Logo von Security

Suche
Ronald Eikenberg 345

Firefox 12 aktualisiert sich selbst

Mozilla hat mit Firefox 12 den angekündigten Updater-Dienst für Windows eingeführt, der dem Anwender beim Browserupdate das Aufpoppen der Benutzerkontensteuerung (User Account Control, UAC) erspart. Firefox benötigt zur Aktualisierung seiner Dateien höhere Rechte, da es in das Programmverzeichnis installiert wird.

Anzeige

Statt die erforderlichen Rechte wie bisher via UAC vom Nutzer anzufordern kümmert sich nun der "Mozilla Maintenance Service" um die Aktualisierung der Programmdateien. Er wird bei Bedarf von Firefox mit Systemrechten ausgeführt und nach dem Update wieder beendet. Ein sogenannter Zugriffssteuerungseintrag (Access Control Entry ACE) im Updater-Dienst erlaubt Firefox, den Dienst mit Systemrechten zu starten, ohne selbst welche zu besitzen.


Ob Firefox den Windows-Dienst für Updates nutzen soll, legt man in den Einstellungen fest. Vergrößern
Die Nutzung des Dienstes kann man im Firefox-Menü unter Einstellungen, Einstellungen, Erweitert, Update steuern ("Einen Hintergrund-Service nutzen, um Firefox zu aktualisieren"). Zusammen mit der Option "Updates automatisch installieren" kümmert sich Firefox dadurch weitestgehend selbst um seine Versionspflege. Wer nicht gewarnt werden will, wenn potenziell inkompatible Add-ons durch ein Update deaktiviert werden, kann das entsprechende Häkchen auch noch entfernen.

Das Resultat dürfte ein annähernd stilles Update sein, das den Nutzer höchstens nur noch nach einer erfolgten Aktualisierung informiert. Wie gut das tatsächlich funktioniert, wird sich in sechs Wochen beim Update auf Firefox 13 zeigen. Für Mac und Linux sind Silent Updates derzeit für Version 14 geplant. Chrome aktualisiert sich schon seit jeher selbstständig, und auch Microsoft hat schon erste Versuche unternommen, seinen Internet Explorer ohne Zutun des Nutzers über Windows Update auf den neusten Stand zu bringen.


Nicht schön, aber praktisch: Die freischaltbare Schnellwahl-Seite von Firefox 12 ist anscheinend noch nicht ganz fertig. Vergrößern
Darüber hinaus hat sich mit Firefox 12 nur wenig getan. So haben die Zeilen in der Quellcode-Ansicht nun Zeilennummern und das Title-Attribut unterstützt Zeilenumbrüche. Eine gut versteckte Neuerung hat die neue Version dann doch noch zu bieten: Stellt man unter about:config den Eintrag browser.newtabpage.enabled auf true und gibt unter browser.newtab.url den Wert about:newtab ein, präsentiert Firefox ähnlich wie Google Chrome beim Öffnen eines neuen Tabs stets eine Schnellwahl mit den zehn neun am häufigsten besuchten Internetseiten.

Zudem dürfte Mozilla bei der Mac-Version ein Problem beim Auslesen von Plugin-Metadaten behoben haben, das verhindert hat, dass die Entwickler verwundbare Versionen des Java-Plug-ins unter neueren Mac-Versionen auf eine schwarze Liste setzen und somit an der Ausführungen hindern konnten.

Offiziell wird Firefox 12 voraussichtlich am morgigen Dienstag erscheinen. Dann wird auch die finale Liste mit allen Änderungen freigegeben; einschließlich eventueller sicherheitsrelevanter Korrekturen. Die Installationsdateien für sämtliche unterstützte Betriebssysteme stehen jedoch schon jetzt auf Mozillas FTP-Server zum Download bereit.

Siehe dazu auch:

(rei)

345 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Internet Explorer: Microsoft beendet Support für ältere Versionen

    Internet Explorer

    Ältere Versionen des Internet Explorer sollen ab Januar 2016 keine Updates mehr erhalten. Nutzer sollten auf die aktuellste Version umsteigen.

  2. Kommentar: Weg mit Flash!

    Flash-Recycling

    Bei Adobes Plug-in stimmt die Balance aus Nutzen und Risiko nicht mehr. Es wird Zeit, dieses Relikt abzuschalten, meint Herbert Braun

  3. Firefox 42 blockiert Tracker

    Firefox 42 blockiert Tracker

    Der Mozilla-Browser hat mit "Tracking Protection" jetzt einen Quasi-Werbeblocker an Bord und steht auch unter Windows 64 bereit.

  4. Webbrowser Firefox 44 mit verbesserten Push-Nachrichten

    Firefox

    Version 44 des Firefox-Browsers verschickt nun auch Push-Nachrichten von Websites, die nicht geöffnet sind. Zudem haben die Entwickler die Fehlerseiten verbessert und die RC4-Unterstützung entfernt.

  1. Interview mit Mark Mayo: Firefox erfindet sich neu

    Interview mit Mark Mayo: Firefox erfindet sich neu

    Zum Release von Version 42 des Browsers spricht Firefox-Chef Mark Mayo über den Tracking-Blocker, vergangene Fehlentscheidungen, iOS-Firefox und den bevorstehenden Total-Umbau durch das "Electrolysis"-Projekt.

  2. Heise-Register

    Heise-Register

    Das alte Gesamtregister der Heise-Fachzeitschriften c't (ab 12/83) und iX (ab 11/88). Die Fundstellen aller erschienenen Artikel mit Stichwörtern und aktualisierten Querverweisen. Inklusive Recherche-Programm mit komfortabler, fehlertoleranter Suchfunktion.

  3. Wenig Neues in Ubuntu 15.04

    Ubuntu 15.04

    Die neue Version 15.04 von Ubuntu zeigt deutlich: Derzeit liegen die Prioritäten von Canonical nicht auf der Weiterentwicklung des Desktop. Immerhin gibt Ubuntu Next einen Ausblick auf die Zukunft von Ubuntu, Kubuntu vollzieht den Umstieg auf KDE 5 und auch beim Server gibt es Neues.

  1. Die iOS-Spyware Pegasus – eine Bestandsaufnahme

    Die iOS-Spyware Pegasus - eine Bestandsaufnahme

    Die Spionage-Software Pegasus erschüttert die iPhone-Welt. Wie kann ich mich schützen? Liegt das iOS-Sicherheitskonzept in Schutt und Asche? Ist das das Ende? Eine Analyse der bekannten Fakten schafft Klarheit.

  2. Kim Dotcom droht Ende der Gastfreundschaft in Neuseeland

    Kim Dotcom

    Neuseeland will den Internet-Unternehmer Kim Dotcom an die USA ausliefern. Dagegen wehrt er sich vor Gericht in seiner Wahlheimat. Viele dort wären den Deutschen lieber los.

  3. Kommentar zu den neuen AGBs bei WhatsApp: Es gibt doch nichts geschenkt

    Facebook und WhatsApp

    Seit dem Kauf durch Facebook war WhatsApp seltsam antikapitalistisch: Die App ist kostenlos und Facebook durfte nicht an die Nutzerdaten. Die neuen Datenschutzrichtlinien beenden nur die verkehrte Welt, findet Johannes Merkert.

  4. Kommentar zur Spionagesoftware "Pegasus": Apple hat vorbildlich reagiert

    iPhone 6S

    Es liegt wohl am Sommerloch, dass in den Medien wegen eines Spionagetools Apples Untergang herbeigeredet wird. Dabei hat Cupertino gerade einmal mehr bewiesen, dass iOS die sicherste Mobilplattform ist, findet Jeremias Radke.

Anzeige