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Christoph M. Schwarzer 74

Autonomes Parken am Airport Hamburg

Parkroboter

Es ist ungewohnt, ein Auto ohne Fahrer zu sehen: Hier, in Gasse V des Parkhauses 4 am Airport Hamburg, experimentiert der Volkswagen Konzern mit autonom parkenden Fahrzeugen. Leise und langsam bewegt sich ein Passat GTE um die Kurven, durch die Gassen und bis zu einem leeren Stellplatz. Das Lenkrad dreht sich von selbst. Das Automatikgetriebe wechselt von Vorwärts- auf Rückwärtsfahrt bis zum Stopp des Motors. Währenddessen ist der Mensch bereits am Gate. Er war in einer Übergabezone ausgestiegen und hatte den Abstellwunsch über eine App ans Fahrzeug übermittelt. Tschüss, wir sehen uns in vier Tagen wieder. Und vielleicht liegt dann im Kofferraum die Bestellung aus dem Online-Versandhandel, oder die frisch gewaschenen Hemden hängen auf dem Bügel.

Die schöne neue Welt des autonomen Einparkens verspricht ein Komfortplus und eine Zeitersparnis. Statistisch dauert die Parkplatzsuche in Deutschland 41 Stunden pro Jahr. Bis der normale Autofahrer am Hamburg Airport oder sogar in der engen urbanen Wohnsiedlung keine Lebenszeit mehr darauf verschwenden muss, wird es mindestens 2022 sein: Erst im neuen Jahrzehnt wird der Gesetzgeber die Voraussetzungen geschaffen haben, und bei der Sensortechnik will man redundante Sicherheit herstellen.

Wie ernst es dem Volkswagen-Konzern ist, zeigt die Präsenz der Marken Porsche, Audi und Volkswagen inklusive deren Mitarbeitern am Airport Hamburg. Wirtschaftssenator Frank Horch ist auch gekommen, denn die zweitgrößte Stadt Deutschlands ist eine enge Partnerschaft mit dem Konzern eingegangen: Der elektrische On-demand-shuttle MOIA nimmt Ende 2018 seinen Touren auf. MAN wird 2019 autonome Lkw auf ausgewählten Autobahnteilstücken im Hafenhinterlandverkehr testen. Ebenfalls 2018 beginnt der Probebetrieb für die V2X-Kommunikation (Abkürzung für vehicle to x) zwischen Auto und Ampel. Die immer wiederkehrenden Schlagworte bei solchen Events fallen: Digitalisierung. Verkehrswende. Mobilitätskonzept.

Stationäre Laderoboter für E-Autos

Nach dem Passat GTE folgen ein Audi Q7 und ein Porsche Panamera E-Hybrid. Mühelos finden sie ihren Weg in der für Menschen vorerst gesperrten Zone. Interessantes Detail: Porsche zeigt in diesem Zusammenhang eine neue Version eines Kuka-Laderoboters. Er ist – anders als ein zuvor präsentiertes mobiles Exemplar, das die Steckerverbindung herstellt – stationär. Der Panamera muss also sehr präzise parken, damit der Roboterarm den Wechselstrom in die Batterie fließen lassen kann. Wenn der Akku voll ist, wird der Platz geräumt, und andere E-Autos können laden. Eine ähnliche Lösung („v-charge“) hatte Volkswagen heise Autos vor drei Jahren in Wolfsburg vorgeführt; damals noch mit einer induktiven Ladeplatte und auf einem Freigelände mit weitaus weniger Hindernissen als in einem engen Parkhaus.

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