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Wolfgang Gomoll 20

Fahreindruck: Renault Kadjar TCe 160 EDC

Qashqai auf französisch

Der Kadjar ist eine Erfolgsgeschichte. In gut drei Jahren hat Renault rund 450.000 Exemplare des kompakten Crossovers abgesetzt. Sein Segment ist mit Kia Sportage (Test), Ford Kuga (Test), Peugeot 3008 (Test), Honda HR-V (Test), Skoda Karoq (Test) und Konsorten gut besetzt und gegenwärtig das erfolgreichste überhaupt.

Mit der Modellpflege verbessert Renault den Kadjar im Detail. Wir konnten zwei Frontantriebsmodelle mit zwei Versionen des neuen 1,3-Liter-Ottomotors fahren, wie er mit anderer Leistung jetzt auch die Mercedes A-Klasse befeuert, auch ein 1,5-Liter-Diesel ist im Programm. Einen Allradantrieb wird Renault erst ab Februar mit einem 1,7-Liter-Diesel anbieten.

Man erkennt die überarbeiteten Modelle an den Chromstreben im etwas breiteren Kühlergrill und den LED-Blinkern im Tagfahrlicht. Innen sind die Veränderungen auffälliger: Renault ändert Polster und Stoffe, aber auch die Bedienung der Klimaanlage. Ihre Drehknöpfe in Chromoptik mit Leuchtdioden-Temperaturanzeige sehen nun nicht mehr so nach Nissan Qashqai aus. Ungewohnt bleibt die Position der Tempomat-Bedienknöpfe auf der Mittelkonsole.

Bequemere Sitze

Renault verspricht bessere Materialien, allerdings überzeugen die im Cockpits nicht an allen Stellen. Die Sitze sind dank der ausfahrbaren Oberschenkelauflage bequemer geworden, beim Seitenhalt besteht noch Verbesserungspotential. Die Sitzposition ist weiterhin hoch und die längsverstellbare Lensäule manchem Fahrer zu kurz.

Das Infotainmentsystem kann Funktionen des Smartphones per Apple CarPlay oder Android Auto integrieren. Der Bildschirm mit sieben Zoll gehört nicht zu den größten seines Segments. Bei den Assistenzsystemen kann der Kadjar gut mithalten: Unter anderem sind Spurhalte-, Totwinkel- und Verkehrszeichenassistent erhältlich.

Der kräftigste Ottomotor hat jetzt 117 kW / 159 PS und benötigt einen Partikelfilter. Das Vierzylinder-Aggregat gefällt mit seinem Durchzug, agiert akustisch vergleichsweise unauffällig und fühlt sich kaum nach Downsizing an. Nicht ganz hat uns das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe überzeugt, das dem Antrieb Temperament raubt. So tritt der 1546 Kilogramm schwere Crossover erst einmal verhalten an. Er erreicht nach 9,3 Sekunden Landstraßentempo und ist bis zu 210 km/h schnell. Als Verbrauch gibt Renault 5,8 l/100 km an.

Lebendiger fühlt sich der Wagen mit manueller Sechsgangschaltung an, die wir mit der 103 kW / 140 PS leistenden Version des Motors fahren konnten. Beim Komfort hat freilich die Automatik die Nase vorn. Das passt zum Fahrwerk, das Straßenunebenheiten souverän wegbügelt. Selbst mit den optionalen 19 Zoll-Reifen bleibt noch etwas davon. Die Kehrseite der schluckfreudigen Abstimmung bekommt man mit einer merklichen Neigung in Kurven zu spüren. Die indirekte Lenkung passt zur komfortablen Gesamtabstimmung, aber lebendig fühlt sich anders an.

Allradantrieb folgt im Februar

Platz ist in dem 4,49 Meter langen Crossover genug. Der Gepäckraum bleibt mit einem im Segment unauffälligen Fassungsvermögen von 472 Litern bis zu 1478 Litern bei umgelegten Lehnen der Rücksitzbank unverändert, praktisch ist der ebene Ladeboden.

Zum Marktstart im Januar 2019 steht der 1,3-Liter-Benziner mit 140 oder 159 PS und ein 1,5-Liter-Diesel mit 116 PS und SCR-Katalysator zur Verfügung. Ein 1,7-Liter-Diesel mit 150 PS und optionalem Allradantrieb folgt im Februar. Ein Kadjar kostet mindestens 22.490 Euro, die gefahrene Top-Version 33.590 Euro.

Die Wettbewerbsmodelle sind zahlreich, der technisch eng verwandte, doch im Charakter spürbar verschiedene Nissan Qashqai (Test) ist bereits ab 20.490 Euro zu haben. Wer Nutzwert einer „athletischen Statur” (Renault Presse über den Kadjar) vorzieht, bekommt mit der Renault Mégane Grandtour Tce 130 einen Kombi mit ähnlichen Ausstattungsoptionen, größerem Kofferraumvolumen, ähnlichen Fahrleistungen wie der Kadjar TCe 140, aber geringerem Verbrauch. Dazu haben einen ausführlichen Test der Mégane Grandtour TCe 130.

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