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Haftbefehl gegen Edward Snowden

Nach seinen Enthüllungen über massive Telefon- und Internetspionage haben die USA Anklage gegen den Informanten Edward Snowden erhoben. Wie die New York Times berichtet, wird dem NSA-Whistleblower Spionage und Diebstahl von Regierungseigentum vorgeworfen. Die US-Anklage wurde demnach am 14. Juni bei einem Bundesgericht in Virginia eingereicht. Am 6. Juni hatten die Washington Post und der britische Guardian erstmals über die groß angelegten Abhöraktionen berichtet; drei Tage später gab sich Edward Snowden als Quelle der Informationen zu erkennen.

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Edward Snowden
Edward Snowden Vergrößern
Bild: dpa, Guardian/Glenn Greenwald/Laura Poitras
Der ehemalige NSA-Sysadmin soll sich weiterhin in Hongkong aufhalten. Laut der New York Times hat die US-Regierung die Behörden in Hongkong ersucht, Snowden in Gewahrsam zu nehmen, während eine offizielle Anklage und ein Auslieferungsantrag vorbereitet wird. Snowden packt derweil weiter aus: Laut dem britischen Guardian lastet er dem britischen Geheimdienst GCHQ eine noch massivere Spionage an als den US-Amerikanern.

Nach Angaben eines mit der Enthüllungsplattform Wikileaks verbundenen isländischen Geschäftsmannes steht unterdessen in Hongkong ein Flugzeug bereit, das Snowden nach Island fliegen könnte. Man warte nun auf ein positives Signal von der isländischen Regierung, sagte der Geschäftsmann Olafur Vignir Sigurvinsson am Freitag.

Snowden hatte dem Guardian und der Washington Post Tausende Dokumente über die massiven US-Spionageprogramme im Rahmen des Anti-Terror-Kampfes zukommen lassen. Die Enthüllungen haben weltweit eine heftige Debatte über die Abwägung zwischen Sicherheitserfordernissen und Bürgerrechten ausgelöst. Auch aus der Bundesrepublik wurde die Praxis kritisiert, so sprach Bundeskanzlerin Merkel die Sorge vieler Menschen während des Berlin-Besuchs von Barack Obama. (mit Material von dpa) / (mho)

150 Kommentare

  1. Chaos Computer Club unterstützt Edward Snowden mit 36.000 Euro

    Aufkleber Asyl für  Snowden

    Die Mitgliederversammlung des Chaos Computer Clubs hat beschlossen, den Whistleblower Edward Snowden mit einer Geldspende von 36.000 Euro zu unterstützen. Die ihm angetragene Ehrenmitgliedschaft im CCC hat Snowden gern angenommen.

  2. Hunderttausende in Datenbank mit Terror-Verdächtigen: USA fürchten weiteren Geheimdienst-Enthüller

    NSA

    Edward Snowden hat den USA mit seinen Enthüllungen schwer zugesetzt. Gibt es jetzt noch einen Whistleblower, der ähnlich zuschlägt? Neue Enthüllungen zeigen das Ausmaß der Datenbanken, in denen die USA vermeintliche Terror-Verdächtige speichern.

  3. US-Whistleblower Drake: Snowden muss in Russland bleiben

    US-Whistleblower Drake: Snowden muss in Russland bleiben

    Am morgigen Donnerstag läuft das Visum für den in Russland lebenden Whistleblower Edward Snowden ab. Gegenüber australischen Medien erklärte Thomas Drake, ein Vorbild von Snowden, dass dieser am besten in Russland bleiben sollte.

  4. NSA-Affäre: Spendenplattform für Edward Snowden eingerichtet

    Edward Snowden

    Unter freesnowden.is haben Unterstützer Edward Snowdens eine Plattform eingerichtet, auf der für die Anwaltskosten des NSA-Whistleblowers gespendet werden kann.

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