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Bernd Kirchhahn 8

Ferrari Portofino: Einsteigermodell

Kalendertür 19

Gerade einmal zehn Jahre ist es her, da präsentierte Ferrari den neuen California. Wie alles bei dieser Marke, wurde auch diese Präsentation mit reichlich Historie aufgeladen. So orientiere sich der Wagen an den alten 250 GT Modellen. Also am Spyder California, der zwischen 1957 und 1962 gebaut wurde. Bald kommt der Nachfolger des Einsteiger-Ferraris. Den nannte die Marke Portofino und vergisst damit all die Beschwörungen der Vergangenheit.

Ferrari wählte die IAA 2017, um den Portofino zu präsentieren. Während der Fiat-Chrysler Konzern der Messe grundsätzlich fern blieb, machte die ausgegliederte Marke einen italienischen Alleingang und zeigte der Öffentlichkeit das neue Einstiegsmodell.

Rein optisch ist zu erkennen, dass der California der Vorgänger ist. Was eine vertane Chance ist. Immerhin wurde ein komplett neuer Name erwählt (Portofino ist eine Hafenstadt in Italien), da hätten sich auch die Designer etwas mutiger zeigen können.

Der neue Ferrari Portofino ist 4586 Millimeter lang, 1938 Millimeter breit und 1318 Millimeter hoch. Das bedeutet, dass er einen Zentimeter länger und zwei Zentimeter breiter ist als der Vorgänger. Was so klingt, als hätte sich wenig getan, verschleiert, dass das Chassis komplett neu konstruiert wurde. Sagt Ferrari. Ziel sei es dabei gewesen, Gewicht einzusparen. Sagt Ferrari ebenfalls. Der Portofino wiegt 1664 Kilogramm, der California brachte 1730 Kilogramm auf die Waage. Das hätte alles auch radikaler ausfallen können. Sagen wir.

Das Altbekannte ein bisschen besser

Unter der Haube tat sich im Vergleich dazu ziemlich viel. Zwinker zwinker. Der V8-Motor mit 3855 Kubikzentimetern blieb zwar erhalten, leistet im Portofino allerdings 600 PS und nicht mehr nur 560 PS wie im California. Auch der grundlegende Aufbau – Motor vorne, Antrieb hinten, dazwischen ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe – bleibt. Leistungsplus und Gewichtsreduzierung führen auch zu einer Zeitersparnis. Denn der Spurt auf Tempo 100 ist in 3,5 Sekunden erledigt. Damit nimmt der Portofino-Fahrer dem California-Fahrer 0,1 Sekunden ab.

In Sachen Komfort hat Ferrari auch eine Zahl zu bieten: 30 Prozent. Um so viel hat die Marke die Zugluft im Innenraum reduziert. Also die Luftturbulenzen bei offenem Verdeck.

Das Fahrverhalten des Ferrari Protofino dürfte allerdings spürbar sportlicher sein als das des California. Zum einen wurde das Chassis deutlich steifer (um 35 Prozent), zum anderen wurden steifere Federn verbaut. Zusammen mit Dämpfern inklusive Niveauregulierung. Tatsächlich neu ist das elektrisch gesteuerte Differenzial. Eine Premiere bei Ferrari.

Der Ferrari California kostete rund 185.000 Euro. Der Nachfolger wird bei so viel Innovationskraft kaum günstiger sein. Wir gehen davon aus, dass die 200.000-Euro-Marke schon in der Basisausstattung gerissen werden wird.

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