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Thorsten Leemhuis 112

Linux für ARM-Prozessoren von Fedora und OpenSuse


Cortex-A7, hier als Quad-Core Vergrößern
Bild: ARM
Einige OpenSuse-Entwickler arbeiten darauf hin, mit der für Juli geplanten Version 12.2 der Distribution grundlegende Unterstützung für ARM-Prozessorkerne zu bieten. Das geht aus einer E-Mail hervor, in der OpenSuse-Mitstreiter Andrew Wafaa die wichtigsten Punkte und Ergebnisse zusammenfasst, die in einem Gespräch zwischen einigen am ARM-Port interessierten Entwicklern kürzlich zur Sprache kamen. Demnach soll der Fokus auf der ARMv7-Architektur liegen, die aktuelle Cortex-Prozessoren verwenden; wer Interesse an besserem ARMv5-Support habe, müsse sich selbst einbringen.

Damit 12.2 mit ARM-Unterstützung erscheinen könne, müssen laut Wafaa bis zum 1. Juni alle Probleme behoben sein, die es im Entwicklerzweig Factory derzeit beim Übersetzen der Software für ARM-Kerne noch gibt. Als Referenzplattform für Entwickler soll das mit OMAP4-Prozessor (2 × Cortex-A9) ausgestattete Pandaboard dienen; der ARM-Port von OpenSuse soll aber auch auf anderen Geräten arbeiten.

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Die Fedora-Entwickler wollten eigentlich am vergangenen Mittwoch einen Remix von Fedora 14 vorstellen, der speziell für den günstigen Mini-Computer Raspberry Pi ausgelegt ist. Aufgrund gesundheitlicher Probleme des leitenden Entwicklers wurde der Termin aber um einige Tage verschoben. Das Raspberry-Pi-Projekt will den Käufern des lediglich 35 US-Dollar teuren Mini-Computers diese Distribution empfehlen; dessen ARM11-Kern nutzt noch die ältere ARMv6-Architektur. Der Fedora Remix wurde maßgeblich am Seneca College in Toronto vorangetrieben; die Mitstreiter erläutern einige Hintergründe zur Entstehung in einem Video:

Video zur Entstehung des Fedora Remix für den Raspberry Pi.

Das Fedora-Projekt hat allerdings die Pflege von Fedora 14 bereits im Dezember eingestellt; der ARM-Port von Fedora 15 gilt als "Complete". Ähnlich wie die Portierungen für PowerPC oder s390x ist auch die für ARM bei Fedora derzeit als "Secondary Architecture" eingestuft, damit sie die Arbeit an den primär unterstützten Architekturen x86-32/x86 und x86-64/x64 nicht behindert. Die Entwickler von Fedora ARM erwägen allerdings darauf hinzuarbeiten, den ARM-Port mit Fedora 18 zur "Primary Architecture" zu erheben. (thl)

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