Logo von heise online

Suche
preisvergleich_weiss

Recherche in 1.515.324 Produkten

95

Schwache PC-Nachfrage drückt weiter auf das Geschäft von Dell

Dem Computerkonzern Dell machen die schwächelnden PC-Verkäufe zu schaffen, greifen doch mittlerweile viele Menschen lieber zu einem Tablet. Im vierten Geschäftsquartal musste Dell im Geschäft mit Privatkunden einen leichten Rückgang hinnehmen. Im Geschäft mit Firmenkunden und Behörden konnte der Hersteller die Schwäche dadurch ausgleichen, dass er verstärkt Dienstleistungen rund um die Informationstechnologie anbietet.

Anzeige

Dank des Servicegeschäfts wuchs der Umsatz in den drei Monaten bis Anfang Februar noch um 2 Prozent auf 16 Milliarden US-Dollar (12,1 Mrd. Euro). Die Kunden würden Dell heute nicht mehr als reinen PC-Hersteller wahrnehmen, so Gründer und Konzernchef Michael Dell am Dienstag. Er hatte den Umbau zu einem breit aufgestellten Computerkonzern angestoßen, nachdem das PC-Geschäft immer weniger abgeworfen hatte.

Zuletzt musste Dell allerdings höhere Kosten verdauen. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 764 Millionen US-Dollar (577 Mio. Euro). Das ist nur ein Bruchteil dessen, was Apple mit iPhone, iPad und Mac im letzten Quartal verdient hatte: 13,1[ ]Milliarden US-Dollar.


Dells Firmensitz in Round Rock, Texas Vergrößern
Bild: Dell
Dell versucht mit dem Ausbau des Servicegeschäfts, dem Druck zu entkommen. Dabei wandelt der Computerbauer auf den Spuren des erfolgreichen IT-Urgesteins IBM. Der Betrieb von Rechenzentren oder die IT-Beratung sind üblicherweise profitabler als der Verkauf von Hardware. Denn es gibt fast immer jemanden, der den PC billiger anbietet. Die Angreifer von Dell sitzen vor allem in Asien und heißen Acer, Asus oder auch Lenovo.

Die Dell-Aktie fiel nachbörslich um annähernd 5 Prozent. Für Enttäuschung sorgte bei den Anlegern auch, dass Dell im laufenden Quartal mit einem Umsatzschwund von 7 Prozent rechnet. Analysten hatten bislang mit einem besseren Abschneiden kalkuliert.

Dell ist nach den Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner die Nummer drei der PC-Branche hinter Hewlett-Packard und der chinesischen Lenovo, die vor Jahren das PC-Geschäft von IBM übernommen hatte. HP legt seine Bilanz am Mittwoch vor.

Nach Angaben von Gartner stagnierte der Computerabsatz im vergangenen Jahr wegen der schleppenden Erholung in den USA und der Schuldenkrise in Europa. Erschwerend hinzu kam die Konkurrenz durch die neuen mobilen Geräte. Die Lage bei Dell passt da ins Bild: Der Hersteller vermeldete vor allem Probleme in seiner Heimat USA, wo Apple mit seinen Produkten besonders erfolgreich ist. (dpa) / (mho)

95 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Lenovo schreibt weiter Verluste mit Smartphones

    Lenovo schreibt weiter Verluste mit Smartphones

    Auch zwei Jahre nach der Übernahme von Motorola kommt Lenovo mit der Sparte nicht aus den roten Zahlen. Allerdings sieht der chinesische Konzern Silberstreifen am Horizont.

  2. Schwacher PC-Markt und Smartphone-Probleme bremsen Lenovo

    Schwacher PC-Markt und Smartphone-Probleme bremsen Lenovo

    Die Integration des übernommenen Unternehmens Motorola hat die Erwartungen bisher nicht erfüllt, räumt der größte PC-Hersteller ein.

  3. Dell verkauft Software-Geschäft an Finanzinvestoren

    Dell

    Dell verdaut immer noch seine Riesenübernahme des Speicher-Spezialisten EMC - und trennt sich im Zuge dessen von anderen Unternehmensteilen. Diesmal wurde die eigene Software-Sparte abgestoßen.

  4. Marktforscher: PC-Markt auf dem tiefsten Stand seit 2008

    PC

    276,2 Millionen PC sind laut IDC im vergangenen Jahr weltweit verkauft worden. Damit schrumpfte der Markt um gut 10 Prozent. Bei den Kollegen von Gartner schrumpfte er um 8 Prozent.

  1. Fast alle deutschen Autohersteller legen in USA zu

    Der US-Automarkt tritt auf der Stelle, im März konnte die Branche ihre Verkäufe kaum steigern. Während die meisten deutschen Vertreter trotzdem deutliche Zuwächse schafften, schwächelten die US-Größen

  2. Hintergrund: Neue Fotoprodukte dank Crowdfounding

    Crowdfunding

    Wer nach neuen, innovativen Produkten im Umfeld der Fotografie sucht, wird inzwischen immer häufiger bei den Crowdfunding-Plattformen fündig, als bei den eingeführten Marken. Die Beteiligung ist jedoch nicht ohne Risiko.

  3. 40 Jahre Apple. Ein Rückblick auf die Erfolgsgeschichte.

    40 Jahre Apple

    Am 1. April wurde die Apple Inc. aus der Kleinstadt Cupertino in Kalifornien vier Jahrzehnte alt. Stephen G. Wozniak, Steven P. Jobs und Ronald G. Wayne unterzeichneten vor 40 Jahren die Gründungsurkunde. Was hat sich seitdem getan? Viel!

  1. Innenministerium will bei Cyberangriffen zurückschlagen

    Hackerangriff

    Einem Zeitungsbericht zufolge plant das Innenressort eine staatliche Einheit von IT-Spezialisten einzurichten, die Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen mit Gegenangriffen beantworten und feindliche Server ausschalten kann.

  2. Milliarden für den Atomausstieg? - Karlsruhe urteilt zu Konzernklagen

    Eisbarriere um AKW Fukushima – Sicherheitsbedenken bleiben

    Die atompolitische Kehrtwende nach Fukushima erwischte die Betreiber kalt. Vom Staat wollen sie dafür etliche Milliarden Entschädigung. Das Bundesverfassungsgericht soll am Dienstag den Grundstein legen.

  3. Angeblich Cyberattacke auf russische Banken geplant

    Hackerangriff

    Der russische Geheimdienst hat eigenen Aussagen zufolge einen für Montag, den 5. Dezember geplanten Angriff auf Konten russischer Banken abgewehrt, den eine Welle von Falschmeldungen in sozialen Netzen hätte begleiten sollen.

  4. Windows 10: Laufwerksverschlüsselung lässt sich während Versions-Upgrades umgehen

    Und noch ein Trick, weiterhin kostenlos an Windows 10 zu kommen

    Eine groteske Sicherheitslücke, die Microsoft selbst mit Konzepten zum komfortablen Administrieren eröffnet, gewährt Angreifern vollen Zugriff auf verschlüsselte Windows-Laufwerke. Einzige Voraussetzung: ausreichende Geduld.

Anzeige