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OCZ präsentiert Vertex 4 mit Indilinx-Controller und SSD-Caching für Server


Die vierte Version von OCZs Vertex-SSD arbeitet mit einem schnellerem Indilinx-Controller und soll damit konkurrenzfähig zu aktuellen Sandforce-SSDs sein. Vergrößern
Bild: c't
Die Firma OCZ schickt pünktlich zur CeBIT ihr neues SSD-Flaggschiff ins Rennen: In Halle 17, Stand D31, will der Hersteller die neue Vertex 4 ausstellen. Bestückt mit dem erstmals auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gezeigten Everest-2-Controller der Firma Indilinx soll das neue Spitzenmodell ultraschnelle Datentransfers via SATA 6G erreichen.

Laut den im Januar veröffentlichten Spezifikationen des Controller-Chips könnte die Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 550 MByte/s beim sequenziellen Lesen und 500 MByte/s beim Schreiben betragen. Die maximal möglichen Ein- und Ausgabeoperationen (I/Os pro Sekunde, IOPS) beziffert der Hersteller beim Zugriff auf kleine 4K-Datenblöcke auf 90.000 IOPS. Beim Lesen macht die Zahl von etwas mehr als 100.000 IOPS die Runde. Damit entspräche die Performance mindestens der aktueller Sandforce-SSDs mit SF-2281-Controller, wie sie mittlerweile auch Intel anbietet. Allerdings soll der Indilinx-Controller dieses Tempo ohne Datenkompression erreichen.

SSDs mit einer früheren Ausführung des Everest-Controllers bietet OCZ schon länger an. Die Modelle der Baureihen Octane (PDF-Datei) und Petrol (PDF-Datei) erreichen je nach Kapazität bislang jedoch höchstens 480 MByte/s (Lesen) und 330 MByte/s (Schreiben). Die Geschwindigkeit beim Schreibzugriff auf kleine 4K-Datenblöcke hatte der Hersteller zuletzt per Firmware-Update von zunächst höchstens 16.000 IOPS auf 26.000 IOPS gesteigert . Der Performancesprung bei der Vertex 4 soll nun durch weitere Verbesserungen an Firmware- und Controllerdesign erreicht worden sein.

Während OCZ bei seinen SSDs für Endkunden nun verstärkt auf Controllertechnik aus eigenem Hause zu setzen scheint – OCZ hatte den Controllerhersteller Indilinx Anfang 2011 übernommen –, verwendet der SSD-Anbieter bei seinen Servermodellen zunächst weiterhin Controller der Firma Sandforce.

Am CeBIT-Stand will der Hersteller unter anderem die vor einigen Tagen angekündigte PCI-Express-SSD Z-Drive R4 CloudServ mit SF-2581-Chip (PDF-Datei) präsentieren. Diese vermarktet der Hersteller in Verbindung mit der Software VXL des Anbieters Sanrad als SSD-Caching-Produkt für virtuelle Maschinen (VMs) in Rechenzentrums-Umgebungen mit VMware (vSphere), Microsoft (Hyper-V) oder Citrix (XenServer). Laut OCZ lässt sich mit der VXL-Software der Cache auch dynamisch und unterbrechungsfrei auf andere ESX-Server überführen.

OCZ will im Geschäft mit PCI-Express-SSD besser Fuß fassen und hatte sich dafür Anfang Januar durch den Kauf des isralischen Software-Hersteller Sanrad das nötige Know-How ins Haus geholt. (boi)

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