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Stefan Grundhoff 8

Neuvorstellung: BMW i8 Roadster

Stoff statt Kraft

Das elektrisierte Doppelpack aus BMW i3 und i8 steht für einen kräftigen Innovations- und Imageschub der Münchner Bayern. Doch nach dem Cityflitzer i3 und dem sportlichen i8 wurde es, abgesehen von einem i3-Akkunachschlag und nach Ankündigungen von BMW betreffend den Crossover iNext (ab 2021) und dem Tesla 3-Gegner BMW i Vision Dynamics, ruhig um BMWs Elektrifizierung.

Nach der Modellpflege des BMW i3 bekommt das i8 Coupé einen Ableger als Roadster. Die Überraschung hält sich in Grenzen, denn Design und Konstruktion des Coupés waren augenscheinlich darauf angelegt, eine offene Version abzuleiten. Einen ersten Ausblick darauf gab es bereits auf der Consumer Electronic Show 2016 in Las Vegas, die Serienversion wird kommenden Mai auf die Straßen gelassen.

Das Serienmodell steht jetzt, knapp zwei Jahre später, jedoch nicht auf der elektro-geneigten CES, sondern auf der Los Angeles Autoshow 2017. Wie schon beim BMW i3 / i3s geht die neue Karosserievariante einher mit einer leichten Modellpflege für das bekannte i8 Coupé.

Optisch haben sich BMW i8 und i8 Roadster durch die Überarbeitung kaum gegenüber dem bisherigen Modell verändert. Neu sind jedoch Sitze, Dachkonstruktion, Touchscreen-Display, sowie optionale Keramikelemente oder Karbonzierleisten, die mehr Gediegenheit in den Innenraum bringen sollen.

Das Verdeck vergrößert den Laderaum

Die Roadsterversion des neuen BMW i8 verfügt über ein elektrisches Softtop, das sich bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h auch während der Fahrt in 15 Sekunden öffnet und schließt. Das Dach versteckt sich anstelle der hinteren Notbank fast senkrecht hinter den beiden Sitzen, wodurch ein weiterer Laderaum von 100 Litern entsteht.

Der von vielen erhoffte spürbare Leistungsnachschlag bleibt jedoch aus, denn der BMW i8 wird als Coupé und Roadster unverändert vom bereits bekannten 1,5 Liter großen Dreizylinder-Turbomotor angetrieben. Immerhin bekommt der Elektromotor, der die Vorderräder antreibt, eine Leistungsspritze um 12 auf insgesamt 143 PS. Die Systemleistung des Hybridautos steigt damit auf 275 kW / 374 PS.

Wichtiger dürfte für viele Kunden die neue Hochvoltbatterie sein, die mit 34 Ah (statt bisher 20 Ah) deutlich mehr Leistung und Energiegehalt (11,6 statt 7,1 kWh) bietet. So sollte die rein elektrische Reichweite auf über 50 Kilometer steigen. Die Fahrleistungen bleiben wie gehabt. 0 auf Tempo 100 in 4,6 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h stehen einem in Aussicht gestellten Normverbrauch von 2,1 Litern Super gegenüber.

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