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Bernd Kirchhahn 4

Lamborghini Terzo Millennio: In the year 2525

Kalendertür 18

Der erste Reflex bei Studien ist das Staunen, der zweite ein Abwinken. Es kommt ja doch nicht, das Gefährt. Lamborghini ist da ehrlich und impliziert mit dem Namen „Terzo Millennio“, also „drittes Jahrtausend“, dass man durchaus noch Zeit bei der Entwicklung hätte.

Doch hinter diesem Fahrzeug steckt weitaus mehr. Denn Lamborghini lässt dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) üppig Gelder zukommen, damit die sich den Themen widmen, die für den Hersteller interessant werden könnten. Und das sind die Bereiche Energiespeicher und Werkstoffe.

Diesen Themen nehmen sich deswegen auch gleich zwei Laboratorien an. Das „Dinca research Lab“ der chemischen Fakultät unter Leitung von Professor Mircea Dinca und die „Mechanosynthesis Group“ von Professor Anastasios John Hart aus dem Fachbereich Maschinenbau.

Der Lamborghini Terzo Millennio soll die Ergebnisse schon einmal vorweg nehmen, beziehungsweise den Weg, den die Forscher gehen sollen, vorzeichnen. Der Wagen ist mit vier Elektromotoren ausgestattet, die ihre Energie aus Superkondensatoren statt aus konventionellen Akkus beziehen sollen. Superkondensatoren stellen enorme Spitzenleistungen zur Verfügung, nutzen sich weniger ab und können öfter und schneller beladen werden. Haben aber auch eine deutlich geringere Energiedichte. Das soll sich, so der Wunsch von Lamborghini und der Befehl für das MIT, ändern.

Rollendes Labor

Dazu wird fleißig an der Kohlefaserhülle geforscht. Innerhalb der Struktur sollen Nanopartikel Strom speichern. Das Karosseriematerial soll außerdem mit Nano-Röhrchen durchzogen sein, die Beschädigungen feststellen können. Die Mikrokanäle sind mit Chemikalien gefüllt, die einen Reparaturvorgang starten. So kann sich die Hülle selbst reparieren.

Auch in Sachen autonomes Fahren soll der Lamborghini Terzo Millennio neue Maßstäbe setzen, indem er diese Technik auf die Rennstrecke transferiert. Denn der Wagen soll mit einem Co-Piloten ausgestattet werden, der dem Fahrer zeigt, wie die Ideallinie einer Rennstrecke aussieht, und wie die Parcours am schnellsten gemeistert werden kann. Anschließend kann der menschliche, echte Fahrer versuchen, die Computerzeit zu unterbieten.

Natürlich handelt es sich beim Lamborghini Terzo Millennio um nicht mehr als ein Versuchslabor für Ingenieure jedweder Couleur. Geld ist da, Fehler dürfen gemacht werden, ein Ziel ist gesteckt. So dürfte nicht nur in tausend Jahren ein Ergebnis erzielt werden, sondern auch kurzfristig etwas für die Serienfertigung abfallen.

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