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Kurvenspaß im Toyota GT 86

Spaß statt Hybrid: Der neue Toyota GT 86 im Test

Barcelona (Spanien), 11. Mai 2012 – Tetsuya Tada, Chefentwickler des Toyota GT 86 hatte es nicht leicht: In den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren holten er und sein Team ständig neue Sportwagen-Konzepte aus der Schublade. Doch ebenso ständig hörte Tada von den Controllern die Worte "Dame desu", auf deutsch in etwa "es ist zwecklos". Die Wende kam 2005: Toyota vereinbarte eine Allianz mit Subaru und suchte ein Symbol für die Zusammenarbeit. Etwa zur gleichen Zeit erkannte Firmenboss Akio Toyoda, dass in der Modellpalette ein leidenschaftliches Auto fehlt. Im Frühjahr 2007 konnte Herr Tada endlich ans Werk gehen. Fünf Jahre später steht das Resultat auf der Straße: der Toyota GT 86.

Ein echtes Coupé

Er ist 4,24 Meter lang, 1,28 Meter hoch und das alles komprimiert in einer klassischen Coupéform; hundertprozentig echt und eigenständig; kein dreitüriges Derivat eines bekannten Kompaktfahrzeugs, das so aussieht, als wäre das Tonmodell im Designstudio aufs Dach gefallen – und auch keine wüste Orgie von Sicken und Lichtkanten, um nicht vorhandene Dynamik auszugleichen. Der GT 86 weiß mit einer schlichten, aber durchaus kräftigen Statur zu gefallen. Ähnlichkeiten mit dem Celica? Toyota weist durchaus zurecht auf Ähnlichkeiten mit dem berühmten Vorgänger des GT 86 hin. Doch die eigentlichen Vorbilder stammen aus den 1960er-Jahren: erstens der nur 337-mal gebaute Toyota 2000 GT, von dem der GT 86 die Linie der Seitenfenster übernimmt. Hinzu kommen betonte Radkästen und die Heckleuchten als Zitate. Und zweitens der bei uns fast unbekannte Sports 800: Dieser Winzling steht Pate für das Layout: Front-Boxermotor plus Hinterradantrieb.

Ein Fall für zwei

Für den Innenraum könnte ein Modell der 1980er-Jahre Vorbild gewesen sein, zumindest, wenn man die Digitalziffern der Uhr und der serienmäßigen Klimaautomatik betrachtet. Doch insgesamt macht das Cockpit einen gelungenen und soliden Eindruck. Alle Schalter sind dort, wo sie hingehören. Fahrer und Beifahrer sitzen bei guter Kopffreiheit auf Sportmöbeln mit exzellentem Seitenhalt, ohne dass ein unangenehmes Schraubstock-Feeling entsteht. Wer mag, bekommt rote Innenraumapplikationen. Wirklich kritikwürdig sind bestenfalls Details: So wären Metallapplikationen auf den Drehschaltern und den Lüftungsdüsen noch netter anzusehen und anzufassen. Und wie steht es mit dem Nutzwert? Nach hinten ist der GT 86 auch nicht unübersichtlicher als manch moderner Mittelklasse-Kombi, unter dem spoilerbewehrten Heckdeckel passen 243 Liter Gepäck. Rücksitze gibt es formal, doch sie eignen sich allenfalls für kurze Strecken, Kinder oder Schwiegermütter. Also besser die Lehnen umklappen oder den Raum als zusätzliche Ablage nutzen.

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