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Wasserstoffexplosion

Unerwarteter Ansturm auf das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai

Tokyo (Japan), 15. Januar 2015 ― Toyotas oberste Verkäufer reiben sich die Augen: Im ersten Monat auf dem Markt seit seiner Vorstellung am 15. Dezember 2014 wurden rund 1500 Mirai bestellt. Die Prognose lag kräftig daneben, Toyota ging von nicht einmal einem Drittel dieser Menge für das gesamte laufende Jahr aus.

Immerhin 40 Prozent der Kunden sind Privatleute

Bei der Präsentation hatte Toyota bekanntgegeben, etwa 400 Stück bis Ende 2015 verkaufen zu wollen. Bis 2017 sollen in den USA mehr als 3000 Mirai verkauft sein. Für den europäischen Markt, also vorwiegend Großbritannien und Deutschland, sind bis 2016 lediglich 50 bis 100 Autos jährlich vorgesehen.

Die Überraschung ist offenbar nur zum Teil gespielt. Wäre es nur der bekannte Marketingtrick, mit dem man als Hersteller im Anschluss gleich noch mal eine Erfolgsmeldung herausgeben kann, würde Toyota nicht zugeben müssen, dass wegen der massenhaften Bestellungen nun ein Produktionsengpass droht. Er soll zu einer deutlich längeren Lieferzeit führen als ursprünglich angenommen. Wie Toyota meldet, kommen etwa 60 Prozent der Bestellungen von öffentlichen Flottenbetreibern und Firmenfuhrparks, der Rest sind Privatleute. Die meisten Mirais wurden in Tokyo sowie den Bezirken Kanagawa, Aichi und Fukuoka bestellt. Der Preis in Japan beträgt rund 7,2 Millionen Yen (49.500 Euro).

In Europa und den USA soll der Wagen ab Sommer kommenden Jahres angeboten werden. In Kalifornien sollte er inklusive der bei Nullemissionsfahrzeugen üblichen Steuererleichterungen rund 45.000 US-Dollar kosten. Für Deutschland rechnen wir auf einen Einführungspreis von 60.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Bis 2025 soll der Preis auf das Niveau eines vergleichbaren Hybridautos sinken.

Kritiker weisen auf den schlechten Wirkungsgrad von Brennstoffzellen hin und auf die Tatsache, dass eine Umweltentlastung erst dann eintreten kann, wenn der Wasserstoff aus regenerativen Energiequellen gewonnen werden kann.

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