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Fahrbericht: Mercedes A 45 AMG

Wolf im Wolfspelz

München, Juli 2016 – Viele Hersteller haben kleine Wagen mit reichlich Leistung im Programm. Manchmal sind das eher unauffällige Boliden. Porschejäger, deren Kraft nur Kenner erkennen – wie beim BMW M135i. Und dann gibt es das andere Extrem, etwa die A-Klasse als A45 AMG. Wer beim Bestellen des Wagens das Kreuzchen beim 1785 Euro teuren Aerodynamik-Paket setzt, kann die 381 PS nicht verstecken und will das wohl auch nicht. Und selbst wenn man sich beim Kauf für eine unauffällige Farbgebung entscheidet und die Verspoilerung der dezenteren Serienversion wählt, verrät der Sound diese Version schon im Leerlauf.

So ganz ernst wollten wir die A-Klasse auch mit ihren fast 400 PS nicht nehmen. Der Grund ist ein zwei Liter kleiner Vierzylinder. Doch bereits die ersten Meter reichen aus, um dieses Vorurteil zu verwerfen.

Prio 1: Fahren!

Denn Fahrspaß gibt es nicht zu knapp. Diese A-Klasse fordert ihren Fahrer permanent. Entweder, weil der versucht, den Grenzbereich auch nur zu erahnen, Kurven räubert, beschleunigt und bremst, dass es eine wahre Freude ist. Oder weil er abseits abgesperrter Rennpisten Disziplin braucht. Viel Disziplin. In diesem Auto ist der Führerscheinentzug jederzeit gefühlt maximal drei Sekunden weg.

Den Schlüssel ins Schloss und drehen (Startknopf gibt es nur gegen Aufpreis): Der kleine Zweiliter-Vierzylinder erwacht. Er läuft nicht weichgeschliffen, vielmehr vibriert die komplette Kiste im Leerlauf, der Auspuffsound erinnert an Boxengassen, Nordschleife, an den Geruch von Benzin und Gummi. Den kleinen Wählhebel nach hinten auf D, anfahren. Leichtes, sanftes Anfahren? Vergiss es. Das Doppelkupplungsgetriebe ist nun mal kein weicher Wandlerautomat. Mal klappt komfortables Anfahren, mal röhrt der Motor kräftig hoch, bis das Getriebe etwas unbeholfen einkuppelt.

Ab jetzt ist die Disziplin des Fahrers gefragt. Das AMG-Display im Kombiinstrument zeigt: Kühlwasser, Motor- und Getriebeöl sind noch kalt, die Zahlen werden blau dargestellt. Tut der Technik (und Euch selbst) einen Gefallen und fahrt den Motor langsam warm. Obwohl er anscheinend nicht besonders anfällig ist, wollen vor allem die Turbolader richtig schön warm (und kalt!) gefahren werden. Wenn die letzte blaue Zahl verschwindet – es ist immer das Getriebeöl – gibt es keinen Grund mehr, das Gaspedal zu streicheln. Aus dem Stand geht es etwas zaghaft los. Sind halt nur zwei Liter Hubraum, der Turbolader braucht eine gewisse Abgasmenge, bis er auf Drehzahl kommt. Ab dreieinhalb, viertausend Umdrehungen ist der volle Druck da.

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