Logo von Autos

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.747.680 Produkten

Florian Pillau 3

Apple: Interesse an Sportwagen-Firma McLaren?

Apple zeigt nach Informationen der Financial Times Interesse an der britischen Sportwagen-Schmiede McLaren. Im Gespräch seien eine komplette Übernahme oder eine strategische Beteiligung, schrieb die Zeitung in ihrer Ausgabe vom 21. September 2016 unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen. Die Gespräche hätten bereits vor einigen Monaten begonnen. Die Verluste schreibende Autofirma, zu der auch ein Formel-1-Team gehört, könne eine bis eineinhalb Milliarden Pfund (bis zu 1,74 Mrd Euro) wert sein, hieß es. Apple wollte den Bericht nicht kommentieren, auch McLaren lehnte der Financial Times zufolge einen Kommentar ab.


Ein McLaren 540c Vergrößern
Bild: Bauer
McLaren baut straßentaugliche starke Sportwagen, die mehrere hunderttausend Euro und bis zu einer Million Euro kosten können. Im vergangenen Jahr stellte McLaren etwas über 1600 Fahrzeuge her. Zugleich ist die Firma aber nicht zuletzt durch ihren Formel-1-Rennstall auch stark beim Einsatz innovativer Kunststoff-Materialien und der Autoelektronik. Insofern müssten aus dem Zusammenschluss nicht zwingend nur unbezahlbare Straßenflitzer hervorgehen.

Über Apples Pläne für das Autogeschäft wird schon seit Anfang 2015 spekuliert, während der Konzern selbst sich dazu bedeckt hält. Zuletzt hieß es in Medienberichten, der Fokus verlagere sich eher auf die Entwicklung von Software für Roboterwagen statt der ursprünglichen Pläne für den Bau eines eigenen Elektroautos. Das gebe Apple aber mehr Flexibilität, wenn der Konzern sich doch dafür entscheide, sich mit einem etablierten Autobauer zusammenzutun oder einen zu kaufen, schrieb der Finanzdienst Bloomberg im Juli 2016.

Vor zehn Tagen berichtete die New York Times dann, Apple habe angefangen, selbstfahrende Autos zu testen. Die seien auf eingeschränkten Strecken in abgeschirmter Umgebung unterwegs. In diesem Jahr investierte Apple bereits überraschend eine Milliarde Dollar in den chinesischen Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing. Konzernchef Tim Cook sprach von einer strategischen Investition in den Uber-Konkurrenten.

Bei dem genannten Preisniveau für McLaren wäre das der zweitgrößte Zukauf von Apple nach der Übernahme des Kopfhörer-Anbieters Beats Electronics samt angeschlossenem Musik-Streamingdienst für drei Milliarden Dollar.

Apple sitzt auf Geldreserven von 230 Milliarden Dollar. Über 90 Prozent davon lagern außerhalb der USA, vor allem in Irland. Die EU-Kommission forderte von Apple gerade erst, potenziell mehr als 13 Milliarden Euro Steuern an Irland nachzuzahlen, weil die Steuervereinbarungen mit dem Land als illegale Beihilfe eingestuft wurden.

(dpa)

3 Kommentare

Anzeige
Anzeige