Logo von Security

Suche

Pwn2Own: Google will Sicherheitslücken großzügig belohnen

Vom 7. bis 9. März findet in Vancouver der sechste Pwn2Own-Sicherheitswettbewerb statt. Auf der dreitägigen Veranstaltung geht es darum, festgelegte Rechnerkonfigurationen mit Windows oder Mac OS X über Sicherheitslücken zu unterwandern. Die Sieger erhalten neben Preisgeldern die Hardware, auf denen der Exploit ausgeführt wurde. Bisher ist Google Chrome der einzige Browser, der im Rahmen des jährlichen Sicherheitswettbewerbs noch nie unterwandert wurde.

Anzeige

Einem Blog-Eintrag zufolge wollte Google den Pwn2Own-Wettbewerb ursprünglich direkt sponsern. Dieses Angebot zog der Konzern zurück, weil Teilnehmer den geänderten Regeln zufolge auch dann teilnehmen dürfen, wenn sie ihre Exploit-Methoden nicht vollständig offenlegen. Bisher war Full Disclosure bei Pwn2Own eine feste Teilnahmebedingung. Die Veranstalter haben die Änderung der Regeln damit erklärt, dass der Wettbewerb damit weniger vom Zufall abhängig sein soll und Patts vermieden werden können.

Mit den Preisgeldern will Google einen Anreiz dafür schaffen, dass die Teilnehmer ihre Exploits trotz der neuen Regeln vollständig offenlegen. Für einen funktionierenden Windows-Exploit gegen Chrome selbst bietet Google 60 000 US-Dollar; für einen Exploit in Kombination mit anderen Modulen will Google 40 000 US-Dollar zahlen. Für jenseits von Chrome offengelegte Lücken gibt es einen "Trostpreis" in Höhe von 20.000 US-Dollar. Google will pro Kategorie mehrere Preise zahlen, bis der Gesamtbetrag die versprochene Million erreicht.

Google betreibt schon länger ein "Chromium Security Rewards Program", das in Chrome gefundene Sicherheitslücken mit Geld belohnt. Dem Hersteller zufolge hat Google über dieses Programm bereits über 300.000 US-Dollar an Sicherheitsforscher ausgezahlt. (ghi)

Kommentieren

  1. Chrome und Safari beim Pwn2Own geknackt

    Chrome und Safari beim Pwn2Own geknackt

    Am zweiten Tag des Hacker-Wettbewerbs haben die Teilnehmer insgesamt 450.000 US-Dollar abgeräumt. Auch George Hotz zählt zu den Gewinnern. Veranstaltet wird der Pwn2Own von der zu Hewlett Packard gehörenden Zero-Day-Initiative (ZDI).

  2. Google hackt Mac OS X für den guten Zweck

    Google hackt Mac OS X für den guten Zweck

    Das Sicherheitsteam des Suchmaschinen-Riesen hat einen brisanten Angriff auf Mac OS X demonstriert: Beim Aufruf einer Webseite mit Safari wurde Code als root ausgeführt. Das Schau-Hacken fand in einer neuen Kategorie des Wettbewerbs Pwn2Own statt.

  3. Mobile Pwn2Own: Internet Explorer 11 geknackt, Chrome schon geflickt

    Chrome und IE

    Die von Pinkie Pie benutzte Chrome-Lücke wurde von Google mittlerweile geschlossen. Forscher der Zero Day Initiative gelang es unterdessen, Internet Explorer 11 auf einem Surface Pro zu übernehmen.

  4. Mobile Pwn2Own: Galaxy S4 und iOS gehackt

    Mobile Target

    Am ersten Tag des Wettbewerbs Mobile Pwn2Own in Tokio wurde auf Samsungs Galaxy S4 eine Sicherheitslücke gezeigt, die es ermöglicht, beliebige Apps zu installieren. Chinesische Hacker zeigten Schwachstellen in Safari unter iOS 6.1.4 und 7.0.3.

Anzeige