Logo von heise online

Suche
62

OCZ präsentiert Vertex 4 mit Indilinx-Controller und SSD-Caching für Server


Die vierte Version von OCZs Vertex-SSD arbeitet mit einem schnellerem Indilinx-Controller und soll damit konkurrenzfähig zu aktuellen Sandforce-SSDs sein. Vergrößern
Bild: c't
Die Firma OCZ schickt pünktlich zur CeBIT ihr neues SSD-Flaggschiff ins Rennen: In Halle 17, Stand D31, will der Hersteller die neue Vertex 4 ausstellen. Bestückt mit dem erstmals auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gezeigten Everest-2-Controller der Firma Indilinx soll das neue Spitzenmodell ultraschnelle Datentransfers via SATA 6G erreichen.

Laut den im Januar veröffentlichten Spezifikationen des Controller-Chips könnte die Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 550 MByte/s beim sequenziellen Lesen und 500 MByte/s beim Schreiben betragen. Die maximal möglichen Ein- und Ausgabeoperationen (I/Os pro Sekunde, IOPS) beziffert der Hersteller beim Zugriff auf kleine 4K-Datenblöcke auf 90.000 IOPS. Beim Lesen macht die Zahl von etwas mehr als 100.000 IOPS die Runde. Damit entspräche die Performance mindestens der aktueller Sandforce-SSDs mit SF-2281-Controller, wie sie mittlerweile auch Intel anbietet. Allerdings soll der Indilinx-Controller dieses Tempo ohne Datenkompression erreichen.

SSDs mit einer früheren Ausführung des Everest-Controllers bietet OCZ schon länger an. Die Modelle der Baureihen Octane (PDF-Datei) und Petrol (PDF-Datei) erreichen je nach Kapazität bislang jedoch höchstens 480 MByte/s (Lesen) und 330 MByte/s (Schreiben). Die Geschwindigkeit beim Schreibzugriff auf kleine 4K-Datenblöcke hatte der Hersteller zuletzt per Firmware-Update von zunächst höchstens 16.000 IOPS auf 26.000 IOPS gesteigert . Der Performancesprung bei der Vertex 4 soll nun durch weitere Verbesserungen an Firmware- und Controllerdesign erreicht worden sein.

Während OCZ bei seinen SSDs für Endkunden nun verstärkt auf Controllertechnik aus eigenem Hause zu setzen scheint – OCZ hatte den Controllerhersteller Indilinx Anfang 2011 übernommen –, verwendet der SSD-Anbieter bei seinen Servermodellen zunächst weiterhin Controller der Firma Sandforce.

Am CeBIT-Stand will der Hersteller unter anderem die vor einigen Tagen angekündigte PCI-Express-SSD Z-Drive R4 CloudServ mit SF-2581-Chip (PDF-Datei) präsentieren. Diese vermarktet der Hersteller in Verbindung mit der Software VXL des Anbieters Sanrad als SSD-Caching-Produkt für virtuelle Maschinen (VMs) in Rechenzentrums-Umgebungen mit VMware (vSphere), Microsoft (Hyper-V) oder Citrix (XenServer). Laut OCZ lässt sich mit der VXL-Software der Cache auch dynamisch und unterbrechungsfrei auf andere ESX-Server überführen.

OCZ will im Geschäft mit PCI-Express-SSD besser Fuß fassen und hatte sich dafür Anfang Januar durch den Kauf des isralischen Software-Hersteller Sanrad das nötige Know-How ins Haus geholt. (boi)

62 Kommentare

Themen:

  1. CES: OCZ zeigt NVMe-SSDs

    CES: OCZ zeigt NVMe-SSDs

    Die nächste Generation von SSDs mit NVMe-Schnittstelle wirft ihre Schatten voraus: Die Toshiba-Sparte OCZ plant Modelle im 2,5-Zoll- und M.2-Format.

  2. LSIs nächster SandForce-Controller verspätet sich

    LSI

    Bereits Ende 2013 angekündigt, ist es seither sehr ruhig um den nächsten SandForce-Chip mit Codenamen Griffin geworden. Nun heißt es, der SSD-Controller werde im vierten Quartal 2014 erscheinen.

  3. Triple-Level-Cell-SSDs für Rechenzentren

    Samsung

    Samsung weitet die Produktion von Solid-State Disks mit 3-Bit-NAND-Flash aus und bringt als erster Hersteller eine Serverversion. Die PM853T ist für Systeme gedacht, in denen hauptsächlich gelesen wird.

  1. Mac-Tuning (Leseprobe)

    Der Einbau einer SSD statt einer konventionellen Festplatte bringt einen gehörigen Zuwachs an Geschwindigkeit. Wegen der völlig unterschiedlichen Funktionsweise gibt es dabei einiges zu beachten.

  2. PC-Turbo SSD

    Eine Solid-State Disk als Ersatz oder Ergänzung für die Festplatte macht dem Rechner Beine: Anwendungen starten praktisch sofort und es fühlt sich einfach alles flotter an. Teuer ist das PC-Doping nicht mehr; günstige SSDs gibts ab 65 Euro.

  3. Flash-Expressionismus

    Eigentlich könnte das jährliche Treffen der Flash-Speicherbranche auch „Solid-State Disk Summit“ heißen – denn die schnellen Massenspeicher spielten abermals die erste Geige. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Flash-Speichertechnik ging der Blick aber auch in die Zukunft.

  1. Studie: Rundfunkgebühr abschaffen, Öffentlich-Rechtliche privatisieren

    ARD-App

    Der "Zwangsbeitrag" für die öffentlich-rechtlichen Sender soll fallen, empfiehlt ein Gutachten von Wettbewerbsexperten. Die"Sonderrolle" von ARD und ZDF sei angesichts der Vielfalt im Netz nicht mehr aufrechtzuerhalten.

  2. Der große Wagen

    Skoda

    Der neue Superb Combi darf wieder als gelungene Erscheinung gelten, was nicht nur für seine äußere Gestaltung gilt. Skoda hat wie bei der Limousine an den entscheidenden Stellen nachgebessert, ohne jene Tugenden zu vernachlässigen, die ihn erfolgreich gemacht haben

  3. Exploit-Kit greift über 50 Router-Modelle an

    Exploit-Kit greift über 50 Router-Modelle an

    Wer einen unsicher konfigurierten Router betreibt, könnte schon bald Probleme bekommen: Ein Virenforscher hat ein Exploit-Kit entdeckt, das zahlreiche Router-Modelle bekannter Hersteller angreifen kann.

  4. Linux-Distributor Mandriva ist am Ende

    Linux-Distributor Mandriva ist am Ende

    Nach einer bewegten Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen befindet sich der französische Linux-Distributor Mandriva jetzt in der Liquidation.

Anzeige