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Französischer Provider blockiert Werbung im Router

Der französische Internetserviceprovider Free.fr bietet Nutzern seiner Freebox genannten Router-Modem-Kombination mittels Firmwareupdate die Möglichkeit, Werbung schon im Router und nicht erst im Browser zu blockieren. Das berichten Ars Technica und französische Medien. Nutzer bestätigen demnach, dass mit dem neuesten Firmwareupdate Anzeigen geblockt werden könnten.

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Der Anbieter bezeichnet die Funktion als "beta", sie ist den Berichten zufolge jedoch als Voreinstellung aktiviert. Nutzer müssten die Funktion also deaktivieren, wenn sie die Werbeanzeigen vermissen. Der zur französischen Iliad-Gruppe gehörende Netzzugangsanbieter hatte im Juni 2012 knapp 5 Millionen Kunden und ist damit einer der drei größten Internetzugangsanbieter im Nachbarland. Mit einer äußerst aggressiven Marktstrategie hat der Anbieter in den vergangenen Jahren deutlich Marktanteile hinzugewinnen können.

Da aber derzeit längst nicht alle Anzeigen durch die Funktion blockiert werden, wird nun kräftig über die Hintergründe der Aktion spekuliert. In den kommenden Tagen wird das Ergebnis einer Untersuchung des französischen Netzregulierers ARCEP erwartet, der aufgrund einer Umfrage der Verbraucherorganisation UFC - Que Choisir im November tätig wurde. Demnach konnten viele Franzosen trotz Breitbandzugängen nicht annähernd ruckelfrei auf Videos der Google-Plattform YouTube zugreifen, insbesondere Kunden von Free hatten sich über miserable Qualität und Unbenutzbarkeit beschwert.

Ob dies an der ISP-Infrastruktur oder an einer Diskriminierung durch andere liegt, wollte ARCEP nun herausfinden. Googles Anzeigen sind Nutzerberichten zufolge nun unter den blockierten. Zudem wird spekuliert, ob Anzeigen bei Le Monde von der Blockade ausgenommen seien – immerhin ist mit Xavier Niel einer der Eigentümer der französischen Traditionszeitung zugleich zu zwei Dritteln Besitzer der Iliad-Gruppe, zu der Free gehört. (Falk Steiner) / (vbr)

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