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TVR Griffith: Auferstanden aus Ruinen

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Ein Unternehmen kann oft nur im Vergleich mit der Konkurrenz bewertet werden. Das gilt vor allem im Automobilbereich, da hier sonst zu viele Geschmacksfragen in die Bewertung mit einfließen. Und dies im Hinterkopf kann gesagt werden, dass TVR zu den erfolgreichsten Autofirmen Englands gehörte. Schließlich überstand die Marke alle Widrigkeiten des britischen Automobilbaus und ging erst nach der Jahrtausendwende unter, als ein russischer Geschäftsmann übernahm. Mit dem neuen TVR Griffith, der in diesem Jahr präsentiert wurde, ist die Firma aber wieder der Zukunft zugewandt.

TVR ist eine griffige Kurzform für Trevor. Das wiederum ist die Offensivduzer-Variante von Trevor Wilkinson, der die Marke 1947 gegründet hatte. Wilkinson baute ein Fahrzeug mit Gitterrohrrahmen und Ford-Motor. 1958 entstand mit dem TVR Grantura die DNS der Marke. Soll heißen: Gitterrohrrahmen, Glasfaserkarosserie und starker Motor.

Von da an ging es stetig bergauf, wenn auch eine Diversifikation ausblieb. Die Marke blieb bei ihrer sportlichen Kernkompetenz und damit naturgemäß bei eher kleinen Stückzahlen. 2004 ging die Marke an einen russischen Unternehmer und damit den Bach runter. Die letzte Meldung stammte aus dem Jahr 2013 als die Namensrechte an ein britisches Konsortium unter Leitung des Unternehmers Les Edgar gingen. Letzterer ist Gründer von „Bullfrog Productions“. Einer Videospielfirma, die von Electronic Arts übernommen wurde und dort zu Grunde ging. Edgar kündigte an, TVR zurück nach Le Mans zu bringen. 2015 war das.

Britisches Ground-Effekt-Auto

Dass die Ansage ernst gemeint war, konnte auf dem Goodwood Revival Festival bestaunt werden. Dort stand der TVR Griffith. Es zeigte sich, dass sich Edgar das Who-is-Who ins Boot geholt hatte, um seine Ankündigung Wirklichkeit werden zu lassen.

So steuerte Gordon Murray, der ehemalige Formel 1-Designer, das technische Konzept bei. Soll heißen: Zweisitzer mit Frontmotor und Standardantrieb, dazu eine 6-Gang-Handschaltung. Einen Spoiler braucht es nicht, ganz britisch ist der TVR Griffith ein Ground-Effekt-Auto. Wie es der Gründer der Marke gewollt hätte, kommt außerdem wenig Technik zum Einsatz. ABS? Ja. Einstellbare Traktionskontrolle? Auch. Das war es dann allerdings.

Der Motor kommt von Cosworth. Die haben dem Fünfliter-Saugmotor, der sonst im Ford Mustang seinen Dienst tut, 507 PS angedeihen lassen. Viel Kraft für ein vergleichsweise kompaktes Auto. 4,31 Meter Länge, 1,85 Meter Breite und beinahe rekordverdächtige 1,24 Meter Höhe sind nicht viel Platz. Das Gewicht konnte 50:50 zwischen den Achsen verteilt werden. In rund vier Sekunden ist die magische Tempo-Hundert-Hürde genommen, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 322 Stundenkilometern angegeben.

Erstaunlich an dem Konzept: Gerade einmal 90.000 Pfund will TVR für den neuen Griffith haben. Es ist der puristische Gründergedanke von Trevor. Produktionsstart ist allerdings erst Ende 2018.

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