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Christian Lorenz 35

Ausfahrt Fiat/Abarth 124 Spider

Frühlingsspinnen

Der Frühling ist die Roadster- und Spiderzeit. Das sind Autos für unverbesserliche Anachronisten, für die das Autofahren noch Spaß machen darf. Für diese bedeutet autonomes Fahren, wenn sie eine freie Straße vor sich, keinen quengelnden Beifahrer neben sich und Ruhe von übergriffigen, euphemistisch sogenannten „Assistenzsystemen“ haben. Einige der Autonomen im Meinungsspektrum zur Mobilität flirten bei Frühlingsanfang mit dem Gedanken, sich ein offenes Spaßauto zum geschäftsmäßig unsentimentalen Familienbeweger dazuzustellen.

Wohl auch deshalb ruft Fiat seinen 124 Spider mit einer Fahrveranstaltung in Erinnerung, zusammen mit seiner Abart Abarth - obwohl es nichts grundlegend Neues gibt. Wie die meisten Leser wissen dürften, handelt es beim 124 um eine Kooperation mit Mazda. Der ebenso gelungene wie erfolgreiche MX-5 mit knackigem Standardantriebs-Fahrverhalten dürfte in diesem Fall der beste Technikspender sein, den man sich wünschen kann. Für einige Puristen verliert der Fiat aber durch seinen 1,4-Liter-Turbomotor, weil für sie gerade die Sauger des MX-5 einen Teil seiner Faszination ausmachen.

Fahrspaß garantiert

Am Morgen wartet ein 124 Spider Lusso mit der Einstiegskonfiguration aus 140 PS und Sechsgangschaltgetriebe. Die schmalen Ledersitze passen stämmigen Nordeuropäern in der Breite gerade noch, ein leichtes Kneifen ist schon spürbar. Um den Seitenhalt muss man sich zumindest keine Sorgen machen. Der Blick fällt auf einen großen mittigen Drehzahlmesser, die rechte Hand auf einen ultrakurzen Schaltknüppel. Alles andere blendet sich gedanklich weg. Auch den Startknopf hat man schon gefunden, bevor man ihn eigentlich gesucht hat.

Mit einem angenehm sonoren Brummen startet der kleine Turbo-Motor. Knochig aus dem Handgelenk rastet der Erste ein, der Spider röhrt los und verspricht schon jetzt viel Spaß. Die Turboaufladung stört nicht. Die Kraftentfaltung fühlt sich linear an. Nur wer sich mit all seinen Sinnen darauf konzentriert, könnte eine ein My verzögerte Gasannahme entdecken. Aber solch notorische Schlechtmacher wird der Fiat schon allein durch seine unverhohlene Lebensfreude so provozieren, dass sie einen großen Bogen um ihn machen.

Schalten aus dem Handgelenk

Ein blaues Lämpchen im Kombiinstrument zeigt an, dass der Motor noch kalt ist. Dieser Warnhinweis zusätzlich zum Wasserthermometer soll den Fahrer dazu bewegen, es etwas verhaltener angehen zu lassen. Das Auto wird immer sympathischer. Die Lenkung macht genau das, was sie soll. Gierig saugt der Spider die Kurven auf. Das Fahrwerk ist straff, ohne unangenehm zu sein. Man hat nicht das Gefühl übertrieben hart über Unebenheiten zu hoppeln. Dazu passt diese Schaltung, die dir die Empfindung gibt, dein Handgelenk sei direkt in das Getriebe integriert. Dieser Fiat „passt“ einfach.

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