Logo von heise online

Suche
Ronald Eikenberg 123

Sendepause durch Firmware-Lücken

Der Sicherheitsforscher Luigi Auriemma hat in der Firmware von Samsungs netzwerkfähigen TV-Geräten und Blu-ray-Playern eine Schwachstelle entdeckt, durch die ein Angreifer die Geräte faktisch lahm legen kann. Die Geräte lauschen auf Port 55000, um Steuerpakete von iOS- und Android-Smartphones entgegen zu nehmen.

Anzeige

Wenn diese Pakete unerwartete Zeichen wie einen Zeilenumbruch enthalten, nimmt das Gerät laut Auriemma nach fünf Sekunden keine Befehle mehr entgegen – weder über das Smartphone noch über die Infrarot-Fernbedienung. Weitere fünf Sekunden später führt das Gerät angeblich einen Neustart nach dem anderen durch. Den Angaben des Forschers zufolge kommt man aus dieser Schleife nur durch das Eingreifen eines Technikers wieder heraus, der das Gerät über den Service Mode zurücksetzen muss.

Auriemma hat einen Proof-of-Concept-Exploit veröffentlicht, mit dem man das Problem nachvollziehen können soll. Auch der Sony-Fernseher Bravia KDL-32CX525 lässt sich über das Netzwerk lahm legen. Die Gefahr, die von diesen Schwachstellen ausgeht, ist allerdings gering: Der betroffene Port ist im Normalfall nur im lokalen Netzwerk erreichbar, sofern man dies nicht anders in den Router-Einstellungen festlegt. Der böswillige Angreifer muss sich also im gleichen Netz befinden. So könnte einem das ungeschützte WLAN zum Verhängnis werden, wenn der Nachbar nicht mit der Lautstärke des Fernseher einverstanden ist. (rei)

123 Kommentare

Themen:

  1. Eduroam-Netz an Unis: Android-Nutzer sollten dringend Zertifikat installieren

    WLAN-Router

    Wer sich auf dem Campus mit einem Android-Gerät über das eduroam-Netzwerk mit dem Internet verbindet, kann von Angreifern ausspioniert werden.

  2. Webbrowser Dolphin und Mercury für Android angreifbar

    Webbrowser Dolphin

    Angreifer können Android-Geräte über Schwachstellen in den Webbrowsern Dolphin und Mercury attackieren und Schadcode ausführen.

  3. Wormhole-Schwachstelle: Backdoor in über 14.000 Android-Apps

    Android-Handys

    Das Moplus SDK hält in zahlreichen Apps eine Hintertür für Angreifer auf, sodass diese etwa heimlich Dateien von Android-Gerät abziehen und SMS-Nachrichten versenden können.

  4. Nexus-Serie: Google fixt abermals Mediaserver von Android

    Google Nexus 6

    Googles monatlicher Patchday für die Geräte der Nexus-Serie kümmert sich unter anderem um fünf als kritisch eingestufte Sicherheitslücken. Dabei taucht wieder der Mediaserver auf, der 2015 von verschiedenen Stagefright-Lücken durchsiebt war.

  1. HTTPS entschlüsseln

    Bei der Auswertung von Netzwerkverkehr muss bei verschlüsselten Verbindungen nicht Schluss sein. Mit Analyse-Tools wie Burp kann man sich in HTTPS-Verbindungen einklinken und kontrollieren, was Anwendungen und Geräte an ihr Mutterschiff senden.

  2. c't uplink 9.8: Sicherheits-Checklisten, Zukunft für alte Tablets, Fairphone 2

    c't uplink 9.8: Sicherheits-Checklisten, Zukunft für alte Tablets, Fairphone 2

    In der Weihnachtsfolge des Podcasts aus Nerdistan besprechen wir, wie die IT-Geräte unter den Geschenken abgesichert werden sollten. Außerdem gucken wir, wozu veraltete Tablets noch nützlich sind und was das Fairphone 2 anders macht als die Konkurrenz.

  3. AirPlay geht fremd

    Apples Streaming-Technik überträgt Musik gleichzeitig an im Haus verteilte Lautsprecher und schickt Fotos und Videos drahtlos und live auf das Apple TV und den Fernseher. Die Technik steckt in Mac und iOS-Geräten schon drin, für Windows und Android kann man sie nachrüsten. AirPlay funktioniert auch ganz ohne Apple.

  1. Alpina B7 Biturbo: Vor der Basis

    Alpina

    Der neue Alpina B7 Biturbo kommt vor dem ähnlich kräftigen BMW 760Li auf den Markt, setzt aber andere Akzente. Schon die Maschine unterscheidet sich: Alpina setzt auf einen Achtzylinder, BMW baut einen Zwölfzylinder ein

  2. Safer Internet Day: Mehr Platz in Google Drive nach Sicherheitscheck

    Safer Internet Day: 2 GByte Cloud-Speicher von Google gratis

    Nimmt man sich ein paar Minuten Zeit für einen Sicherheitscheck, bohrt Google den Cloud-Speicher für Drive und Co. dauerhaft um zwei GByte auf.

  3. Verschlüsselungstrojaner: Neue TeslaCrypt-Version grassiert

    Windows-Rettungssystem für den Fall der Fälle

    Ransomware ist der absolute Renner in der Crimeware-Szene. Seit einigen Tagen gibt es vermehrt Hinweise auf Infektionen durch eine neue Version des Verschlüsselungstrojaners TeslaCrypt, der Dateien verschlüsselt und mit der Endung .vvv versieht.

  4. Teurer Typ

    Teurer Typ

    Für die dritte TT-Generation hat sich Audi acht Jahre Zeit gelassen und dann wenig verändert. Äußerlich zumindest. Umso spannender die Frage, wie gut die technische Aufrüstung des neuen Modells funktioniert - und natürlich, wie sich der TT nun fährt

Anzeige