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Sven-Olaf Suhl 12

Nokia mit deutlichem Umsatz- und Gewinnwachstum

Der finnische Handy-Weltmarktführer und Mobilfunkausrüster Nokia konnte im ersten Quartal 2006 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro steigern. Den Löwenanteil steuerte die Handysparte mit 5,9 Milliarden Euro bei, was einem Wachstum von 30 Prozent entspricht. Den größten Umsatzzuwachs erzielte die Sparte Multimedia mit nun 1,75 Milliarden Euro, was einem Plus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch die Netzwerksparte konnte um 19 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zulegen, während der Umsatz der Abteilung Enterprise Solutions um 39 Prozent auf 186 Millionen Euro deutlich zurückging.

Der Nettogewinn des finnischen Konzerns kletterte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 1,048 Milliarden Euro. Mit jeweils über 18 Prozent erzielten die Sparten Mobiltelefone und Multimedia die höchsten Umsatzrenditen. Hingegen sank die Profitabilität der Netzwerksparte auf 8,8 Prozent gegenüber einer operativen Umsatzrendite von 15,4 Prozent im ersten Quartal 2005. Hingegen weitete sich das Defizit der Enterprise Solutions im ersten Quartal auf 66 Millionen Euro – entsprechend einer Umsatzrendite von minus 35,5 Prozent – aus. Anfang des Jahres hatte Nokia Stellen in den Abteilungen Networks und Solutions abgebaut.

Im ersten Quartal konnten die Finnen 75,1 Millionen Handys absetzen, das entspricht einem Zuwachs von 40 Prozent im Jahresvergleich. Den Gesamtabsatz der Handybranche schätzt Nokia im ersten Quartal auf 215 Millionen Stück – woraus die Finnen einen Marktanteil von 35 Prozent ableiten, entsprechend einem Zuwachs von drei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 103 Euro pro Handy konnten die Finnen wieder mehr erlösen als im vierten Quartal 2005 (99 Euro). Im Weihnachtsquartal hatten sinkende Handypreise dem Konzern einen rückläufigen operativen Gewinn beschert.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Nokia in Euro

Quartal Umsatz Nettogewinn
1/00 6,5 Mrd. 0,91 Mrd.
2/00 7 Mrd. 0,98 Mrd.
3/00 7,58 Mrd. 0,92 Mrd.
4/00 9,28 Mrd. 1,21 Mrd.
1/01 8 Mrd. 1,05 Mrd.
2/01 7,35 Mrd. 0,83 Mrd.
3/01 7 Mrd. 0,76 Mrd.
4/01 8,79 Mrd. 1,15 Mrd.
1/02 7 Mrd. 0,92 Mrd.
2/02 6,94 Mrd. 0,90 Mrd.
3/02 7,2 Mrd. 0,88 Mrd.
4/02 8,8 Mrd. 1,24 Mrd.
1/03 6,7 Mrd. 0,97 Mrd.
2/03 7,02 Mrd. 0,66 Mrd.
3/03 6,9 Mrd. 0,86 Mrd.
4/03 8,79 Mrd. 1,17 Mrd.
1/04 6,63 Mrd. 0,82 Mrd.
2/04 6,64 Mrd. 0,71 Mrd.
3/04 6,94 Mrd. 0,66 Mrd.
4/04 9,063 Mrd. 1,019 Mrd.
1/05 (*) 7,396 Mrd. 0,863 Mrd.
2/05 (*) 8,059 Mrd. 0,799 Mrd.
3/05 (*) 8,403 Mrd. 0,881 Mrd.
4/05 (*) 10,333 Mrd. 1,073 Mrd.
1/06 (*) 9,507 Mrd. 1,048 Mrd.

(*) Ausgewiesen nach seit dem 1. Januar 2005 gültigen neuen IFRS-Bilanzierungsregeln

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