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Stefan Grundhoff 56

Mercedes A-Klasse: Letzte Abstimmungsfahrten

Bredsel-Test

Der Mercedes A-Klasse hat mit dem Modellwechsel 2012 einen dramatischen Wandel durchgemacht. War sie zuvor ein Raumwunder bei sehr knappen Abmessungen, wurde sie vor rund fünf Jahren „verdynamisiert“. Mit dem 2018 anstehenden, vierten Modell folgt eher eine Evolution, zumindest im Vergleich zum vorherigen Wechsel. Dass verwundert kaum, denn Mercedes war mit der bisherigen A-Klasse extrem erfolgreich. Wir waren bei letzten Abnahmefahrten in der Nähe von Bredsel nahe des Polarkreises dabei.

Wiedererkennbar

Das Design bleibt in seinen Grundzügen erhalten. Trotz Tarnung ist die A-Klasse als solche sofort zu erkennen, auch wenn Mercedes natürlich betont, dass sie komplett neu entwickelt ist. Dinge wie die maue Rundumsicht bleiben somit erhalten – Form geht auch hier vor Funktion. Doch das Platzangebot verbessert sich. Die A-Klasse wächst um 12 cm auf nun ca. 4,42 m, wobei der Radstand von diesem Zuwachs nur 3 cm abbekommt. Damit ist die A-Klasse eines der längsten Modelle in diesem Segment. Zum Vergleich: Ein VW Golf misst rund 4,26 m, ein Opel Astra 4,37. Was sich schon sagen lässt: Der Einstieg nach hinten, bisher etwas beschwerlich, fällt nun leichter.

Mercedes verspricht ein deutlich besseres Niveau bei Geräusch- und Fahrwerkskomfort. Beides war bisher nicht schlecht, doch selbstverständlich nicht so gut, dass weitere Fortschritte nicht vorstellbar wären. Mit der Modellpflege 2015 wurde das zuvor recht stramme Fahrwerk schon etwas entschärft. Die Zeiten, in denen eine Mercedes A-Klasse wie ein harter Bock fuhr, sind seitdem vorbei. Doch eine Runde in der neuen A-Klasse zeigt: Der große Sprung kommt im Frühjahr 2018, wenn die aktuelle A-Klasse von der Generation vier abgelöst wird. Die Basismodelle mit den kleinen Motoren bekommen eine Verbundlenker-Hinterachse, Versionen mit Allradantrieb und adaptivem Fahrwerk eine Mehrlenkerachse. Damit vollzieht Mercedes einen ähnlichen Weg wie Volkswagen in dieser Klasse.

Das Testprogramm soll alle nur erdenklichen Fehler der Prototypen aufzeigen. Die Autos werden auf den Testgeländen genauso hart rangenommen wie bei den nächtlichen Überlandfahrten. Die kühlen Temperaturen und der trockene Schnee am Polarkreis sind dabei jedoch nur die eine Seite der Medaille. „Wir waren mit den Modellen auch in Spanien, Deutschland und der Hitze Arizonas unterwegs“, blickt Entwicklungsingenieurin Bettina Eichel zurück.

Hartes Programm

Das Entwicklungsprogramm für die zehn Prototypen im schwedischen Winter ist hart. Bei Temperaturen bis knapp minus 30 Grad Celsius werden die getarnten Prototypen rund um die Uhr gefahren. Es geht bei den Abstimmungen schlicht im alles: Motor, Getriebe, Geräuschentwicklung, Klimaautomatik oder Bordelektronik. „Wir hatten hier in den vergangenen zwei Wochen rund 100 Ingenieure aus den verschiedensten Bereichen, die die A-Klasse getestet haben“, berichtet Baureihenleiter Jochen Eck. Geräusche, Fehler, Ungereimtheiten werden genau dokumentiert und ins Entwicklungszentrum nach Sindelfingen geschickt. Je schneller die Fehler aussortiert werden, umso besser.

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