Logo von heise online

Suche
42

US-Sicherheitsbehörde: China steht hinter RSA-Hack

China sei für den Angriff auf die Server des IT-Sicherheitskonzerns RSA Security verantwortlich. Das teilte Alexander Keith, der Direktor der US-Sicherheitsbehörde NSA, gestern bei einer Senatsanhörung mit, wie die Informationweek berichtet. Zudem warf er dem Staat vor, große Mengen an militärisch relevantem geistigen Eigentum zu stehlen.

Anzeige

Laut Keiths Einschätzung zeige der Hack ein hohes Gefahrenpotenzial auf. Wenn es den mutmaßlichen chinesischen Angreifern schon möglich sei, Security-Spezialisten wie RSA zu infiltrieren, dann sei das Risiko bei anderen Unternehmen noch viel größer. Eine stärkere Überwachung öffentlicher Netze durch seine Behörde schloss der NSA-Chef jedoch aus. Konkrete Details oder Beweise für seine Beschuldigung gegen China wollte er bei der Anhörung nicht nennen. Ob sich diplomatische Konsequenzen daraus ergeben, bleibt abzuwarten.

Der Cyberangriff auf RSA Security fand im März 2011 statt. Mittels einer gezielten Phishing-Attacke konnten Hacker Zugriff auf die Unternehmensserver erlangen und sensible Daten stehlen. Unter anderem gelangten die Angreifer an Daten zu SecurID, einem weit verbreiteten System zur 2-Faktoren-Authentifizierung. Es wird vermutet, dass damit der Einbruch in das Netzwerk von Lockheed-Martin möglich wurde. Bislang machten RSA-Sprecher nur publik, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Staat hinter dem Angriff stehe – konkrete Namen nannten sie dabei nicht. (axk)

42 Kommentare

Themen:

  1. Was war, was wird: Von Autobahnen, Fluchtfahrzeugen und dem aufrechten Gang

    Datenklau

    Glückliche Seufzer und frühlingshaftes Stöhnen hallen durch die norddeutsche Tiefebene. Der Lenz kommt und bringt den heißen Scheiß Jetzt ganz neu: "Predictive Geheimdiensting". Hal Faber weiß, wie kaputt das Internet ist.

  2. NSA-Ausschuss: Experten fordern Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein

    Der Skandal erreicht den Bundestag

    IT-Sicherheitsforscher drängen nachdrücklich auf durchgehende kryptographische Lösungen, um das massenhafte Abhören durch Geheimdienste zu erschweren. Außerdem müssten Software-Audits ausgebaut werden.

  3. US-Bericht: Über 80 Millionen Konten bei JPMorgan von Hacker-Angriff betroffen

    JPMorgan

    Bei dem im August aufgedeckten Großangriff auf US-Amerikanische Banken, konnten Hacker offenbar detaillierte Informationen von Kunden erbeuten.

  1. Alles ist geknackt ...alles? Nein!

    So kann man sich das Knacken von IPsec-Verbindungen vorstellen: Man fragt nach den Schlüsseln -- und wenn die geliefert werden können, bekommt man Zugriff auf die Daten.

    In seiner Analyse der letzten NSA-Leaks kommt Krypto-Professor Damian Weber zu einer anderen Einschätzung als die dramatisierenden Spiegel-Artikel: Er sieht durchaus Anlass zu Hoffnung.

  2. Verteidigung der Freiheit

    Der Innenminister will das Internet schützen. Und erklärt uns, warum man sich dabei nicht auf die NSA fixieren darf.

  3. Macs im Visier

    Die sich überschlagenden Notfall-Patches und Einbrüche verstellen ein wenig den Blick auf das große Ganze: Durch gezielte Angriffe werden derzeit reihenweise Firmen ausspioniert -- und zwar ziemlich egal ob deren Mitarbeiter Windows oder Macs benutzen.

  1. Sysadmin Day: Von der Verantwortung eines Admins, Teil III

    Sysadmin Day: Von der Verantwortung eines Admins, Teil III

    Es ist wieder einmal soweit: Bier für die Sysadmina, Kuchen für den Sysadmin! Herzen wir diese tapferen, klugen und geduldigen Menschen, auch wenn vielen von ihnen angesichts von Windows 10 nicht unbedingt der Sinn nach einer Feier steht.

  2. Facebook kündigt Beratung bei Datensicherheit an

    Facebook

    Mit dem einem sogenannten "Security-Check" sollen die Nutzer mögliche Angriffe auf ihr Konto besser verhindern lernen.

  3. Mini-3D-Drucker für 163 Euro bei HobbyKing

    TinyBoy: Mini-3D-Drucker für 163 Euro bei HobbyKing

    Der Mini Fabrikator tritt an, die untere Preisgrenze für 3D-Drucker nochmals zu drücken. Das kompakte Gerät mit seinem schicken Acrylglasgehäuse soll seinen Platz in Modellbauwerkstätten finden – und in Schulen.

  4. Google Now unterstützt WhatsApp

    Google Now unterstützt WhatsApp

    Google-Now-Nutzer können ihre diktierten Nachrichten auch via WhatsApp und mit anderen Messengern verschicken. Derzeit gibt es jedoch eine Einschränkung.

Anzeige