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Sharehoster-Sterben geht weiter

Mit Wupload.com hat ein weiterer großer Sharehoster das Handtuch geworfen. Seit kurzem zeigt die Hauptseite eine unübersehbare Ankündigung: "All sharing has been disabled. Wupload is not a file sharing site." Bis dahin konnten auf Wupload hochgeladene Dateien von beliebigen Anwendern heruntergeladen werden; jetzt dient die Website allenfalls noch zur Online-Datensicherung.

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Es ist nicht der erste Filehoster, der so reagiert: Nach der dramatisch inszenierten Schließung von Megaupload im Januar hatten einige Sharehoster ihr Angebot komplett eingestellt, andere die Download-Möglichkeit auf den Uploader beschränkt. Anfang April deaktivierte Fileserve.com seine Sharing-Funktion zum zweiten Mal – der Hoster war diesen Schritt nach der Megaupload-Razzia im Januar schon einmal gegangen, hatte die Einschränkung aber nach ein paar Tagen wieder zurückgenommen.

Ursache für den jüngsten Sinneswandel war vermutlich die Ankündigung des Branchenverbands Motion Picture Association of America (MPAA), er wolle verstärkt gegen "Rogue Cyberlockers" vorgehen, die illegales Material verbreiten. Eine von CNet veröffentlichte Infografik führt Depositfiles, Fileserve, MediaFire, PutLocker und Wupload als die fünf größten Sharehoster an, die nach Meinung der MPAA nicht genug gegen Urheberrechtsverletzungen unternehmen. MediaFire hatte sich umgehend gegen die Anschuldigung gewehrt.

RapidShare, einer der größten Datei-Anbieter, blieb bislang vor der Einordnung als Schurkenhoster verschont. Dazu dürfte beigetragen haben, dass die Website Ende Februar die Download-Geschwindigkeit für Gratis-Anwender auf 30 kByte/s drosselte. Der Website TorrentFreak gegenüber erklärte Rapidshare damals, die Plattform solle für illegal angebotene Inhalte gezielt unattraktiv gemacht werden. Grundsätzlich bietet RapidShare weiterhin schnelle Gratis-Downloads an – hierfür muss der Uploader aber einen Pro-Account besitzen und dafür geradestehen, dass die Dateien legal bereitgestellt werden. (ghi)

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