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Jürgen Wolff 27

Fahrbericht: Audi A5 Cabrio 3.0 TDI

Sonnenwende

Die aktuelle Wetterlage macht nicht unbedingt Lust auf eine Cabrio-Tour. Die Hersteller wissen das und verfrachten die Vorstellung von Neuheiten in dieser Jahreszeit fast ausschließlich in wärmere Regionen. An diese ungeschriebene Regel hält sich auch Audi und stellt das zweite A5 Cabrio in Spanien vor. Eine kurze Proberunde zeigt, dass der Fortschritt gegenüber dem guten Vorgänger überschaubar bleibt.

Größer als zuvor

Die Linienführung des Cabrios wirkt gefällig, aber nicht gerade frisch. Audi hat die Form nur äußerst behutsam verändert. Das neue A5 Cabrio ist rund fünf Zentimeter länger als sein Vorgänger. Dies bringt an zwei Stellen etwas mehr Platz: Die Beinfreiheit hinten ist zwei Zentimeter größer, wobei sie nach wie vor nicht wirklich üppig ist. Die zweite Reihe ist auch in diesem Cabrio wirklich zweite Wahl. Der Kofferraum fasst nun 380 statt 320 Liter – solange das Verdeck geschlossen ist. Wird es geöffnet, verkleinert sich das Gepäckabteil auf 320 Liter. Das Volumen von Frontantriebs- und Allradmodellen ist gleich. Zum Vergleich: Im BMW 4er sind es 220 bis 370, im Mercedes C-Klasse-Cabrio 285 bis 360 Liter.

Nah am Coupé

Gerade mal 15 Sekunden braucht der neue Mechanismus, um das Dach nach dem Zug an dem Schalter neben dem Automatikhebel zusammenzufalten und hinter den Rücksitzen verschwinden zu lassen. Das funktioniert bis 50 km/h. Drei Sekunden länger braucht es, um das Dach vollautomatisch zu schließen. Anders als beim Vorgänger muss man den Knopf nicht durchgehend betätigen, bis das Öffnen oder Schließen beendet ist – ein kurzer Zug reicht. Akustisch sind Coupé und Cabrio noch näher beieinander als im in dieser Hinsicht schon sehr guten Vorgänger. Selbst bei hohem Tempo dringen kaum Windgeräusche durch die offensichtlich sorgfältige Dämmung. Auch die Isolation gegen die Außentemperaturen soll besser geworden sein, was wir angesichts der angenehmen Temperaturen nicht testen konnten.

Blendend

Serienmäßig ist ein Siebenzoll-Display oben auf der Mittelkonsole. Gegen Aufpreis gibt es zwei Navigationssysteme, wobei schon das weniger teure einen ausreichenden Funktionsumfang bietet. Natürlich bietet Audi auch hier ein Display als Ersatz für ein klassisches Kombiinstrument an. Gerade im Cabrio will eine Investition darin aber gut überlegt sein. Es kommt viel mehr Licht in den Innenraum, und die Bildschirme sind dann mitunter nur noch schlecht ablesbar. Dass das bei vielen anderen Herstellern auch so ist, macht die Sache nicht besser.

Die Verarbeitung wirkt insgesamt sehr solide, nur die Aufhängung des Windschotts knarzte im Testwagen auf sehr schlechten Straßen. Meckern auf hohem Niveau? Ja, aber Audis Preisvorstellungen führen eben auch zu gewissen Erwartungen. Dem wird das Cabrio aber durchaus gerecht. Audi hat ein Händchen dafür, Dinge hochwertig erscheinen zu lassen. Der aktuelle BMW 3er und seine Ableger wirken im Vergleich dazu an einigen Stellen hemdsärmelig.

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