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Mercedes AMG Project One

„Kein Selbstzweck“

Wie kann man als Hersteller schneller Autos mit Wurzeln im Motorsport seinen 50. Geburtstag überzeugender feiern als mit einem spektakulären Sportwagen? AMG übernimmt dazu große Teile der Antriebstechnik des 2015er Formel-1-Rennwagens in einen Straßenrennwagen. Die Weltpremiere der sehr seriennahen Studie findet auf der Frankfurter IAA statt.

Project One ist damit eine Umsetzung der Idee, Formel-1-Hightech in ein Straßenauto zu implementieren. Der Gedanke ist nicht neu und liegt auch nah – schließlich wurden immer wieder Klein- und Kleinstentwicklungen nach Jahren harter Rennerprobung Schritt für Schritt in die Serie übernommen. Motor, Getriebe, Fahrwerk und Fertigungsverfahren – so manches, was heute in Großserie gebaut wird, entstammt Formel-1- oder Le-Mans-Autos.

„Motorsport ist für uns kein Selbstzweck. Unter maximalem Wettbewerb entwickeln wir Technologien, von denen später auch unsere Serienfahrzeuge profitieren“, sagt Daimler-Chef Dieter Zetsche zu diesem Thema. Umgekehrt findet aber auch verböserte Großserientechnik in die schnellsten Renngeräte – prominentester Fall in der Formel eins ist die Hybridtechnik.

Mit Renn- und verböserter Großserientechnik

Angetrieben wird der teuerste Serien-Mercedes aller Zeiten von einem 1,6 Liter großen V6-Turbomotor, der von vier Elektromotoren unterstützt wird. Einer mit rund 90 Kilowatt treibt dabei das Verdichterrad an, das Turbolöcher beim Anfahren oder Lastwechseln füllt, bevor diese überhaupt entstehen können. Einen Teil der Energie aus dem Abgasstrom nutzt er, um als Generator elektrische Energie zu erzeugen und diese entweder per Rekuperation in der Hochvolt-Lithium-Ionen-Batterie zu speichern oder als zusätzlichen Vortrieb einem weiteren Elektromotor zuzuführen. Dieser leistet 120 kW, ist direkt am Verbrennungsmotor positioniert und über einen Stirnradantrieb mit der Kurbelwelle verbunden.

Zusätzlich wird das Fahrzeug durch zwei zusätzliche Elektromotoren an der Vorderachse zum agilen Allradler. Pro Rad leisten die Elektromodule jeweils weitere 120 kW oder 163 PS, die aus dem Stand verfügbar sind. Sie sind mit je einem Untersetzungsgetriebe mit den Vorderrädern verbunden. Die rein elektrisch angetriebene Vorderachse wird das individuelle Beschleunigen und Abbremsen jeweils radselektiv und damit eine individuelle Drehmomentverteilung für besonders hohe Fahrdynamik per „Torque Vectoring“ ermöglichen. Die Gesamtleistung des Mercedes AMG Project One dürfte somit bei rund 1200 PS liegen, die zu erwartende Höchstgeschwindigkeit bei rund 370 km/h.

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