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Flash-Patch stopft zwei akute Sicherheitslücken

In einem Sicherheitsbericht weist Adobe darauf hin, dass der neue Flash-Player 11.2 zwei schwerwiegende Sicherheitslücken beseitige. Vorversionen des Plug-ins lassen sich anhand dieser Lücken zum Absturz bringen, was Angreifern womöglich Kontrolle über das Zielsystem verschafft.

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Die erste Lücke betrifft einen Speicherüberlauf bei der Überprüfung der Vertrauenswürdigkeit von Internet-Adressen und betrifft nur den Internet Explorer unter Windows 7 und Vista. Darüber hinaus besteht ein Speicherfehler in der NetStream-Klasse, die zur Ausführung fremden Codes führen kann. Diese zweite Lücke betrifft alle aktuell unterstützten Betriebssysteme: Adobe nennt Android ebenso wie Linux, Mac OS, Solaris und Windows. Bei Android sind allerdings nur die Versionen 2.x und 3.x des Mobilbetriebssystems betroffen; Android 4 ("Ice Cream Sandwich") hingegen nicht.

Android-Anwender aktualisieren ihren Player durch einen Besuch des Android Marketplace. Apple- und Windows-Nutzer können das Update bei Adobe entweder über die allgemeine Download-Seite oder direkt herunterladen.


Am Ende der Installation bietet der Flash Player an, sich künftig automatisch zu aktualisieren. Vergrößern
Jenseits von den Sicherheits-Patches umfasst die Windows-Version des Flash Player 11.2 erstmals einen automatischen Updater, der täglich nach neuen Revisionen des Players sucht. Der Anwender kann entweder bei der Installation des Players oder später in den Einstellungen festlegen, ob er automatische Aktualisierungen erlauben will. Adobe setzt dabei nicht auf einen eigenen Hintergrundsdienst, sondern nutzt brav die Aufgabenplanung des Betriebssystems.

Beim Flash Player 11.2 handelt es sich um das dritte Sicherheits-Update des Flash-Players, das außerhalb des bis dahin gewohnten Monatsrhythmus erscheint: Die letzten beiden Updates erschienen im Dreiwochenintervall.

Parallel veröffentlicht Adobe ein Update für die Laufzeitumgebung Adobe AIR; hier lautet aktuelle Revisionsnummer 3.2.0.2070. Wer nicht auf Flash Player 11 upgraden kann – etwa Anwender in Firmenumgebungen – findet die akuten Sicherheits-Updates auch im Update 10.3.183.18 für den Flash Player 10.3.

Da Google den Flash Player fest in seinen Webbrowser Chrome integriert, muss der Suchmaschinengigant seine Software stets zeitnah aktualisieren. Mittlerweile ist auch ein Update für Google Chrome erschienen: Aktuell ist Release 18.0.1025.142. Da Chrome bereits seit längerem einen automatischen Updater enthält, sollte das Programm sich automatisch aktualisieren – Gewissheit schafft ein Blick in den "Über..."-Dialog des Programms.

Siehe dazu auch:

(ghi)

56 Kommentare

  1. Adobe-Patchday: Updates für kritische Lücken in Flash, Acrobat und Reader

    Adobe-Patches

    Adobe hat zwei Updates veröffentlicht, die sieben Lücken in Flash und ein Loch in Adobe Acrobat und Reader stopfen. Die Patches haben laut Adobe die höchste Prioritätsstufe und sollten so schnell wie möglich installiert werden.

  2. Flash-Update verhindert Cookie-Klau

    Flash-Update vehindert Cookie-Klau

    Wichtige Sicherheits-Updates für Adobe Flash: Sie schließen unter anderem eine bereits öffentlich dokumentierte Lücke, durch die Angreifer Sitzungs-Cookies stehlen können.

  3. Flash 14 schließt sechs Lücken, AIR bringt x86-Support für Android

    Flash und Air 14

    Adobe hat Version 14 des Flash Player und von Adobe AIR herausgegeben. Das Update enthält einige neue Funktionen. Sechs gestopfte Sicherheitslücken sorgen dafür, dass das Update unbedingt installiert werden sollte.

  4. Adobe stopft kritische Flash-Lücke

    Flash Player

    Zum zweiten Mal in diesem Monat behebt Adobe Sicherheitsprobleme mit dem Flash Player. Die aktuelle Sicherheitslücke erlaubt es Angreifern, Schadcode auf den Rechnern der Opfer auszuführen und wird momentan für Angriffe genutzt.

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