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Thorsten Leemhuis 39

SDK und Quellcode des Mobilsystems Tizen 1.0 freigegeben


Bild: tizen.org
Das Tizen-Projekt hat den Quellcode und ein Software Development Kit (SDK) des Betriebssystems Tizen 1.0 veröffentlicht. In der Ankündigung der "Larkspur" genannten Version erläutert die Tizen Technical Steering Group, weitere Funktionen eingebaut zu haben; zudem will das Projekt die Zuverlässigkeit und Performance verbessert haben, wovon Entwickler profitieren sollen. Man arbeitete an weiteren Verbesserungen und Erweiterungen, die in häufig geplante Updates der Quellen und des SDK einfließen sollen.

Eine der Neuerungen seit der Beta ist ein Simulator, um Tizen-Apps im Browser zu testen. Der Emulator soll nun deutlich schneller arbeiten, was dem Einsatz von OpenGL unter Linux und Intel's Hardware Acceleration Manager für Windows zu verdanken sein soll. Das SDK erfordert 32-Bit-Versionen von Ubuntu (10.04/10.10/11.04/11.10) oder ein 32-Bit-Windows (XP SP3/7); eine Version für Mac soll bald erscheinen. Die Release Notes zum SDK liefern weitere Hintergründe zu den Eigenschaften der Softwaresammlung für Tizen-Entwickler.

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Der Tizen-Emulator des SDK. Vergrößern
Bild: tizen.org
Im Rahmen der Vorstellung hat das Projekt zudem die Einrichtung einer Fehlerdatenbank und eines Wikis für Community-Entwickler bekannt gegeben. Die Release Notes zu den Quellen von Tizen 1.0 erläutern die dort seit der Beta vorgenommene Änderungen; die erwähnen, dass die erste Tizen-Version speziell für Smartphones und Tablets entworfen sei. Dort finden sich auch einige Infos zu den bei Tizen eingesetzten Komponenten. Demnach nutzt Tizen einen X-Server mit einem Composite Window Manager, der auf der Bibliothek EFL (Enlightenment Foundation Libraries) aufbaut; die Umgebung verwendet Cairo, ein auf GStreamer basierendes Multimedia Framework und unterstützt OpenGL ES 1.1 und 2.0.

Die Version 1.0 ist das erste Release des Tizen-Projekts, das als Nachfolger von MeeGo und LiMo gilt. Wie zuvor MeeGo steht auch Tizen unter der Obhut der Linux Foundation. Initiiert wurde das Projekt maßgeblich von Intel und Samsung; über die Tizen Association tragen mittlerweile auch andere Firmen zum Betriebssystem bei. Es wird vornehmlich für Mobil-Geräte wie Netbooks, Smartphones und Tablets entwickelt, soll sich aber auch für Infotainment-Geräte in Autos (In-Vehicle Infotainment/IVI), Internet-taugliche Fernseher, Settop-Boxen und andere Geräteklassen eignen. Entwickler sollen für Apps vornehmlich auf Web-Techniken wie HTML5 zurück greifen, können aber auch native Applikationen schreiben. (thl)

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