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Fahrbericht: Triumph Street Triple RS

Drei Zylinder im Supersport-Takt

Dass der britische Motorradhersteller Triumph vor Jahren aus der Not eine Tugend gemacht und sich auf die traditionell englischen Zwei- und Dreizylindermotoren konzentriert hat, war goldrichtig. Gerade die Dreizylindermodelle sind zum Synonym für die britische Marke geworden und verkaufen sich prächtig. Andernfalls wäre es auf der Insel möglicherweise bald zappenduster geworden. Doch das ist Schnee von gestern, hier steht die neue Street Triple RS als Flaggschiff der dreiköpfigen Streety-Familie und wartet nur darauf, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Sie wirkt jetzt noch aggressiver mit sportlicher Soziussitzabdeckung, kantigeren Kunststoffteilen sowie einer neuen Bananenschwinge. Geblieben sind die hervorstechenden Glupschaugen, die allen Triumph-Sport-Triples ihr markantes Gesicht verleihen, nur ergänzt durch LED-Tagfahrleuchten.

Vor der Probefahrt erläutert David Lopez, in Personalunion Cheftester und Fahrwerksentwickler, aber noch die elektronischen Menüs. Endlich das Zeichen, dass der Triple losknurren darf. Eine solche Gänsehaut bekomme ich bei keinem anderen Motorrad, vollfetter Sound schon aus der Serienauspuffanlage in diesem einmalige Dreizylinderröhren.

Los geht’s aber erst einmal verhalten: Bei gerade mal 6 Grad ist es neblig, der Asphalt an vielen Stellen noch feucht und die Serienbereifung Pirelli Supercorsa SP mag zwar rennstreckentauglich sein, bei diesen eher ungünstigen Allerweltsbedingungen halte ich mich aber lieber zurück und freue über die optionalen Heizgriffe.

Ich sitze ziemlich vorderradorientiert nah am Lenker, der Knieschluss passt, das Ganze vermittelt eine gute Kontrolle. Form und Bezug des Solositzes lassen aber mich immer wieder nach vorne rutschen, das finde ich nicht so angenehm. Davon abgesehen sind auf dem erstaunlich geräumigen Arbeitsplatz sogar lange Kerls gut untergebracht.

Buntes Kino

Im farbigen 5-Zoll-TFT-Display lassen sich über einen Joystick am linken Lenkerende drei verschiedene Grundlayouts anwählen, dazu gibt es drei weitere Racing-orientierte Styles, die Drehzahl, Gang, Schaltblitz und die Rundenzeit dominant präsentieren. Mir taugt die Einstellung mit der groß dargestellten Geschwindigkeit auf der Landstraße am besten. Netterweise lässt sich das kompakte Display in der Neigung verstellen, doch durch die automatische Anpassung von Kontrast und Helligkeit lassen sich die Anzeigen stets gut erkennen. Endlich haben die Briten auch die unschönen Freiräume um ihre Instrumente abgeschafft und die Einheit besser in die Front eingepasst – das wirkt einfach edler.

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