Logo von heise online

Suche
Andreas Stiller 37

Transactional Memory für Intels Haswell-Prozessor

Intels nächste Prozessorgeneration Haswell wird als zweiter Prozessor nach IBMs BlueGene/Q Transactional Memory in Hardware unterstützten. Diese vor zwei Monaten im Prozessorgeflüster schon vorab verratene Tatsache bestätigte Intels Software-Experte James Reinders in seinem Blog.

TSX: Transactional Synchronization Extentions, so heißt die Befehlserweiterung, deren Berschreibung man jetzt als bei Intel in der Neufassung der "Intel Architecture Instruction Set Extensions, Programming Reference" herunterladen kann (PDF). Mit TSX soll die Synchronisation zwischen Threads verbessert und vor allem beschleunigt werden. Threads müssen sich bei Zugriffen auf gemeinsame Bereiche miteinander synchronisieren, was viel Zeit kosten kann. Bei Transactional Memory arbeiten die Threads stattdessen zunächst einmal unsynchronisiert und erst beim "Commit" wird überprüft, ob es einen Konflikt gegeben hat. In dem Fall muss die Transaktion verworfen und wiederholt werden, aber das ist vergleichsweise selten.

Konzepte in Software (STM) gibt es schon lange, doch die sind bislang zumeist zu ineffizient. Intels TSX bieten dem Programmierer zwei Schnittstellen: Hardware Lock Elison (HLE) mit den neuen Präfixen XACQUIRE und XRELEASE sowie eine Variante namens Restricted Transactional Memoyr RTM, die die neuen Instruktionen XBEGIN, XEND und XABORT bietet. HLE ist die klassische Form, die sich in bestehende Programmkonzepte mit "mutual exclusion" leicht einbringen lässt, RTM ist flexibler, erfordert aber eine Neufassung des Konzepts. (as)

37 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. IDF 2015: Intel enthüllt (ein wenig) die Skylake-Architektur

    IDF Intels Skylake-Architektur

    Am ersten IDF-Tag wollte Intel die Skylake-Architektur vorstellen. Beim eigentlichen Kern hielt sich die Auskunftsfreude aber in Grenzen.

  2. ARM-Prozessoren für Server sollen 2017 durchstarten

    Applied Micro X-Gene 3

    Seit Jahren versuchen Hersteller von ARM-SoCs, den lukrativen Markt der Server-CPUs zu erobern, den Intel mit den Xeons dominiert.

  3. Programmier-Tipps für die BIOS-Backdoor

    System Management Mode (SMM) bei x86-Plattformen

    Der Hacker Cr4sh erklärt, wie er eine Hintertür in die UEFI-Firmware eines Intel-Mainboards einbaut. Dabei zeigen sich einmal mehr kritische Lücken in der x86-Plattform, vor allem beim System Management Mode.

  4. Internet der Dinge: Das Open Internet Consortium wird zur Open Connectivity Foundation

    Internet der Dinge: Das Open Internet Consortium wird zur Open Connectivity Foundation

    Zahlreiche namhafte Firmen wie Intel, Samsung, Cisco, Microsoft und Qualcomm haben sich zusammengeschlossen, um die Kommunikation zwischen IoT-Endgeräten zu standardisieren und (noch) ein Industriekonsortium aufzubauen.

  1. Die Neuerungen von Linux 3.16

    Btrfs und NFS sollen robuster und schneller arbeiten. Ein neues Skript vereinfacht die Fehleranalyse. Optimierungen am Locking-Code können die Performance signifikant verbessern. Die sollen auch einige Änderungen an den Grafiktreibern von AMD und Intel steigern. Nvidia arbeitet jetzt am Nouveau-Treiber mit.

  2. Die Neuerungen von Linux 4.3

    Der Linux-Kernel unterstützt jetzt die neuesten Grafikprozessoren von AMD und Intel. Neu ist auch eine Funktion, um Amok laufende Prozesse einzudämmen. Der Ext3-Dateisystemcode musste weichen und IPv6 wird jetzt standardmäßig eingebaut.

  3. Atom, Celeron oder Atom-Celeron?

    Shuttle XS35V4

    Das war ja zu erwarten: Mit Shuttle meldet nun ein erster PC-Hersteller den "Wechsel vom Intel Atom zum (...) Celeron", doch drin steckt weiterhin Atom-Technik.

  1. Samsung PM971-NVMe: 512-GByte-SSD kleiner als SD-Karte

    Samsung PM971-NVMe SSD PCIe

    Auf Tablets und ultraflache Notebooks zielt die Samsung-SSD PM971-NVMe zum Auflöten: Sie stellt ein halbes Terabyte Flash-Speicher auf 3,2 Quadratzentimetern Fläche bereit und soll 1,5 GByte/s liefern.

  2. Facelift: BMW 3er GT

    BMW

    Der 3er GT wirkt wie ein Fremdkörper im BMW-Programm, bietet er doch auf allen Plätzen deutlich mehr Bewegungsfreiheit als die anderen Dreier. Ein Jahr nach dem Facelift von Limousine und Touring folgt nun die Überarbeitung für den GT. Überraschungen gibt es dabei kaum

  3. Kommentar: Grafikkarten nur noch für Gutverdiener

    Kommentar: Grafikkarten nur noch für Gutverdiener

    Spieler-Grafikkarten werden immer teurer. Das hat mit Nvidias Marktdominanz zu tun und ist schlecht für alle, kommentiert Martin Fischer.

  4. AMD: Erste Details zur Polaris-Grafikkarte Radeon RX 480

    AMD: Erste Details zu Polaris-Grafikkarten

    Die Radeon RX 480 soll sich für Virtual Reality eignen und unter 200 US-Dollar kosten. Dank DisplayPort 1.4 HDR kann sie Displays mit erweitertem Farbraum ansteuern.

Anzeige