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Rudolf Skarics 22

Mischkalkulation

Gase empfehlen sich wärmstens zur kurzfristigen Verbesserung der Klimabilanz

Wien, 12. Dezember 2014 – Am Anfang war der Gasmotor. Lange bevor es überhaupt nötig wurde, Benzin oder gar Öl in einer Hubkolbenmaschine kontrolliert zu entzünden, liefen bereits Gasmotoren. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begannen die ersten Versuche von Erfindern, aus gasbefeuerten Geräten Bewegungsenergie zu gewinnen. Dem Luxemburger Étienne Lenoir wurde dann 1860 das Patent für eine kompressionslose Gasmaschine erteilt, die in der Folge auch in Serie produziert wurde. Der Autodidakt Nikolaus Otto entwickelte seinen Viertakt-Prozess mit Verdichtung gemeinsam mit dem Ingenieur Eugen Langen auf Basis eines Lenoir-Gasmotors. Den Durchbruch erlebte Ottos Gasmotor wegen seines deutlich gebändigten Gashungers im Vergleich zu Lénoirs atmosphärischem Motor - nicht aber nicht wegen der Eignung, Benzin zu verbrennen.

Erst später stellte sich heraus, dass sich diese Erfindung sich auch hervorragend zum Betrieb mit Benzin eignete, das für die mobile Anwendung einfacher zu handhaben war. Gasantrieb sollte im Automobil fortan die Ausnahme bleiben. Jetzt drängt Gas wieder ans Licht, jedenfalls wird es immer wieder als besonders umweltfreundlich dargestellt. Es empfiehlt sich sozusagen wärmstens zur Verbesserung der Klimabilanz. Ein Energieträger fossiler Herkunft zur Rettung der Welt aus dem CO2-Dilemma? Brückentechnologie ist in diesem Zusammenhang ein beliebter Terminus. Aber wo ist die Brücke – und wohin?

Vom Leuchtgas zum Erdgas-Wasserstoff-Gemisch

Das erste Gas, das vorsätzlich und in großen Mengen eigens erzeugt und als Energieträger eingesetzt wurde, ist so genanntes Stadtgas oder Leuchtgas. Es wurde durch Kohlevergasung gewonnen und in Großstädten mit entsprechend dichter Verbauung zum Betrieb der Gaslampen, Gasherde und Durchlauferhitzer verwendet. In den vergangenen Jahrzehnten wurde Stadtgas durch Erdgas ersetzt. Doch Stadtgas zeichnete sich durch eine Besonderheit aus: Es bestand zu mehr als 50 Prozent aus Wasserstoff, und das Handling damit war selbst auf niedrigem technischem Niveau einigermaßen sicher beherrschbar, wie die Geschichte zeigte.

Das heute beliebte und in großen Mengen verfügbare Erdgas entwickelt bei seiner Nutzung von vorne herein schon vergleichsweise geringe Mengen CO2. Die chemische Formel ist simpel. Es besteht fast ausschließlich aus Methan (CH4), folglich kommt es auch bei der Verbrennung kaum zu unerwünschten chemischen Reaktionen. Erdgas ist also ein sehr sauberer Treibstoff. Der wichtigste Vorteil: Erdgas lässt sich auch noch gut mit Wasserstoff mischen und verbrennen.

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