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Erster Auftritt des Faraday Future 91

Wann ist „Future” überholt?

Faraday Future hat vor der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas (5. bis 8. Januar) sein erstes Elektroauto vorgestellt. Der 5,25 Meter lange FF91 im Stil eines luxuriösen Supersportwagens mit 1050 PS und 700 Kilometern Reichweite soll 2018 auf den Markt kommen.

Den ersten großen Aufschlag machte Faraday Future auf der CES 2016 in Las Vegas. Die Firma, die sich gern im Umfeld von Innovationsfirmen wie Apple und Tesla sieht, hatte außer Ankündigungen nicht viel zu bieten. Nach dem ersten großen Auftritt mit ein paar Sprechblasen war Faraday Future auf Mitarbeiterwerbung bei Audi, BMW und Jaguar, hat in Interviews immer wieder kräftig auf den Putz gehauen und sich werbewirksam einen Platz in der aufstrebenden Formel E erkauft. Das Geld saß locker, auch für die neue Fabrik in Nevada, die derzeit auf einer Fläche von knapp vier Millionen Quadratmetern entsteht. Mit dem FF 91 zeigen die Amerikaner mit chinesischem Finanzier heute erstmals ein Serienfahrzeug, lassen jedoch immer noch sehr viele Fragen offen.

„Wir ändern das Spiel”

„Heute ist der erste Tag einer neuen Mobilität”, sagt Firmenchef Nick Sampson, „der erste Tag einer neuen Spezies. Von einem Konzept sind wir in zweieinhalb Jahren zu einer funktionierenden Firma geworden. Andere machen nur kleine Fortschritte, doch man muss mehr unternehmen und genau das machen wir. Wir ändern das Spiel völlig.” Er beschreibt wortreich die großen Schritte der vergangenen 48 Monate, die mittlerweile knapp 2000 eigenen Patente und dass sich der Mitarbeiterstamm auf 1400 Personen aus 39 Ländern vergrößert habe. Der Applaus in der längsten je aufgebauten Zelthalle hält sich trotz der Ankündigungen in Grenzen.

Faraday-Cef Nick Sampson und sein Spezialist fürs autonome Fahren, Dr. Hong Bae sind keine charismatischen Vortänzer wie Elon Musk oder Steve Jobs. Der Applaus bleibt selbst dann zurückhaltend, als verkündet wird, dass der Faraday Future 91 beim Spurt 0 auf 60 Meilen so elitäre Konkurrenten wie Bentley Bentayga, Ferrari 488 GTB, Tesla Model X oder Model S mit einer Zeit von unter 2,4 Sekunden hinter sich lässt.

Die Leistung des Elektrorenners von 873 kW (1050 PS) und sein sagenhaftes Drehmoment von 1800 Nm, „bekommen wir mit unserer Software auch auf den Boden” sagt Nick Sampson. „Wir hatten keine Geschichte oder existierenden Produkte und konnten mit einem weißen Blatt Papier beginnen.” Die Sprüche von Faraday Future sind kernig, der weiß-schwarze Prototyp steht auf der Bühne, doch Fragen bleiben. Nach wie vor ist die Fabrik in Nevada weit von einer Serienproduktion entfernt. Auch zu Inhalten wie Vertrieb, Händlerschaft, Service, Märkten oder Preisen gibt es keine griffigen Informationen.

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