als bisher sein dürfte.

Aufzuholen hatte der Focus vor allem in zwei Bereichen. Eines betrifft die wahrgenommene Qualität. Obwohl der Focus alles andere als klapperig war, hinterließ die Zusammensetzung der Bauteile einen teilweise etwas grobschlächtigen Eindruck, womit sich das Auto unter Wert verkaufte. Qualität und vor allem die Zuverlässigkeit waren beim seit Dezember 2010 gebauten Modell gar nicht übel. Ford besserte beim Eindruck mit dem 2014er-Facelift nach, doch der ganz große Schritt soll nun erfolgen.

Dass das klappen könnte, hat der neue Fiesta im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt. Er hat den Vorgänger in dieser Hinsicht deutlich übertroffen, ähnliches dürfte Ford auch beim Focus gelingen. Entschärft hat Ford auch die eigenwillige Gestaltung des Armaturenbretts. Auf mich wirkt das eleganter und trotzdem nicht bieder. Die ersten Bilder zeigen eine Version mit Automatik, die künftig über einen kleinen Drehschalter bedient wird. Das schafft Platz, den Ford mit zwei Becherhaltern verschwendet – möglicherweise sind die aber nur optional.

Mit Knöpfen

Zahlreiche Details wirken vertraut, obwohl Ford auf einem weißen Blatt Papier begonnen haben will. Dazu gehören Kombiinstrument, Lenksäulenhebel, Lenkrad, Bedienung der Fensterheber. Sehr gut gefällt mir, dass Ford sich nicht der Illusion eines knopflosen Cockpits hingibt. Das mag nicht modisch wirken, erleichtert aber den täglichen Umgang mit dem Auto. Grundfunktionen wie laut/leise, warm/kalt, Titel- oder Radiosenderwechsel lassen sich ohne Ablenkung und langes Gewurschtel in Menüs bedienen, was leider längst nicht mehr überall so ist.

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