Logo von heise online

Suche
178

US-Militär will Gehirn per Ultraschall manipulieren


Einen ersten Prototypen des Ultraschall-Soldatenhelms hat Dr. Tyler in seinem Labor bereits entwickelt. Vergrößern
Bild: Tyler Lab
Es hört sich nach kruder Science-Fiction an, was Dr. William Tyler an der School of Life Sciences der Arizona State University für das US-Militär erforscht. Der Gründer der Firma Synsonix arbeitet an einem Helm für Soldaten, der die Gehirnaktivität des Trägers mittels "Transkranieller Ultraschallimpulse" beeinflussen soll. Die neue Technik erlaube es, so Tyler in seinem Blog Armed with Science, einzelne Hirnregionen gezielt zu stimulieren, ohne dass zuvor spezielle Elektroden eingepflanzt werden müssten. Die neue Ultraschallmethode sei fünfmal genauer als die mit Magnetfeldern arbeitende Transkranielle Magnetstimulation (TMS) und könne zudem in tiefere Hirnregionen vordringen.

Das Forschungsprojekt wird unterstützt vom U.S. Army Research Development and Engeneering Command (RDECOM ), dem Army Research Laboratory (ARL) sowie der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA). Ziel sei es, die Wirkungen von gezielten Ultraschallimpulsen auf einzelne Hirnregionen weiter zu untersuchen und ihre Auflösung zu verbessern. Die Technik könne dann eines Tages in die Helme der US-Soldaten implementiert werden. Dort solle der Ultraschall in Kampfsituationen Stress abbauen, das Schmerzempfinden reduzieren, die Aufmerksamkeit verbessern und traumatischen Hinrverletzungen vorbeugen. (hag)

Anzeige

178 Kommentare

Themen:

  1. US-Militär forscht an Gefechtsköpfen aus dem 3D-Drucker

    Zunino an einem 3D-Drucker (Erin Usawicz/US Army)

    Das US-amerikanische Militär erkundet die Möglichkeiten, die der 3D-Druck für seine Zwecke bietet.

  2. Rechnungshof rügt Initiative für sicheres Regierungsnetz

    Studie: Verschlüsselter Datenverkehr nimmt enorm zu

    Der Bundesrechnungshof lässt kaum ein gutes Haar am Plan des Innenministeriums, die Behördenkommunikation besser abzusichern. Die Prüfer vermissen ein tragfähiges und wirtschaftliches Konzept.

  3. "Yo"-App hat Ärger mit Klonen

    Die "Yo"-App in Aktion.

    Der "kontextsensitive Messenger", mit dem sich nur zwei Buchstaben verschicken lassen, versucht, verschiedene Nachahmer mit Hilfe Apples aus dem iOS App Store zu entfernen. Sie verletzten "geistiges Eigentum", hieß es.

  1. Händeschütteln für den Fortschritt

    Wafer mit Nanoröhren-Schaltkreisen

    Stanford-Forscher haben erstmals Kohlenstoff-Nanoröhren erfolgreich in integrierte Schaltkreise eingebaut und diese auch in größerer Stückzahl auf einem Wafer produziert.

  2. Industrieprodukt Genomsequenz

    Hochdurchsatz-Sequenziermaschine von Illumina

    Die US-Firma Illumina will mit neuen Hochdurchsatz-Maschinen die Entschlüsselung menschlicher Genome endlich unter die 1000-Dollar-Grenze drücken und regelrechte Sequenzierfabriken etablieren.

  3. Kernel-Log – Was 3.12 bringt (1): Dateisysteme & Storage

    Btrfs beherrscht jetzt Daten-Deduplikation und Ext4 soll sparsamer mit dem Arbeitsspeicher umgehen. Neue Locking-Techniken und Multi-Threading im RAID-5-Code versprechen bessere Performance.

  1. Hamburger Datenschützer: Facebook muss Pseudonyme erlauben

    Facebook

    Facebook will, dass seine Mitglieder auf ihrem Profil so heißen wie im Alltag auch. Immer wieder gibt es Ärger um diese Pflicht zu echten Namen. Der Datenschützer der Hansestadt, Johannes Caspar, stellt sich nun mit einer Anordnung gegen das Netzwerk.

  2. Selektoren-Streit: G10-Kommission will Bundesregierung verklagen

    Selektoren-Streit: G10-Kommission will Bundesregierung verklagen

    Um die umstrittenen NSA-Selektoren einsehen zu können, will die G 10-Kommission nun offenbar vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Das muss aber noch geprüft werden. Weil es solch einen Schritt noch nie gegeben hat, ist nicht klar, ob das möglich ist.

  3. Intel und Micron stellen Flash-Alternative 3D XPoint vor

    3D XPoint-Speicherchips von Intel und Micron

    Die neue Speichertechnik für Server und Storage-Systeme soll 1000-mal schneller arbeiten als bisherige NAND-Flash-Chips und gleichzeitig unempfindlicher sein gegen häufiges Überschreiben.

  4. Komfort kompakt

    Fahrbericht: Hyundai Tucson 1.6 T-GDI

    Hyundais neues, altes Erfolgsmodell ist der Tucson. Nach einer Episode, in der er ix35 genannt wurde, heißt er nun wieder so wie seine erste Ausgabe von 2005. Wir haben den Hyundai mit seinem neuen 1,6 Liter großen Vierzylinder-Ottomotor und dem ebenfalls neuen Doppelkupplungsgetriebe probiert

Anzeige