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Christof Windeck 63

XO-Laptop auch mit VIA-Prozessor (Update)

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XO-1 mit AMD Geode
Erfolg für VIA Technologies: Das von Nicholas Negroponte ins Leben gerufene One-Laptop-per-Child-(OLPC-)Projekt will nun auch ein Gerät der Generation 1.5 mit VIA-Hardware entwickeln. Es soll nach einer Mitteilung unabhängig vom 2010 erwarteten XO-2 entstehen, der möglicherweise statt mit einem x86-Prozessor – im XO-1 kommt der noch bis 2015 verfügbare AMD Geode zum Einsatz – mit einer sparsameren ARM-CPU und also auch überarbeiteter Software arbeiten soll.

Die XO-Laptops mit VIA-Hardware sollen weitgehend den bisher gelieferten XO-1-Geräten mit AMD Geode entsprechen. Im Geneneration 1.5 XO-1 steckt aber ein Mainboard mit dem Einzelchip-"Chipsatz" VX855, darauf wiederum sitzt ein C7-M-ULV-Prozessor mit maximal 1 GHz Taktfrequenz.

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Weil der Chipsatz die im XO-1 integrierte Kamera ebenso direkt anbinden kann wie SD-Speicherkarten und SDIO-Module, wollen die OLPC-Entwickler auf den speziellen PCI-Adapter Marvell 88ALP01 (Codename CaFE) verzichten, der bisher aber auch den NAND-Flash-Massenspeicher angebunden hat. Stattdessen soll wohl ein preiswerter SSD-Controller zum Einsatz kommen. Als WLAN-Adapter soll künftig der Marvell 88W8686 dienen, der statt am USB am SDIO-Port andockt. So soll sich das WLAN-Modul leicht austauschen lassen.

(Update:) Der USB-WLAN-Chip erschwerte laut einem OLPC-Software-Entwickler die Nutzung des Suspend-Modus. Außerdem soll der Arbeitsspeicher von 256 MByte auf 1 GByte (DDR2-)SDRAM wachsen, auch beim Flash-Speicher ist mindestens das Vierfache (4 statt 1 GByte) vorgesehen, 8 GByte sind ebenfalls möglich. Durch den wesentlich größeren Speicher kann das Betriebssystem auf die Kompression vieler Dateien verzichten, was das Arbeitstempo des Gerätes deutlich steigern soll.

Wie OLPCNews unter Berufung auf das "Tech Team" meldet, soll die Leistungsaufnahme des XO-1 Gen. 1.5 auf dem Niveau des bisherigen Geräts bleiben. Ein Update der "Sugar"-Software soll Treiber für die neue Hardware einbinden. Beim Display der Firma PixelQi, das zwei verschiedene Betriebsmodi (mit/ohne Hinterleuchtung) beherrscht, sind zunächst keine Änderungen geplant; auf längere Sicht soll aber ein helleres und noch effizienteres PixelQi-Display Einzug halten.

Erste Muster des neuen Mainboards sollen den OLPC-Treiberentwicklern ungefähr ab Mai zur Verfügung stehen, einige hundert komplette Vorseriengeräte der Generation 1.5 könnten etwa im August an Software-Entwickler gehen.

Die Firma VIA Technologies verfolgt – ebenso wie AMD mit dem 50x15-Plan und Intel mit World Ahead – mit pc-1 ein langfristiges Konzept zum Verkauf der eigenen Produkte an finanzschwache Käufer aus Entwicklungs- und Schwellenländern. (ciw)

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