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Ronald Eikenberg 102

YouTube angeblich als Virenschleuder missbraucht

Laut dem Bericht einer Sicherheitsfirma ist es Cyber-Ganoven gelungen, Online-Banking-Trojaner über Googles Videoplattform YouTube zu verbreiten.

Laut einem Bericht der Sicherheitsfirma Bromium ist es Cyber-Ganoven gelungen, Malware über YouTube zu verbreiten. Die Angreifer haben demnach eine speziell präparierte Flash-Anzeige in Googles Anzeigennetzwerk Doubleclick eingeschleust, die dann auch tatsächlich über YouTube.com ausgeliefert wurde.

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Bromium Labs
Der Ablauf des von Bromoium Labs analysierten Angriffs Vergrößern
Bild: Bromium Labs

Die Anzeige soll den YouTube-Nutzer auf eine Seite weitergeleitet haben, auf der das Exploit-Kit Styx lauerte. Stix soll versucht haben, eine seit längerem gepatchte Java-Lücke auszunutzen, um einen Online-Banking-Trojaner ins System zu schleusen. Nach Angaben von Bromium hat Google bestätigt, dass ein böswilliger Anzeigenkunde hinter dem Angriff steckt. Wie lange die Malware-Anzeige ausgeliefert wurde, ist derzeit nicht bekannt. Inzwischen wurde die betroffenen Anzeigenkampagne von Google verbannt.

Der aktuelle Fall zeigt wieder einmal, dass man grundsätzlich immer darauf gefasst sein muss, auf Schad-Code zu stoßen. In der Vergangenheit gelang es Online-Ganoven bereits, diverse prominente Web-Seiten als Virenschleuder zu missbrauchen; zumeist über Werbeanzeigen. Um die Schlupflöcher für Malware zu schließen, sollte man sein System stets auf den aktuellen Stand halten.

Das gilt neben dem Betriebssystem vor allem für den Browser und seine Plug-ins, da letztere zumeist die entscheidende Rolle bei Drive-by-Angriffen spielen. Einen wirksamen Schutz bietet auch die Funktion Click-to-Play, die unter anderem Google Chrome und Firefox bieten. Ist sie aktiv, werden in Web-Seiten eingebettete Plug-ins erst aktiv, wenn man mit der Maus darauf klickt. (rei)

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