Logo von heise online

Suche
Gerald Himmelein 290

Sharehoster-Sterben geht weiter

Mit Wupload.com hat ein weiterer großer Sharehoster das Handtuch geworfen. Seit kurzem zeigt die Hauptseite eine unübersehbare Ankündigung: "All sharing has been disabled. Wupload is not a file sharing site." Bis dahin konnten auf Wupload hochgeladene Dateien von beliebigen Anwendern heruntergeladen werden; jetzt dient die Website allenfalls noch zur Online-Datensicherung.

Anzeige

Es ist nicht der erste Filehoster, der so reagiert: Nach der dramatisch inszenierten Schließung von Megaupload im Januar hatten einige Sharehoster ihr Angebot komplett eingestellt, andere die Download-Möglichkeit auf den Uploader beschränkt. Anfang April deaktivierte Fileserve.com seine Sharing-Funktion zum zweiten Mal – der Hoster war diesen Schritt nach der Megaupload-Razzia im Januar schon einmal gegangen, hatte die Einschränkung aber nach ein paar Tagen wieder zurückgenommen.

Ursache für den jüngsten Sinneswandel war vermutlich die Ankündigung des Branchenverbands Motion Picture Association of America (MPAA), er wolle verstärkt gegen "Rogue Cyberlockers" vorgehen, die illegales Material verbreiten. Eine von CNet veröffentlichte Infografik führt Depositfiles, Fileserve, MediaFire, PutLocker und Wupload als die fünf größten Sharehoster an, die nach Meinung der MPAA nicht genug gegen Urheberrechtsverletzungen unternehmen. MediaFire hatte sich umgehend gegen die Anschuldigung gewehrt.

RapidShare, einer der größten Datei-Anbieter, blieb bislang vor der Einordnung als Schurkenhoster verschont. Dazu dürfte beigetragen haben, dass die Website Ende Februar die Download-Geschwindigkeit für Gratis-Anwender auf 30 kByte/s drosselte. Der Website TorrentFreak gegenüber erklärte Rapidshare damals, die Plattform solle für illegal angebotene Inhalte gezielt unattraktiv gemacht werden. Grundsätzlich bietet RapidShare weiterhin schnelle Gratis-Downloads an – hierfür muss der Uploader aber einen Pro-Account besitzen und dafür geradestehen, dass die Dateien legal bereitgestellt werden. (ghi)

290 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Italien: Megavideo zu 12 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt

    Kim Dotcom

    Der Videostreaming-Dienst des berüchtigten und inzwischen eingestellten Sharehosters Megaupload soll für Urheberrechtsverletzungen in Italien geradestehen. Kim Dotcom wehrt sich unterdessen weiter gegen seine Auslieferung.

  2. Kim Dotcom verkündet Starttermin für Megaupload 2.0

    Kim Dotcom verkündet Starttermin für Megaupload 2.0

    Im kommenden Jahr soll Megaupload 2.0 ans Netz kommen. Kim Dotcom hat außerdem noch ein paar weitere Details genannt.

  3. KickassTorrents: Site stillgelegt – Betreiber festgenommen

    KickassTorrents: Site stillgelegt – Betreiber festgenommen

    Der mutmaßliche Betreiber der Torrent-Site "KickassTorrents" wurde festgenommen. Das US-Justizministerium wirft ihm Verletzungen des Urheberrechts sowie Verstrickungen in Geldwäsche-Angelegenheiten vor.

  4. Netflix: Google soll Links zu illegal kopierten Netflix-Inhalten entfernen

    Netflix: Google soll Links zu illegal kopierten Netflix-Inhalten entfernen

    Der Video-Flatrate-Betreiber Netflix nimmt Filmpiraterie aufs Korn und hat Google aufgefordert, zahlreiche Links aus den Suchergebnissen zu entfernen, die auf illegale Kopien von Netflix-Eigenproduktionen verweisen.

  1. Microsoft verkündet nächste Woche weitere Neuigkeiten zu .NET vNext und Azure

    Im Rahmen des Online-Events "connect();" am 12. und 13. November soll es weitere Details über die kommende Version von .NET, Visual Studio 2015 und die Azure-Cloud geben.

  2. Flaschenclip mit OpenSCAD – so geht's

    Individuelle Clips für Getränkeflaschen 3D-drucken - so geht's

  3. TeslaCrypt 2.0 entschlüsselt

    TeslaCrypt 2.0 entschlüsselt

    Die Ransomware TeslaCrypt ist geknackt und betroffene Nutzer können auch ohne das Zahlen von Lösegeld wieder Zugriff auf ihre verschlüsselten Daten erlangen. Heise Security hat das erfolgreich ausprobiert.

  1. Die iOS-Spyware Pegasus – eine Bestandsaufnahme

    Die iOS-Spyware Pegasus - eine Bestandsaufnahme

    Die Spionage-Software Pegasus erschüttert die iPhone-Welt. Wie kann ich mich schützen? Liegt das iOS-Sicherheitskonzept in Schutt und Asche? Ist das das Ende? Eine Analyse der bekannten Fakten schafft Klarheit.

  2. Forscher entdecken "dunkle Milchstraße" - Cousin unserer Galaxie

    Forscher entdecken "dunkle Milchstraße" - Cousin unserer Galaxie

    Forscher der Universität Yale haben eine ungefähr milchstraßengroße Galaxie entdeckt, die zu über 99 Prozent aus Dunkler Materie bestehen soll.

  3. Kommentar zur Spionagesoftware "Pegasus": Apple hat vorbildlich reagiert

    iPhone 6S

    Es liegt wohl am Sommerloch, dass in den Medien wegen eines Spionagetools Apples Untergang herbeigeredet wird. Dabei hat Cupertino gerade einmal mehr bewiesen, dass iOS die sicherste Mobilplattform ist, findet Jeremias Radke.

  4. Vorsicht bei vermeintlichen Amazon-Schnäppchen

    Vorsicht bei vermeintlichen Amazon-Schnäppchen

    Derzeit häufen sich Meldungen über dubiose Händler auf Amazons Handelsplattform. Daher ist bei allzu günstigen Schnäppchen Vorsicht angesagt.

Anzeige