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Telekom will T-Mobile USA immer noch loswerden

Nach dem geplatzten Verkauf von T-Mobile USA will sich die Deutsche Telekom auf anderem Wege von ihrer ungeliebten Mobilfunktochter trennen. Wie die Finanznachrichten-Agentur Bloomberg schrieb, führt der deutsche Konzern Gespräche mit einer Reihe von Unternehmen. Die Telekom nahm zu dem Bericht nicht Stellung; der Konzern legte am heutigen Donnerstag seine Geschäftszahlen für das erste Quartal vor, wonach hohe Aufwendungen für den Konzernumbau auf den Gewinn drücken.

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Der Bericht nennt namentlich den kleineren US-Mobilfunker MetroPCS als möglichen Partner. Die Unternehmen führten Diskussionen über einen Aktientausch, hieß es unter Berufung auf eingeweihte Personen. Dem Plan zufolge würde die Telekom die Kontrolle über den zusammengeschlossenen Mobilfunkanbieter behalten. Möglich sei auch ein Börsengang oder der erneute Versuch eines Komplettverkaufs.

Die Telekom war im Dezember mit ihrem Versuch gescheitert, T-Mobile USA an den US-Branchenriesen AT&T zu verkaufen. Die Wettbewerbshüter im Land hatten Einspruch gegen das 39 Milliarden Dollar schwere Geschäft erhoben, weil sie Nachteile für die Kunden fürchteten. T-Mobile USA ist der viertgrößte Mobilfunker des Landes, leidet aber unter einem Kundenschwund. Zudem ist ein teurer Netzausbau nötig, um mit den steigenden Datenmengen der Smartphones mitzuhalten.

AT&T wäre mit dem Zukauf von T-Mobile USA zum mit Abstand größten Mobilfunkanbieter der Vereinigten Staaten aufgestiegen. Es wären daneben aber nur noch zwei weitere nennenswerte Konkurrenten übrig geblieben, nämlich Verizon Wireless und Sprint Nextel. T-Mobile USA gehört zu den günstigen Anbietern. Deshalb hatte das zuständige Justizministerium gegen den Verkauf geklagt, und auch der Netzregulierer FCC hatte sich gesperrt.

In der Zwischenzeit hatte die Telekom bereits angekündigt, T-Mobile USA weiter umzustrukturieren, was unter anderem 1900 Arbeitsplätze in Call-Centern kosten soll. Außerdem werden rund 4 Milliarden US-Dollar in den Ausbau des US-Netzes mit LTE investiert – was aber zu einem großen Teil mit Zahlungen von AT&T finanziert wird, da AT&T nach der gescheiterten Übernahme 3 Milliarden US-Dollar an die Telekom überweisen musste. (jk)

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