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Clemens Gleich 125

Fahrbericht VW E-Golf 2017

Anders, wie zuvor

Als Volkswagen ihr Modellauto "I.D." vorstellte, das kurz groß die Runde machte, um zwei Tage später wieder vergessen zu sein, hatte die AG gleichzeitig auch ein echtes Serienauto fast fertig: ein Update ihres E-Golfs. Dieses Auto empfahl ich Interessenten von Elektroautos mit VW-Logo darauf damals, denn erstens konnte man es anders als das Modellauto bald kaufen und zweitens standen alle Anzeichen dafür, dass der Wagen gut werden würde.

Meine "Anzeichen" stammen fast alle aus Erfahrungen mit der Vorgängerversion dieses Antriebs in E-Golf und E-Up. Obwohl die Autos nicht besonders nach Elektrokompetenz aussehen, hat Volkswagen es damals geschafft, den Antrieb zu bauen, mit dem es im Konkurrenzumfeld am einfachsten war, effizient zu fahren. Den Automatik-Wählhebel funktionierten die Wolfsburger hier um zu einer Bedieneinheit für die elektrische Bremse (Rekuperation). Links und rechts gedrückt schaltet der Hebel drei Stufen der Rekuperation durch, die bei vom Pedal genommenen Fuß beim Rollen verwendet werden sollen: von frei segeln (1) bis recht starke Bremsung (3). Ein Druck nach hinten schaltet die elektrische Bremse auf das Maximum (B-Modus). Sie kann also zum Beispiel wie ein LKW-Retarder an steilen Abfahrten benutzt werden, um die Scheibenbremsen zu schonen und gleichzeitig die Batterie zu laden.

Im größeren, teureren E-Golf verbaute Volkswagen zudem ausführlichere Karten, auf die eine komplexere Software zugriff. Konkret kennt das Kartenmaterial an vielen Stellen die Topographie der Straßen und der Tempomat greift darauf zu, solange eine einprogrammierte Route gefahren wird. Auch langsamer zu fahrende Stellen wie Kreisverkehre sind markiert, wenn auch offenbar nicht alle. Auf diese Tugenden baut das Update auf. Vor allem macht es sie auch Autofahrern zugänglich, die wenig darüber wissen, wie sie ihr neues E-Auto nun am effizientesten fahren sollen. Ganz Eifrigen geben die beiden Öko-Modi auch noch Fahrtipps auf der Tachoeinheit.

Sparfahren für alle

Wenn also ein ehemaliger TDI-Fahrer nichts einstellt und einfach in einem E-Golf losfährt, macht das Auto schon von sich aus das Meiste richtig. Die Voreinstellung war zumindest bei uns Stufe 1 der elektrischen Bremse. Damit gleitet das Auto bemerkenswert widerstandsarm dahin. Nach einem Überholvorgang bremst das Auto auf Stufe 1 nicht, sondern lässt den Wagen mit dem gesammelten Schwung laufen. Wenn es allerdings bergab geht, schaltet sich die elektrische Bremse auch auf Stufe 1 dazu, sodass sich die Geschwindigkeit zumindest nicht erhöht. Auch bei der Anfahrt auf Kreisverkehre schaltet sie sich automatisch zu. Das sind Verhaltensweisen, mit denen erfahrenere E-Fahrer auch Strom sparen.

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