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Florian Pillau 318

Schweiz: Erstmals E-Auto an der Zulassungsspitze

Im März 2019 entfielen die meisten Neuzulassungen in der Schweiz auf ein Elektroauto. Mit 1094 neu in den Verkehr gebrachten Tesla Model 3 setzte sich erstmals in der Geschichte ein Batterie-Auto vor ein konventionell angetriebenes. Mit deutlichem Abstand folgten 801 Skoda Octavia (Test) 546 VW Golf (Test), die seit Jahren bestverkauften Modelle in unserem Nachbarland. Die Zahlen kommen von Auto Schweiz, der Vereinigung der offiziellen Automobil-Importeure und Lobbyverband für die eidgenössische Motorfahrzeugbranche.

Tesla Model 3
Ein Tesla Model 3 vor dem Werk
(Bild: h/A Archiv)

Das Tesla Model 3 ist in der Schweiz mindestens so erfolgreich wie anderswo: Seit seinem Verkaufsbeginn Ende Februar 2019 erreichte es 1371 Neuzulassungen. Damit konnte Tesla Schweiz bereits im ersten Quartal 2019 mehr Fahrzeuge verkaufen als 2018 insgesamt. Der große Verkaufserfolg geht allerdings stark zulasten des bisher meistverkauften Tesla Model S (Test), das bisher das meistverkaufte Elektroauto in der Schweiz war. Sein Anteil ging im gesamten ersten Quartal 2019 auf lediglich 129 Stück zurück. Vom Batterie-SUV Model X (Test) verkaufte Tesla im selben Zeitraum 97 Exemplare.

Man muss diese historische Meldung zwar klar als Sondereffekt interpretieren und kann davon ausgehen, dass fossil angetriebene Autos auch in der Schweiz mittelfristig weiterhin kräftig dominieren werden, doch darf man davon ausgehen, dass sich Tesla mit dem Model 3 eine gute Startposition unter seinen Wettbewerbsmodellen verschafft hat. Die Neue Zürcher Zeitung zählt dazu explizit Jaguar I-Pace (Test), Audi E-Tron und Hyundai Kona EV (Test).

Noch wird das Tesla Model 3 nur als Allradmodell mit großer Reichweite für 57.900 Schweizer Franken (51.353 Euro) angeboten. (In Deutschland 55.400 Euro, als Performance-Version 66.100 Euro). Als günstigere 2WD-Variante könnte das Elektroauto damit später im Jahr noch etwas größere Marktanteile erobern.

Warum es zu diesem Durchbruch ausgerechnet in der Eidgenossenschaft kam, wo, ähnlich wie in Deutschland und Österreich, Autos aus dem Volkswagen-Konzern mit Abstand dominieren? Dazu nennt die Neue Zürcher Zeitung spezifische Gründe: Neben einer im europäischen Vergleich hohen Kaufkraft als Voraussetzung sieht sie zudem „die Einstellung vieler Schweizer Kunden, die als "Early Adopters" neuen Technologien gegenüber offen sind“. Darüber hinaus hätten Autokäufer in der Schweiz mangels einer nationalen Autoproduktion „keine Berührungsängste mit asiatischen und amerikanischen Automarken.“

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