Hollywood sorgt für Gewinne bei News Corp.
Rupert Murdochs News Corporation hat im abgelaufenen Quartal 852 Millionen US-Dollar (664 Millionen Euro) verdient und damit 19 Prozent mehr als die 717 Millionen US-Dollar (559 Millionen Euro) im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die News Corp. erwirtschaftete in diesem letzten Quartal des Geschäftsjahres einen Umsatz 6,78 Milliarden US-Dollar (5,28 Milliarden Euro), 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie stieg von 0,19 auf 0,24 US-Dollar (0,18 Euro). Das Ergebnis liegt damit in den Erwartungen der Analysten.
Mit 134 Millionen US-Dollar trug der Verkauf der europäischen Radiogruppe Sky Radio Limited zum Gewinn bei. Das Filmgeschäft (20th Century Fox) war im vergangenen Quartal wesentlich für die positive Entwicklung des Gesamtkonzerns verantwortlich. Filme wie "Ice Age 2" und "X-Men 3" sorgten für klingelnde Kassen, während die DVD von "Big Momma's House 2" für fette Gewinne auf dem Heimkino-Markt sorgte. Das Kabelgeschäft entwickelte sich langsamer, wuchs aber dank gestiegener Werbeumsätze des konservativen Nachrichtenkanals Fox News von 831 Millionen US-Dollar auf 934 Millionen. Im Broadcast-Bereich war das Geschäft ansonsten rückläufig. Stark unter Druck ist das Stammgeschäft mit Zeitungen in Großbritannien und Australien, dessen Ergebnis um 33 Prozent einbrach.
Rupert Murdoch erwartet für das neue Geschäftsjahr dennoch, den operativen Gewinn weiter um bis zu 16 Prozent steigern zu können. Seine Hoffnungen – und die der Analysten – richten sich dabei insbesondere auf die umsatzmäßig bisher eher unauffällige Fox Interactive Group. Von der Übernahme des Portals MySpace erwartet sich News Corp. neue Zielgruppen und frisches Geld. Das Geschäft mit Google soll in den nächsten Jahren fast eine Milliarde US-Dollar in die Kassen spülen.
Unterdessen versuchte Murdoch, Gerüchte um einen möglichen Einstieg bei Telecom Italia herunterzuspielen. In der italienischen Presse wird spekuliert, Murdoch könne seine Beteiligung an dem inzwischen profitablen Satellitensenders Sky Italia gegen ein Aktienpaket der Telecom Italia eintauschen. Für dieses Jahr seien keine weiteren großen Akquisitionen geplant, so Murdoch.(vbr)
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